Interviews

Pobivanez: Ich will die Nummer eins werden!

Eddie Pobivanez will den Turniersieg bei Respect.FC 11. (Foto: Alexander Görlitz)

Eduard Pobivanez ist der Respect.FC Amateurchampion von 2012 und Finalist des No-Compromises-Turniers im Bantamgewicht. Die in Kasachstan geborene Nummer vier der German Top Ten will dieses Jahr durchstarten, wie er Groundandpound.de erzählte. Mit erst 21 Jahren blickt Pobivanez bereits auf sieben MMA-Kämpfe zurück, von denen er sechs gewinnen konnte. Bei Respect.FC 11 am 5. April will er sich den Turniersieg zu holen und damit die Chance auf einen Rückkampf gegen Stefan Hoss. Dieser ist die amtierende Nummer eins im Bantamgewicht und fügte Pobivanez die bisher einzige Niederlage seiner Karriere zu.

Groundandpound.de: Wie bist du zum MMA gekommen?
Eduard Pobivanez: Mit 15 Jahren habe ich beim Wushu und Kampfkunst Club Lippe mit Sanda und Sanshou begonnen. Nach ungefähr zwei Jahren Training bin ich zum MMA gewechselt.

Was hat dich am MMA gereizt?
Grappling. Der Bodenkampf hat mich von Anfang an sehr interessiert. Nach mehreren Trainingseinheiten haben die Trainer Huy Doan und Eyo Özgün gesagt, dass ich im Grappling sehr talentiert bin und so bin ich dann zum Team Undisputed gewechselt.

Vor ungefähr einem Jahr hast du schon einmal bei einem Turnier teilgenommen. Wie kommt es, dass du wieder bei einem Turnier teilnimmst und nicht erst einmal einzelne Kämpfe bestreitest?
Ich liebe die Herausforderung. Ich möchte gegen richtig gute Leute kämpfen und dieses Turnier ist perfekt dafür. Zudem bekommt der Sieger des Turniers einen Titelkampf bei Respect.FC.

Wie bist du damals zu dem Respect FC Amateurturnier gekommen?
Groundandpound.de hat über das Turnier berichtet, woraufhin einer meiner Trainer darauf aufmerksam wurde. Sie fragten mich, ob ich Interesse daran hätte und so haben sie mich dafür angemeldet. Mit etwas Glück hat Respect mich antreten lassen, was sich auszahlte, da ich als Sieger aus dem Turnier ging.

Welches Gefühl hattest du, als du Amateurchampion geworden bist?
Ich habe ein bisschen gebraucht, um zu verstehen, dass ich der Champion bin. Doch als ich es realisierte, war ich glücklich und stolz über meine erbrachten Leistungen.

Eddie Pobivanez im Training. (Fotograf: Alexander Görlitz)

Was ist für dich der größte Unterschied zwischen einem Einzelkampf und den Turnierkämpfen?
Bei einem Turnier kann man sich nicht lange über einen Sieg freuen, da der nächste Kampf schon bevorsteht. Außerdem muss man bei jedem Kampf im Hinterkopf behalten, dass man zwar hundert Prozent geben muss, jedoch noch Kräfte für den nächsten Kampf braucht. Turniere sind eine Belastung für die Physis, jedoch unterhaltsam für das Publikum und die Fans haben so die Möglichkeit, mehrere Kämpfe eines Athleten mitzuverfolgen. Bei Einzelkämpfen ist der Vorteil gegeben, dass man sich gezielt auf den Gegner vorbereiten kann, aber der Gegner genauso auf mich. Man muss sich nur einmal motivieren. Entweder du gewinnst oder gehst als Verlierer aus dem Ring.

Wie stark schätzt du deine Gegner im Turnier ein?
Jeder Kämpfer hat Stärken und Schwächen, so auch im Turnier. Es sind alles sehr starke Kontrahenten, dennoch glaube ich, dass ich sie besiegen kann.

Nehmen wir mal an, du gewinnst das Turnier, wie wird der Kampf mit Stefan Hoss dieses Mal verlaufen?
Dieses Mal gewinne ich. Stefan ist ein sehr starker Kämpfer und ich respektiere ihn sehr, aber diesmal erlaube ich mir keine Fehler und hole den Triumph nach Hause.

Was lief deiner Meinung nach schief im ersten Aufeinandertreffen mit Hoss?
Ich möchte keine Ausreden suchen. Stefan war an diesem Abend der stärkere Kämpfer.

Du trägst den Spitznamen „Sayajin“. Wie hast du ihn bekommen?
Son-Goku ist der Held meiner Kindheit, aus der Zeichentrickserie Dragonball-Z. Ich habe mich gerne mit ihm identifiziert, da er jemand war, der stets mit harter Arbeit und Training versuchte, immer besser zu werden. Ich habe oft davon gesprochen, so dass man irgendwann nicht daran vorbei gekommen ist, mich so zu nennen.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei Respect.FC 11.
Ich habe zu danken. Zudem möchte ich mich bei meinem gesamten Team Undisputed bedanken. Speziell bei Huy Duan, Eyo Özgün und Nikolai Wagner. Außerdem möchte ich mich bei der Fight School Hannover und beim Boxsport Bielefeld herzlichst bedanken - und bei allen, die mir bei der knochenharten Vorbereitung helfen. Ich werde mein Bestes geben.