Interviews

Maurice Adorf: MMA in Deutschland braucht ein Gesicht, ich kann das sein!

Maurice Adorf (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Drei Kämpfe, drei Siege und jede Menge Gesprächsstoff. Die kurze Karriere von Maurice Adorf hat bereits hohe Wellen in der deutschen Szene geschlagen. So auch nach seinem geteilten Punktsieg am Samstag bei GMC 20 gegen Martin Uhlich. Für Adorf war es eine klare Sache, sagte er im Anschluss bei GNP1TV im Interview.

„Also ich habe nicht alle drei Runden klar gewonnen, aber ich denke, ich habe den Kampf klar gewonnen“, sagte Adorf im Interview bei GNP1TV. „Wenn man auf Treffer und Schaden schaut, er hat einen Cut, er hat Nasenbluten, ein paar Beulen. Drei Niederschläge in der zweiten Runde, die kann man auch mal 10 zu 8 oder 7 werten. Er hatte gute Low Kicks, aber ich habe öfter seinen Kopf gewonnen. 3-0!“

Am Ende stand ein geteilter Punktentscheid gegen Martin Uhlich, der vom Publikum nicht durchweg akzeptiert wurde. Zwischen den Jubel seiner Fans mischten sich auch zahlreiche Buh-Rufe, die lieber den Wittenberger Uhlich als Sieger gesehen hätten. Für Adorf jedoch kein Problem, er steht darüber, schließlich muss er sich schon länger mit Anfeindungen aus den sozialen Netzwerken herumschlagen, die jeden seiner Schritte kritisieren.

„Neunzig Prozent der Leute, die gebuht haben, waren die, die vorher auch schon gehated haben nach meinem letzten Kampf“, so Adorf weiter. „Dazu natürlich auch noch seine Fans. Aber ich glaube, ein neutraler Fan, der uns beide nicht kennt und den Kampf am Ende werten müsste, wäre mit dem Ergebnis zufrieden und würde auf jeden Fall nicht buhen. An die, die rumstänkern: weiter geht’s, drei zu null, ihr könnt nichts machen, ihr müsst das akzeptieren.“

Und akzeptieren müssen sie, dass es Maurice Adorf nun innerhalb eines Jahres zum dritten Erfolg als MMA-Profi geeilt ist. Der junge Kämpfer aus Gelsenkirchen hat dabei große Ziele, die nicht nur seine eigene Karriere betreffen, sondern will das MMA in Deutschland vorantreiben.

„Ich will den Sport nach oben bringen, das MMA in Deutschland ganz oben mitmischen kann, so wie in England, Polen oder Russland. MMA in Deutschland braucht ein deutsches Gesicht, ich glaube, ich passe da super rein. Ich habe noch eine lange, lange Entwicklung zu gehen, viel zu lernen, aber ich werde nach ganz oben kommen.“

Der nächste Schritt soll dabei noch in diesem Jahr folgen, sagte Adorf: „Wir schlafen nicht im Fight Club Gelsenkirchen, es geht nächste Woche direkt wieder weiter, soweit ich kicken und laufen kann mit meinem Bein. Es gibt dieses Jahr noch drei GMC-Veranstaltungen, eine davon nehmen wir auf jeden Fall noch mit. Seid gespannt!“

Das komplette Interview mit Maurice Adorf findet ihr hier: