Interviews

Pat Schilling über seinen Kampf beim „The Ultimate Fighter 15 Finale“

Der Amerikaner Pat Schilling (5-1) trifft am 1. Juni beim "The Ultimate Fighter 18 Finale" auf seinen Landsmann Max Holloway (4-1). Mit GroundandPound unterhielt sich der 23-jährige über sein UFC-Debüt, den Kampf gegen Holloway und seine Pläne für die Zukunft.

GroundandPound: Hallo Pat, hast du eigentlich gewusst, dass du deinen Nachnamen mit der ehemaligen Währung in Österreich teilst?
Pat Schilling: (lacht) Das wusste ich sogar.

Wie ist es, in der UFC zu kämpfen?
In der UFC zu kämpfen, ist schwer zu beschreiben. Du weißt es, wenn du es dir vorstellst. Wie cool es ist, wenn deine Einmarschmusik spielt, all die Fans schreien sehen und hören und die Gesichter zu treffen, die du seit Jahren im Fernsehen verfolgt hast. Es ist wirklich so cool, wie man glaubt, dass es ist.

Du hast deinen ersten UFC-Kampf gegen Daniel Pineda verloren, was lief falsch für dich in diesem Kampf?
Mein Kampf gegen Pineda war definitiv hart. Er ist ein exzellenter Gegner, der seither auch schon seinen nächsten Kampf gewonnen hat und jetzt die Chance bekommt, mit Mike Brown einen früheren WEC-Champion zu schlagen. Ich hätte vermutlich offensiver mit meinem Ringen sein sollen und nichts am Boden überstürzen. Ich hatte das Gefühl, ich lag im Stand leicht vorne, wurde aber dann am Käfig erwischt.

Du bist mit 23 Jahren noch ein ziemlich junger Kämpfer, hat Erfahrung im Kampf eine Rolle gespielt?
Ich hatte nicht das Gefühl, dass Erfahrung eine große Rolle in diesem Kampf spielte. Offensichtlich hatte er deutlich mehr Kämpfe als ich und gegen größere Namen gekämpft, aber ich hatte dennoch das Gefühl, ich hätte gewinnen können.

In deinem nächsten Kampf triffst du bei „The Ultimate Fighter 15 Finale“ auf Max Holloway, was denkst du weißt du über ihn?
Max Holloway ist ein sehr harter Kämpfer. Er ist der jüngste Kämpfer in der UFC und das erste Mal seit langem, dass ich gegen einen jüngeren Kämpfer antrete, obwohl er schon länger MMA trainiert als ich. Er hat sich gegen Dustin Poirier im Stand sehr gut geschlagen, also weiß ich, dass es eine Herausforderung wird, gegen ihn zu kämpfen.

Ohne zuviel zu verraten, was wird deine Strategie gegen ihn sein?
Gegen Max muss ich nur das Tempo kontrollieren. Er legt gerne schnell los, aber ich mag es, noch schneller zu starten. Ich fühle, dass ich kontrollieren kann, wo der Kampf hingeht.

Wie sieht dein Training für den Kampf aus und wer sind deine Trainingspartner?
Ich habe anders trainiert für diesen Kampf. Ich habe viel olympisches Gewichtheben gemacht und meine Kraft und Ausdauer sind viel besser. Ich war bei vielen Gyms in Minnesota und habe mit verschiedenen Trainern und Trainingspartnern in jedem Bereich gearbeitet.

Wo liegen deine Stärken und wo deine Schwächen?
Ich denke meine größten Stärken sind meine Schnelligkeit, Kraft und Unberechenbarkeit. Ich habe einen unorthodoxen Stil und kann meine Gegner spekulieren lassen und scheue es auch nicht, etwas komplett Neues im Käfig auszuprobieren. Ich würde sagen, meine größte Schwäche ist Erfahrung, aber mit einem Kampf in der UFC ist diese schon viel besser geworden.

Was sind deine Ziele für die Zukunft?
In der Zukunft möchte ich einfach gewinnen und weiter gewinnen. Ich arbeite Vollzeit und trainiere nebenbei, also würde ich gerne nicht mehr arbeiten müssen und nur noch trainieren gehen. Ich möchte auch ein positives Vorbild für die Leute darstellen, die den Sport verfolgen und den Leuten zeigen, dass es möglich ist, seinen Traum zu leben und dass das Leben etwas Beeindruckendes ist.