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Nick Hein: „Ich weiß, dass Hamburg neue Maßstäbe setzen wird!“

Nick Hein (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Es sollte einfach nicht sein. Wenige Tage vor dem angesetzten Kampf gegen Jon Tuck bei der UFC Fight Night in Rotterdam musste Nick Hein seinen Fans die Hiobsbotschaft überbringen, dass er aufgrund eines Bandscheibenvorfalls in der Halswirbelsäule nicht antreten könne. Nun gibt es jedoch bereits einen Silberstreif am Horizont: UFC Hamburg am 3. September. Hein, der dann wieder die deutschen Farben im Octagon vertreten will, macht jetzt bereits Stimmung für die Veranstaltung.

Ein bisschen wehmütig ist er in Rotterdam schon, Deutschlands Top-Leichtgewicht Nick Hein. Während sich die anderen Kämpfer der UFC Fight Night hinter den Kulissen auf ihren Einsatz im komplett ausverkauften und lautstarken Ahoy vorbereiten, bleiben Hein nur wenige Augenblicke im Scheinwerferlicht gegönnt, bei der offiziellen Ankündigung der UFC Fight Night in Hamburg. Für den 32-Jährigen ein kleiner, schöner Moment, lenkt er doch kurzzeitig von der Verletzung und den anstehenden Mühen ab und gibt Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in den Käfig.

„Ich bin eigentlich ganz froh, dass mich die UFC dafür eingespannt hat,“ so Hein. „Das ist doch geil, die UFC kommt nach Hamburg. Das hat mich dann schon wiederaufgerichtet. Es gibt für mich keine größere Motivation, mich mit der Physiotherapie und der schmerzhaften Behandlung auseinanderzusetzen.“

Und so lässt sich Hein am Wochenende in Rotterdam bereitwillig von der UFC einspannen. Gibt Interviews, beantwortet die Fragen der Fans in einem Live-Q&A über die Facebook-Seite der UFC oder lädt die Enttäuschten, die wegen ihm nach Rotterdam gefahren sind, zu einem Fan-Treffen ins Fighter-Hotel ein. Alles für die deutschen Fans, die ihm am Herzen liegen.

„Ich wollte mit der deutschen Fahne hier in Rotterdam einlaufen und auch für die deutschen Fans ein Zeichen setzen. Das jetzt in Hamburg tun zu können, das passiert irgendwie aus einem Grund. Alle guten Geschichten fangen mit einem kleinen Drama an. So als Comeback-Story in Hamburg anzutreten, ich würd’s mir wünschen.“

Wobei das Drama bei Hein mit „klein“ noch nett umschrieben ist. Das Leichtgewicht hatte nach der Ankunft aus Thailand am Flughafen bereits Probleme, seine Tasche richtig zu greifen. Eine spätere Untersuchung brachte den Bandscheibenvorfall zu Tage. Zwar hätte Hein laut eigener Aussage kämpfen können, dafür hätte es jedoch das von der USADA verbotene Mittel Cortison benötigt. Zudem wäre Hein das Risiko einer größeren Verletzung der Wirbelsäule eingegangen.

Die UFC fällte daher die für Hein harte, aber berechtigte Entscheidung, den „Sergeant“ wenige Tage vor dem Kampf in Rotterdam abzuziehen und durch Josh Emmett zu ersetzen.

„Ehrlich gesagt war mir das ziemlich unangenehm, ihm da über den Weg zu laufen und ich habe mich auch ein wenig geschämt. Denn es ist eigentlich so, der Kämpfer, der kurz vorher absagt, ist grundsätzlich das Arschloch. Egal was man da sagt, man kann eigentlich nur die falschen Worte finden und es war mir echt unangenehm, mich da erklären zu müssen.“

Für Hein heißt die nächste Aufgabe jetzt zuerst Physiotherapie, dann ärztliche Freigabe und dann Vorbereitung auf den nächsten UFC-Kampf. Hoffentlich am 3. September in Hamburg.

Das komplette Interview mit Nick Hein findet ihr auf unser Facebook-Seite oder hier:

Kartenvorverkauf für die UFC Fight Night Hamburg

Der allgemeine Kartenvorverkauf für die UFC Hamburg beginnt am Freitag, dem 27. Mai 2016. Wer sich auf der Website der UFC für den Ticket-Newsletter registriert, ihr auf Facebook folgt oder sich für die Facebook-Veranstaltung angemeldet hat, erhält voraussichtlich wieder einen Vorverkaufscode, der bereits ab dem 26. Mai gültig ist.