Interviews

Maurice Weber: Was kommt nach der Ära Klitschko, Sturm oder Abraham?

Gewährte GNP1.de einen privaten Einblick in sein Leben: Maurice Weber. (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Maurice Weber (21-2-1, 8 K.o.), mit bürgerlichem Namen Muhammed Lassoued, gehört zu den besten Super-Weltergewichtlern Deutschlands. Ein mehrfacher Handbruch im WM-Kampf gegen Jack Culcay, setzte den 34-Jährigen für mehrere Monate außer Gefecht. Eine Rückkehr ist für 2016 geplant. Wir trafen Weber, der bei der Sturm Box-Promotion unter Vertrag steht, zu einem ausführlichen Interview.

Im ersten Teil unseres zweiteiligen Interviews, gewährte uns der deutsche Profiboxer tunesischer Abstammung einen privaten Einblick in seine Kindheit und Jugend. Der leidenschaftliche Fußballer ging in die gleiche Schulklasse wie Felix Sturm. Mit 12 entdeckte er seine Liebe zum Boxen. Webers erster Kampf endete in einer Niederlage. Dadurch motiviert konnte er knapp 30 Duelle in Folge gewinnen. Ein einzigartiger Rückblick in die inspirierende Lebensgeschichte eines Profiboxers, nicht nur für Boxfans.

Neben den Anfängen seiner Karriere, erzählte er uns über seine Vorbilder, die Freundschaft zu Felix Sturm, seine Zeit bei Bayer Leverkusen und Universum sowie seine Handverletzung 2008, die seine Karriere für Jahre stilllegte.

Zudem ging der charismatische Boxer, der vor wenigen Monaten Vater wurde, auf einen wichtigen Punkt in seiner Karriere ein: Die Förderung als Jugendlicher. „Es war sehr hilfreich“, so Weber im Gespräch. „Förderung ist unwahrscheinlich wichtig für junge Menschen. Equipment ist definitiv nicht günstig für Schüler. Es war in meiner Zeit sehr sehr wichtig, das bisschen Geld, das wir bekommen haben. […] Damit konntest du dir die Busfahrkarte kaufen mit der du zum Training fährst, mal eine Trainingstasche, Bandagen…[…] Ein Appell an die Zuständigen, dass man da nicht den Bremshebel ziehen soll, sondern dass man Talente fördert. Ich möchte nicht wissen, wie viele Talente scheitern, aufgrund von (fehlender) Förderung. Das ist wirklich sehr schade. Da kommt wenig nach. Ich kann dir keine Handvoll Talente aufzählen, die nachkommen und in Kürze die Boxherrschaft übernehmen. Ich hoffe, dass es irgendwann kein Loch gibt, wenn irgendwann die Ära Klitschko, Sturm, Abraham so langsam nachlässt. Wichtig ist, dass man den Amateurbereich in jeglicher Form unterstützt und fördert. “

Das Interview ist hier zu sehen: