Interviews

RDA: „Cerrone interessiert der Titel einen Scheiß, ich ernähre damit meine Familie!“

Rafael dos Anjos (Foto: Dorian Szücs)

In vier Wochen wird es ernst für UFC-Leichtgewichtsweltmeister Rafael dos Anjos. Dann muss er gegen Donald Cerrone beweisen, dass sein überragender Sieg im Titelgewinn bei UFC 185 kein Zufall war. GNP1-TV hat mit dem Brasilianer vor seiner ersten Titelverteidigung gesprochen.

Am 14. März hatte Rafael dos Anjos seinen großen Tag, als er den als unantastbar geltenden Anthony „Showtime“ Pettis demontierte und UFC-Gold holte. Weil sein vielversprechendster Herausforderer Khabib Nurmagomedov von einer Verletzung nach der anderen heimgesucht wird, bekommt nun erst einmal Donald „Cowboy“ Cerrone den Vortritt. Der Fanliebling hatte sich im Octagon bisher nur Fleißbienchen verdient und will nun endlich seinen ersten großen Titel. Doch an dos Anjos ist er schon einmal gescheitert.

„Ich habe ihn einstimmig nach Punkten besiegt, aber das ist zwei Jahre her“, wiegelt der Champ ab. „Seitdem haben wir uns beide sehr stark verbessert. Und der Kampf ist dieses Mal auf fünf Runden angesetzt. Ich werde alles dafür tun, den Gürtel zu behalten. Es war nicht einfach, ihn zu bekommen und es wird ganz bestimmt nicht einfach, ihn mir wieder wegzunehmen.“

Cerrone belegt derzeit Platz zwei der UFC-Rankings bis 70-Kilo, hat seit der Niederlage gegen dos Anjos keinen einzigen Kampf mehr verloren - und das trotz hohen Arbeitspensums, kurzfristigen Zusagen und einmal sogar zwei Kämpfen innerhalb von nur gut zwei Wochen. 

„Er ist ein zäher Gegner, sehr gefährlich und gut am Boden und im Stand“, weiß auch RDA. „Das Leichtgewicht ist eine der bestbesetzten Gewichtsklassen in der UFC. Wie er acht Kämpfe in Folge zu gewinnen, ist also nicht einfach. Aber mein Geist ist stark. Gott hat mich all die Jahre darauf vorbereitet, Champion zu sein. Nun, wo ich den Titel besitze, kann ihn mir auch niemand mehr wegnehmen. Ich bin als Kämpfer gereift, kenne meinen Körper sehr gut und ich weiß, was ich will. Dieser Gürtel bedeutet mir im Gegensatz zu ihm eine Menge. Er sagt, der Titel interessiert ihn einen Scheiß. Bei mir ist das anders, ich ernähre damit meine Familie. Auf keinen Fall kann mir das jemals jemand nehmen.“

Vor zwei Jahren benötigte dos Anjos noch fünf Runden, um den Submission-gefährlichen Muay-Thai-Spezialisten zu schlagen. Am 19. Dezember will er kurzen Prozess machen.

„Ich will in keinem Kampf mehr Runden absolvieren als nötig, im Octagon willst du keine Überstunden machen. Ich werde den Kampf so früh es geht beenden. Mein Ziel ist natürlich der Knock-out, aber ich habe immer im Hinterkopf, dass ich fünf Runden lang Zeit habe. Vor einem Kampf habe ich mir stets verschiedene Pläne zurechtgelegt, Plan A, B und C. Ich kann auch fünf Runden kämpfen, aber werde natürlichen das Finish per K.o. oder Submission suchen.“

Rafael dos Anjos und Donald Cerrone bestreiten den Hauptkampf von UFC on Fox, in der Nacht zum 20. Dezember. Das Interview mit Dos Anjos gibt es hier zu sehen: