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Interviews

Massimo de Lorenzo: „Ich habe noch viel vor“

Massimo de Lorenzo hat noch viel vor. (Foto: Justin Locher)

Am 4. Februar sicherte sich der Göppinger Massimo de Lorenzo in einem harten Duell seinen zweiten WM-Titel. So richtig auf der Rechnung hatte man den Schwaben bisher nicht, was wohl auch daran liegen mag, dass er nicht die gleiche Zahl der bestrittenen Kämpfe auf dem Buckel hat wie manch anderer. Dennoch, der Erfolg gibt ihm Recht und die nächsten Ziele hat de Lorenzo privat wie auch sportlich bereits ins Auge gefasst.

GNP1.de: Massimo, am 4. Februar hast du dir bei der Fight Night in Nürtingen deinen zweiten EM-Titel geholt. Mit ein paar Wochen Abstand, hast du mittlerweile schon realisiert was du da geleistet hast?

Massimo de Lorenzo: Mittlerweile schon. Ich habe eine Menge positives Feedback bekommen und das freut mich natürlich. Ich habe leider wie viele andere nicht die ideale Voraussetzung dafür, Vollzeitsportler zu sein. Das heißt, mein eigenes Training läuft neben meinem Vollzeitjob und den Trainingskursen in meinem Studio. Trotzdem, so weit gekommen zu sein, macht mich wirklich stolz.

Dein Gegner David Subjak hatte dir über die vollen fünf Runden alles abverlangt. Wie hast du den Kampf in Erinnerung?
Es waren fünf harte Runden gegen Subjak und auch meine ersten fünf Runden über die volle Distanz. Ich denke, wir haben einen guten Kampf geliefert bei dem bis zum Schluss Spannung drin war. An dieser Stelle auch ein dickes Dankeschön an Veranstalter Ertekin Arslan, der mir die Möglichkeit gegeben hat auf seiner Veranstaltung um diesen Titel zu kämpfen.

Direkt nach dem Kampf hast du noch im Ring deiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht. Wann werden die Glocken läuten?
Wir wollen schon im Mai diesen Jahres heiraten, denn im August werden wir Eltern.

Was wäre gewesen, wenn du den Kampf nicht gewonnen hättest?
Also um ehrlich zu sein - wahrscheinlich hätte ich den Heiratsantrag in einem anderen Rahmen gemacht.

de Lorenzo mit dem Heiratsantrag. (Foto: Hüseyin Yüce)

Obwohl du aktuell zwei EM-Titel (WKU & ISKA) hältst, hatte man dich bisher nicht so richtig auf der Rechnung. Konntest du deshalb befreiter auftreten, weil der Druck nicht so hoch war?
Nein ganz im Gegenteil. Als Titelträger von einem der größten Verbände wie der ISKA haben die Leute schon gewisse Erwartungen an dich. Ich will ja dem Titel auch weiterhin gerecht werden, hat auch etwas mit Wertschätzung zu tun.  Ich habe große Ansprüche an mich selbst und bin wahrscheinlich mein größter Kritiker. Ich gebe immer mehr als 100%, sodass ich mich von Kampf zu Kampf steigere. Beim Kampf gegen Subjak hatte ich zusätzlich den Heiratsantrag im Kopf, mein Trainer Serdar Karaca war nicht da, da er derzeit in China ist, das Alles hat mich zusätzlich enorm unter Druck gesetzt.

Am 1. April steht für dich schon der nächste Kampf in Reutlingen an. Wie laufen die Vorbereitungen?
In letzter Zeit haben sich einige Dinge wirklich zum Positiven geändert. Team Maximus ist gewachsen. Unterstützung erhalte ich nun zusätzlich von Personal Trainer Veli Perihan, Inhaber vom GYM Uhingen, und Physiotherapeut Volker Nufer von der Körper Manufaktur in Albstadt. Phönix Budosport versorgt mich mit jeglichem Trainingsequipment. Jeder der kämpft weiß, wie aufwendig die Vorbereitungszeit ist und auch finanziell einiges von einem abverlangt. Deshalb freu ich mich umso mehr über meinen neuen Hauptsponsor, Pizzeria Kälberer Uhingen und PINO Eventgastronomie. Zusätzlich werde ich von Edeka Bernhart Burladingen, Restaurat Akropolis Albstadt und dem Fightclub Fitness Fighter Schwäbisch Gmünd unterstützt.
Durch die zusätzliche Unterstützung kann ich noch mehr aus mir rausholen.

Dein Gegner wird Juri de Sousa aus Mannheim sein. Kennst du ihn und wie schätzt du ihn ein?
Er hat eine starke Bilanz, ist jung und will wie ich den Kampf gewinnen. Der Kampf am 1. April bei der YOYA Fightnight "Night of Honour" in Reutlingen hat auf jeden Fall Potential zum Kampf des Abends zu werden.

Was denkst du auf welchen Kampf du dich wirst einstellen müssen?
Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Jeder Kampf ist auf seine Art einzigartig. Ich stelle mich auf alles ein und werde bereit sein.

Claudio, Massimo und Gianpiero de Lorenzo. (Foto: Massimo de Lorenzo)

In deiner Ecke stehen immer deine Brüder Gianpiero und Claudio. Wie wichtig ist es für dich, das sie immer mit dabei sind?
Sehr wichtig! Gianpiero und Claudio in meiner Ecke zu haben ist etwas ganz Besonderes. Wir sind immer  füreinander da und das die beiden mir in einem so wichtigen Moment zur Seite stehen, macht mich unglaublich stark. Ich weiß nicht inwieweit andere Kämpfer das von ihrer Ecke behaupten können. Meinen Erfolg hab ich auf jeden Fall auch meinen Brüdern zu verdanken. Wir sind ein Familienbetrieb (lacht).

Abgesehen von deinem Kampf am 1. April, was und wo dürfen wir Massimo de Lorenzo in 2017 noch erwarten?
Am 13. Mai geht es nach Erfurt. Dort werde ich bei "Welcome to the East 2" kämpfen. Hier schon mal vorab ein Dankeschön an Marek und Daniel vom La Familia Fightclub in Erfurt  für die Einladung. Ein Absolutes Highlight in diesem Jahr wird der K1 Superfight bei Enfusion am 7. Oktober in der MHP Arena Ludwigsburg. Bei meiner Enfusion-Premiere werde ich gegen den erfahrenen Adis Dadovic aus Köln kämpfen. Auch hier bedanke ich mich bei Dimitros Kasapidis für die Möglichkeit. Weiteres ist noch nicht spruchreif, aber ich habe auf jeden Fall noch viel vor.

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