Interviews

Nandor Guelmino hat nichts zu verlieren

Nandor Guelmino (Foto: Phantom MMA)

Die deutschsprachige Kampfsportszene freute sich gemeinsam mit Nandor Guelmino, als gestern bekannt wurde, dass der 36 Jahre alte Österreicher von Strikeforce unter Vertrag genommen wurde (GnP berichtete). GroundandPound gegenüber äußerte sich Guelmino nun exklusiv zu seiner Verpflichtung.

GroundandPound: Hallo Nandor, herzlichen Glückwunsch zu dem Vertrag mit Strikeforce! Was bedeutet es Dir, als erster Österreicher bei Zuffa unter Vertrag zu stehen?
Nandor Guelmino: Ich bin sehr stolz darauf, dass ich von Strikeforce auserwählt wurde. Es ist wie ein Traum, denn vor einigen Jahren hätte nie jemand daran gedacht, dass man dieses Ziel auch von Österreich aus erreichen kann. Aber es ist alles möglich, wenn man 100% dahinter ist, und ich hoffe, dass ich unseren Nachwuchskämpfern dadurch mehr Hoffnung gegeben habe, weiter hart zu trainieren und ihr Ziel weiterhin zu verfolgen, um ihren Traum zu erfüllen.

Mit welcher Einstellung gehst Du in den Kampf gegen Josh Barnett?
Da ich der Underdog bin, lastet der Druck auf ihm. Ich habe nichts zu verlieren. Gewinne ich, wird es mein Leben drastisch verändern. Verliere ich, brauche ich mich vor nichts und niemandem zu genieren. Ich habe schon gewonnen, da ich diesen Traum erleben darf, bei der letzten Strikeforce-Veranstaltung gegen die Nr. 6 der Welt zu kämpfen. Um so etwas zu erleben, um sich mit den Top-10-Kämpfern messen zu dürfen, muss man sich in der UFC mit etlichen Siegen vorarbeiten. So eine Chance gibt es nur einmal im Leben und deshalb habe ich sie sofort ergriffen.

Die Veranstaltung am 12. Januar 2013 wird vermutlich die letzte von Strikeforce sein. Wie schätzt Du die Chancen ein, nach Deinem Kampf von der UFC übernommen zu werden?
Das ist der Kampf meines Lebens und ich werde alles dafür geben, um zu überzeugen. Ich werde so kämpfen, als ginge es um einen Lottogewinn, denn wenn man das sportlich sieht, ist es einer. Wenn ich eine gute Leistung bringe, glaube ich daran, dass mich die UFC übernimmt. Eine gute Leistung zu bringen, würde uns allen weiterhelfen, denn das würde das Interesse an den MMA-Kämpfern in unserem Land steigern!

Wirst Du Dich auf den Kampf wie bisher vorbereiten oder suchst Du Dir, wie andere Europäer bei Zuffa, im Ausland weitere Unterstützung?
Da ich einen festen Job habe und meine letzten Urlaubstage für die Strikeforce-Veranstaltung draufgehen, bleibt mir leider keine andere Möglichkeit mehr, im Ausland zu trainieren. Aber ich habe sehr gute Trainer hier, wie Fernando Paulon und Hans Senfter aus dem Iron Fist Gym als auch Herman Bendl und Dalibor Nikolic aus dem Jab Club. Sie begleiten mich seit Jahren und ich kann mich auf sie verlassen, da sie mir bis heute noch sehr viel beibringen können. Hauptsächlich werde ich mich mit Gerald Turek und Mario Ivkic vorbereiten. Mit Janosch Stefan aus Deutschland habe ich mir auch schon etwas ausgemacht. Diese Trainer und Trainingspartner werden mich gut vorbereiten und mich bei meinem Training unterstützen. Bis jetzt haben sie mir bei meinem Erfolg sehr viel geholfen und ich zähle weiterhin auf sie, egal wer kommt.

Vielen Dank, dass Du Dir kurz Zeit für uns genommen hast und viel Erfolg bei Strikeforce!
Danke!