Interviews

Maximaler Ehrgeiz

Max „Maximus“ Birkner im Interview vor Kampf gegen Valdet Gashi. (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Der ungeschlagene Hallenser Jungspund Max Birkner hat den bislang härtesten Fight seiner Karriere hinter sich. Ein WKU-Weltmeisterschaftskampf gegen Emmanuel Lique Canaveral im März endete nur in einem Unentschieden. Nun will Birkner wieder einen Sieg einfahren. Bei der la familia Fightnight trifft er am 11. Mai in der Volksbank Arena Halle auf den erfahrenen Veteranen Valdet Gashi.

Groundandpound.de: Max, es sind nur noch wenige Wochen bis zur IV. la familia Fightnight. Wie bist du mental drauf, wie läuft das Training?
Es läuft gut. Alles nach Plan. Über meinen Kampf mache ich mir bisher noch keine Gedanken. Einfach gut trainieren und dann muss man sich auch keine Sorgen machen.

Erst vor wenigen Wochen hast du in Frankfurt einen WM-Kampf bestritten. Es hat nur zu einem Unentschieden gereicht. Nimmst du dieses Gefühl mit in den nächsten Kampf?
Meinen letzten Kampf lasse ich hinter mir. Es ist ein neuer Gegner. Anders wäre es, wenn ich erneut gegen Emmanuel kämpfen würde, doch so ist es wieder ein ganz neues, knackiges drei Mal dreiminütiges Kapitel.

Einige fanden das Urteil ungerechtfertigt, andere wiederum korrekt. Wie hast du den Kampf gesehen?
Ein Rückkampf würde diese Antwort ohne unnötige worte liefern. Hinterher ist es leicht, Spekulationen anzustellen. Ich bin zu voreingenommen, als dass ich das richtig beurteilen könnte. Auf Youtube ist der Kampf zu sehen, schaut´s euch an und bildet euch eine Meinung darüber. Aber seltsamerweise ist eine Runde rausgeschnitten worden...

In 13 Kämpfen war dies das erste Mal, dass du nicht mit einem Sieg nach Hause gefahren bist. Wie war diese Erfahrung für dich?
ich habe mich gut verkauft und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ein Unentschieden ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Das stört natürlich. Und es bleibt im Hinterkopf, als ein noch nicht beendetes Kapitel.

Dieses Mal geht es ausnahmsweise mal nicht um einen Gürtel. Nimmt das ein wenig den Druck, allein schon wegen der kürzeren Kampfdistanz?
Ich möchte immer zeigen, was ich kann. Es ist kein Druck, sondern ein Wunsch zu gewinnen. Ich opfere viel Zeit für mein Hobby, da würde ich es selber dumm finden, wenn ich ohne Ehrgeiz kämpfen würde. Dann müsste ich mich in der Vorbereitung nicht so quälen. Es ist kein Druck, den ich mir mache, sondern mein Ehrgeiz, der mich in den Ring drückt und mir alles abverlangt (lächelt). Ob es um einen Titel geht oder nicht, macht nur bei der Kampfdistanz einen Unterschied.

Dein Gegner ist Valdet Gashi, ein unglaublich erfahrener Mann, um den es zuletzt jedoch ein wenig ruhig geworden ist. Wie schätzt du ihn ein?
Es ist schon fast die Regel, dass ich gegen erfahrenere Gegner kämpfe. Das macht es nicht leichter, doch auf einen leichten Kampf wollte ich mich auch nicht einstellen. Seine vielen Kämpfe zeigen sein Können. Ihn richtig einzuschätzen ist schwer. Ich freue mich einfach auf den Kampf.

Was für einen Kampfverlauf erwartest du?
Er wird bestimmt sehr abgeklärt sein und sich durch nichts beeindrucken lassen. Für mich heißt es gegenhalten. Es mögen nur drei Runden á drei Minuten sein, doch ich erwarte einen harten und kompromisslosen Kampf. Und in drei Minuten kann viel passieren.

Egal ob Sieg oder Niederlage, wie soll es im Rest des Jahres noch mit dir weitergehen?
Diese Jahr ist noch lang. Ich werde mich Mitte und Ende dieses Jahres auf meine berufliche Karriere konzentrieren. Den Sport werde ich nicht ruhen lassen können. Lasst euch einfach überraschen (grinst).

Hast du abschließend noch etwas, dass du deinem Gegner mit auf den Weg geben möchtest?
Valdet, ich freue mich auf den Kampf mit dir. Lassen wir es krachen!

Die IV. la familia Fightnight wird am 11. Mai in der Hallenser Volksbank Arena stattfinden. Mehr Informationen zum Event gibt es unter www.la-familia-fightclub.de.