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Martin Zawada Exklusiv-Interview

Martin Zawada

Am 4. Juli wird der Düsseldorfer Martin "King Kong" Zawada im Rahmen des Backstreetfights 4-Länderkampfs auf den Niederländer Jason Jones treffen. Eine Woche vor dem Duell äußert sich der zuletzt nur mäßig erfolgreiche, aber national weiterhin dominierende Halbschwergewichtler über seinen Gegner und die große Aufgabe am 4. Juli.

GroundandPound: Hallo Martin, vielen Dank, dass Du Dir Zeit für das Interview nimmst. Wie läuft die Vorbereitung auf den Kampf gegen Jason Jones?

Martin Zawada: Hallo erstmal an das GnP-Team und an alle Leser. Meine Vorbereitung für den Kampf läuft sehr gut. Ich bin schon die ganze Zeit im Training. Ich habe nach meinem letzten Kampf lediglich zwei Tage pausiert und konnte mich die ganze Zeit vorbereiten.

Wo und mit wem hast Du die Vorbereitung absolviert?

Ich trainiere die ganze Zeit mit meinem Team, dem German Best Team, unter meinem Trainer Kemal Sivil. Es sind einige neue Jungs darunter wie z. B mein Bruder David, der sehr talentiert ist, und ein paar von der alten Garde, die alle zusammen trainieren. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Jungs bedanken, die mir bei meiner Vorbereitung für diesen Kampf wie auch für den letzten Kampf geholfen haben. Ansonsten mache ich viel Konditions- und Krafttraining, um körperlich auf ein sehr hohes Level zu kommen.

Golden Glory-Kämpfer Jason Jones (Foto via Backstreetfights)

Was weißt Du von Deinem Gegner und wie wirst Du den Kampf angehen? Hast Du Jones-spezifische Schwerpunkte im Training gesetzt?

Ich habe seinen Kampf gegen Ninja (Murilo Rua, Anm. d. Red.) gesehen. Er ist ein guter Kämpfer und ich freue mich über diese Herausforderung. Ich versuche immer meine Stärken und Schwächen trainingsmäßig zu verbessern, damit ich mit jeder Kampfsituation klar komme. Ich werde auf jeden Fall versuchen, den Kampf vorzeitig zu beenden.

Wie verläuft der Kampf am 4. Juli, wenn für Dich alles nach Plan läuft?

Wenn alles nach Plan läuft, werde ich vorzeitig siegen.

Wie denkst Du über den Länderkampf der alten Rivalen Niederlande und Deutschland? Wird es Dich beeinflussen oder lässt Dich das nach Deiner Stippvisite mit Kemal Sivil in den Niederlanden kalt?

Für mich zählt nur der Gegner. Dass es ein Holländer ist, finde ich auch gut, da ich schon gegen einige gekämpft habe und ein paar umstrittene Entscheidungen gefallen sind. Ich will mich gegen ihn beweisen und vielen Leuten zeigen, auch den Leuten aus Holland, dass mit mir immer wieder zu rechnen ist.

Martin Zawada ist bereit für die Schlacht. (Foto via Backstreetfights)

In Deutschland wirst Du als der beste Halbschwergewichtler angesehen. Wie bewertest Du die Verhältnisse im nationalen Kräftemessen?

Ich finde es gut, dass es in Deutschland gute Kämpfer gibt, aber diese sollten einfach mehr im Ausland kämpfen und sich dort beweisen, auf internationaler Ebene. Nur so können wir zeigen, dass MMA in Deutschland gut ist und wir auch gegen gute Kämpfer aus dem Ausland bestehen können.

Dein Kampf bei BSF 4 ist Dein erster in Deutschland seit über drei Jahren. Willst Du neben dem Sieg auch ein Statement an Deine Kritiker schicken, die Dich nach nur drei Siegen aus den letzten elf Kämpfen fast schon abgeschrieben hatten?

Es freut mich in erster Linie wieder, in Deutschland zu kämpfen. Das ist eine zusätzliche Motivation, da auch viele Leute zugucken kommen, die aus meinem privaten Umfeld sind. Deshalb werde ich mein Bestes geben. Wenn man gewinnt, ist man in aller Munde, und wenn du nicht erfolgreich bist, schreiben dich viele ab. Das ist eben so im Leben. Aber daraus mache ich mir nichts. Wichtig sind für mich meine Familie und Freunde, die an mich glauben und mir die Kraft geben, immer weiter zu machen.

Die UFC soll Ende des Jahres wieder nach Deutschland zurückkommen. Wie bewertest Du die Leistungen von Dennis Siver und Peter Sobotta dort bislang?

Ich finde, dass die Jungs ihr Bestes geben. Vor allem freut es mich, dass Dennis den letzten Kampf gewonnen hat. Ich wünsche ihnen auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg in der UFC.

Nachdem der Kroate Stipe Bekavac letztes Jahr all Deine UFC-Hoffnungen mit einem Tritt zum Körper zunichte machte: Wie denkst Du aktuell über Deine Chancen, den Olymp des MMA-Sports doch noch zu erreichen?

Ich bin gerade 26 Jahre alt und habe schon viel Erfahrung im MMA-Sport gesammelt - positiv wie auch negativ. Ich werde weiterhin mein Bestes geben, versuchen mich zu verbessern, und mit ein wenig Glück werde ich irgendwann meine Chance bekommen - früher oder später.

Martin, wir danken Dir für das Interview und wünschen Dir alles Gute für den Kampf.

Danke. Ich will mich ganz herzlich bei meiner Familie bedanken, die immer zu mir hält. An mein Team und vor allem an meinen Trainer, der schon seit Jahren zu mir hält und sein Bestes gibt. Danke auch an meine Freunde und an alle Leute, die zu mir halten und an mich glauben. Ich werde versuchen, euch nicht zu enttäuschen. Danke auch an das GnP-Team, ihr macht einen guten Job.