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Nicole Stoll: „Wir Mädels müssen zusammenhalten.“

Nicole Stoll (Foto: GNP1 TV)

Frauen-MMA ist auf dem Vormarsch. Doch wo in Nordamerika ganze Organisationen und Veranstaltungen ganz im Zeichen der Damen stehen, ist in Europa und vor allem Deutschland Aufbauarbeit gefragt. Dabei ist es nicht nur schwer, Gegnerinnen zu finden, sondern mit anderen Frauen zu trainieren, das erklärte Nicole Stoll nach ihrem Sieg bei GMC 15 gegen Claire Lopez.

„Ich steh eigentlich mit allen Kämpferinnen in Deutschland in Kontakt“, so Stoll weiter. „Wir versuchen immer mehr, miteinander zu trainieren, weil es etwas Anderes ist. Wir sollten auch schauen, dass wir da eine Zusammenarbeit hinbekommen. Wir Mädels müssen zusammenhalten. Es ist einfach was Anderes als mit Männern zu trainieren, das machen wir eh jeden Tag. Das muss mehr werden.“

Für Stoll hat die geringe Zahl an Gegnerinnen und Trainingspartnerinnen aber nicht nur Nachteile, denn so kann Stoll schon jetzt wertvolle Erfahrung im Ausland sammeln.

„Mein Manager muss meistens lange suchen, um Gegnerinnen zu finden. Deutschland ist da bald durch und dann müssen wir ein bisschen größere Kreise ziehen, was ich aber nicht schlecht finde. So sehe ich auch einiges und ich freue mich, wenn wir auch weiter weggehen. Es ist ein bisschen schwer, nur hier zu kämpfen.“

Optimistisch blickt Stoll auch in die eigene Zukunft, die Namen großer internationaler Veranstalter will sie jedoch noch nicht aussprechen.

„Ich warte alles ab und gebe mein Bestes im Training. Es kommt, wie es kommen soll. Ich will was dafür tun, um mir das zu verdienen, auch wenn wir Frauen es vielleicht ein bisschen einfacher haben als die Männer, will ich mir das ganze verdient haben.“

Das Interview mit Nicole Stoll findet ihr hier:

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