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Maurice Adorf nach Sieg bei GMC 17: „Ich wollte es mehr“

Maurice Adorf im Interview nach GMC 17 (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Es liegt ein erfolgreiches Wochenende hinter Maurice Adorf. Der Kämpfer vom Fight Club Gelsenkirchen feierte bei GMC 17 nicht nur sein professionelles MMA-Debüt, sondern konnte auch gleich den ersten Sieg einfahren. Gegen Harun Güler zeigte er in allen Aspekten der gemischten Kampfkünste vielversprechende Ansätze und wurde nach drei harten Runden mit einem einstimmigen Punktsieg für seine Leistung belohnt. Danach sprach der 23-Jährige mit GNP1 TV über sein Training, den Kampfverlauf und seine Zukunft.

Im Anschluss an seinen Sieg über Harun Güler sprach Maurice Adorf über seinen Weg zu GMC 17, der nicht immer einfach war. „Ich habe vor zwei Jahren mit dem MMA-Sport angefangen“, so der 23-Jährige. „Alles lief gut. Nach einem Jahr dann die erste Schulter-Operation, auf der rechten Seite. Sechs Monate später die zweite Schulter-Operation, im Februar diesen Jahres, auf der linken Seite. Vor drei Monaten habe ich wieder mit dem Training angefangen, meine Jungs unterstützt, bei ihrer Vorbereitung auf GMC 16 in Köln.“

„Dann habe ich mich selber auf mein Amateur-Debüt bei GMC OlimpX vorbereitet, erfolgreich bestritten, erste Runde gewonnen“, führte der "kleine deutsche Conor McGregor", wie Adorf von den Kommentatoren in Bezug auf seine Optik genannt wurde, weiter aus. „Vor zwei Wochen habe ich noch einen K-1-Kampf gemacht, heute ist mein dritter Kampf innerhalb von vier Wochen. Es war ein harter, harter Kampf. Wir wussten, er kommt aus dem Boxen. Man hat auch gesehen, er hat schöne Hände. Aber ich wusste, ich kann was wegstecken. Der Kampf war ein Krieg. Erste Runde abgegeben, hundertprozentig. In der zweiten Runde habe ich den Takedown geholt und mit Ellenbögen einen Cut geöffnet. Ich hatte mehr Luft in der dritten Runde, ich war ruhiger, ich wollte es mehr.“

Auch sein Trainer Deniz Haciabdurrahmanoglu zeigte sich zufrieden mit der Leistung seines Schützlings, sieht jedoch noch Optimierungspotenzial: „Das war hervorragend. Harun ist ein gestandener Mann, ein richtig guter Boxer. Bei Maurice hat man heute gesehen, dass er noch ein bisschen anfällig für harte Hände ist. Er kämpft normalerweise viel lockerer, er war jetzt ein bisschen unter Strom, weil wir wussten, dass sein Gegner sehr harte Hände hat. Er ist am Boden eigentlich auch noch ein bisschen fertiger, da ist er in der zweiten und dritten Runde etwas auf Sicherheit gefahren, hat nicht mehr gemacht als nötig. Aber wir haben hier einen Rohdiamanten, den werden wir hier bei GMC noch ganz oft sehen. Er hat noch eine große Zukunft vor sich.“

Wie es mit Maurice Adorf weiter geht, seht ihr in unserem Interview: