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Mo Abdallah nach MMA-Herausforderung: Mir reicht es, Smolik sucht nur Ausreden

Mo Abdallah will schnell wieder in den Ring zurück (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Zwei Jahre sind ins Land gezogen, seit Mo Abdallah erstmals Michael Smolik herausforderte. Während der Münchner schon damals ein bekanntes Gesicht war, machte sich Abdallah zu diesem Zeitpunkt erst einen Namen in der Kampfsportszene. Inzwischen haben sich die Vorzeichen geändert: Seit dem vergangenen Jahr steht der 24-Jährige beim Weltmarktführer in Sachen Kickboxen unter Vertrag und durfte sich im Glory-Ring schon mit einigen der besten Kämpfern der Welt messen. Obwohl Abdallah inzwischen genug von der Rivalität hat und sich sportlich auf einem anderen Niveau sieht, erklärte er im Interview mit GNP1 TV, dass er den Kampf für die Fans bestreiten wolle.

Nachdem sich Michael Smolik und Mo Abdallah in den letzten Monaten zahlreiche verbale Duelle geliefert hatten, kam es im Käfig von GMC endlich zum Aufeinandertreffen der beiden Kickbox-Schwergewichte. Die Konfrontation lief wie von vielen erwartet ohne den Austausch von Nettigkeiten ab, eine Überraschung gab es jedoch: Statt eines K-1-Kampfes forderte Smolik seinen Rivalen erneut zu einem Gefecht im MMA heraus. Einen Reim konnte sich Abdallah daraus nicht machen, wie er gegenüber GNP1 TV erklärte:

„Er hat einen Clown gefrühstückt und meinte, er will ins MMA wechseln“, so der 24-Jährige. „Ich weiß nicht, was da los ist bei ihm. Er hat mich im Käfig herausgefordert. Ich weiß nicht, warum man nicht zuerst den K-1-Kampf machen kann und sich dann über alles weitere unterhält, aber es wird meinem Erachten nach durchgehend nach Ausreden gesucht, um nicht gegen mich zu kämpfen. Schuster, bleib bei deinem Leisten. Was soll ich dazu noch sagen? Es ist einfach nur noch lächerlich geworden.“

Während der Kampf mit Michael Smolik vor zwei Jahren noch eine sportliche Herausforderung gewesen wäre, will Abdallah inzwischen nur noch den Fans ein Spektakel bieten: „Für mich geht es nicht mehr darum, mich sportlich zu verbessern. Da suche ich mir meine Herausforderungen bei der Glory. Gegen die Besten der Welt zu kämpfen, dazu gehört der Michael Smolik für mich nicht, so leid es mir auch tut. Im Endeffekt sind er und sein Management an dem Ganzen Schuld. Ich würde den Kampf machen, auch wenn er mir sportlich überhaupt nichts bringt. Ich mache das für die Fans sehr gerne, aber da muss man sich auch einig werden und nicht sagen, ich solle elf Tage nach meinem Glory-Kampf mit ihm in den Ring steigen. Es gibt genug Termine, die für Beide möglich sind.“

Statt sich zurückzulehnen und auf einen Kampf mit Michael Smolik zu warten, ist Abdallah aktiv und traf im Dezember auf das Top-Schwergewicht Guto Inocente, dem er geteilt nach Punkten unterlag. Schon am 9. März sollte er dann in Straßburg auf Daniel Skvor treffen, eine Verletzung bremste ihn jedoch aus.

Wann Mo Abdallah wieder im Ring steht und wie es mit ihm weitergeht, seht ihr in unserem Interview: