Interviews

Martin Hoppe sucht Herausforderung in Thailand

Martin Hoppe will in Thailand siegen.

Martin Hoppe steht nach 12 Jahren Muay Thai wieder dort, wo für ihn alles begann. Der 33-Jährige bestritt seine ersten drei Kämpfe in Thailand. Am 28. November wird er im Mutterland des Thaiboxens wieder in den Ring steigen. Wir sprachen mit dem erfahrenen Athleten, der sich im Legacy Gym in Ubon vorbereitet.

„Dort ist es noch sehr authentisch und nicht vom Tourismus überlaufen, also der ideale Ort um sich voll und ganz auf das Training im Muay Thai oder MMA zu konzentrieren“, erzählte uns der Bremer, der deutschen Kampfsportfans aus Auftritten bei der European Muaythai League, WMC oder S1 bekannt ist. Seinen nächsten Kampf wird er im Airport Stadium von Ubon bestreiten, gegen einen heimischen Kämpfer.

„Es ist immer sehr schwer als Ausländer in Thailand zu gewinnen und genau das spornt einen an, noch mehr zu geben. Mein Highlight war, als ich 2008 beim Kings Cup im Vorprogramm kämpfen durfte, wenn auch ohne Erfolg. 2010 war dann mein erster MMA-Kampf in Shanghai, den ich vorzeitig gewann. 2013 ging es beim Kings Birthday zu Sache und 2014 kämpfte ich in Phnom Phen. Dort ist es für ausländische Athleten unmöglich, nach Punkten zu gewinnen (lacht).“

Ubon Ratchathani ist die „Königliche Stadt der Lotosblüte“ und liegt im nordöstlichen Teil Thailands. Die Trainingsstätte wurde 2006 von MMA-Kämpfer und Kickboxer Ole Laursen gegründet. Hoppe gab uns einen tiefen Einblick in den Trainingsplan.

„Um für die Sportler ein kontinuierliches und effizientes Training zu gewährleisten, gibt es einen 'Stundenplan', der schon früh morgens um 07:30 Uhr beginnt. Zum Warmwerden gibt es einen ca. 8 Kilometer langen Lauf um den naheliegenden See. Gefolgt von Pratzen-, Sandsack-, Techniktraining oder zur Abwechslung Kraft- und Konditionstraining. Beendet wird das morgendliche Training gegen 09:30 Uhr. Das Nachmittagstraining beginnt diesmal nur mit einem kurzen Lauf zum Aufwärmen und Seilspringen. Das Anschlussprogramm wird abwechselnd mit Thai Sparring (2x die Woche), Box Sparring (1x die Woche) und anschließendem Clinchen oder Pratzentraining gestaltet. Begonnen wird das Training um 15:30 Uhr und endet ca. 18:00 Uhr.“

Offenbar erfreut sich das Land des Muay Thai auch am MMA, das sich auch in Südostasien weiter ausbreitet. „Die MMA-Fans kommen hier auch nicht zu kurz. Dreimal die Woche gibt Billy Petersson, ein erfahrener BJJ-Braungurt, sein Können und seine Erfahrungen weiter. Auf diese Weise hat sich gerade im MMA-Sport das Legacy Gym sehr etabliert, so dass sich nicht nur regelmäßig Muay Thai-Wettkämpfer von überall her, sondern auch Liebhaber des MMA-Sports hier niederlassen und trainieren, um für das Legacy Gym auf großen Events in Asien zu kämpfen. Wer Lust am Muay Thai, Boxen und MMA hat, kann hier sicher noch etwas dazulernen.“

Für Hoppe selbst ist es eine Ehre im Königreich Thailand zu kämpfen und zu trainieren. Seit seinem Muay Thai-Debüt fühlt er sich mit dem Land verbunden.

„Ich finde in Thailand kann man Muay Thai von seiner unverfälschten und ursprünglichen Art kennenlernen. Hier möchte ich noch mehr lernen was das Muay Thai angeht, meine Skills verbessern und immer wieder freue ich mich über neue Techniken. Ich kann euch nur raten einen Flug hierhin zu buchen und euch davon selbst zu überzeugen!“