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KSW-Boss Lewandowski: Wir planen ohne Mamed Khalidov.

War das der Abschiedskampf von Mamed Khalidov bei KSW? (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Am vergangenen Samstag fand in Lodz KSW 42 statt. Fans in der Atlas Arena oder an den heimischen Bildschirmen wurden dabei Zeuge einer Sensation, denn zum ersten Mal überhaupt verlor Mamed Khalidov einen Kampf bei KSW. KSW-Mitbesitzer Martin Lewandowski stellte sich nach der Veranstaltung den Fragen von GNP1TV.

Martin Lewandowski über den Kampf zwischen Tomasz Narkun und Mamed Khalidov:

„Der Main Event war wirklich der Main Event des Abends. Die Emotionen, das Publikum, der Jubel. Natürlich war Mamed am Anfang der beliebtere Kämpfer, aber am Ende haben die Fans auch Tomasz zugejubelt. Das ist großartig. Die Fans lernen, nicht nur die Favoriten zu schätzen, sondern auch die Underdogs oder auch Kämpfer, die kein Polnisch sprechen. Das ist das, was ich auch in Japan erlebt habe, dass die Fans die Helden und Kämpfer schätzen, egal, wo sie herkommen. So sollte es sein.“

Über die Zukunft von Mamed Khalidov:

„Wir haben derzeit keinen Vertrag mit Mamed Khalidov. Wir warten auf seine Entscheidung. Daher haben wir keine Kämpfe für ihn angesetzt und das Jahr ohne ihn geplant. Natürlich wird immer ein Platz für ihn frei sein, wenn er sich entschieden hat. Wir setzen ihn nicht unter Druck, sondern warten darauf, dass er uns über seine Zukunft informiert. Ob er bei uns bleibt, ob er woanders kämpft, ob er überhaupt noch einmal kämpft. Alles ist möglich.“

Über die Leistungen der drei deutschen Kämpfer Hatef Moeil, Martin Zawada und Christopher Henze:

„Der Schwergewichtskampf verlief nicht so, wie ich es wollte, aber es war sehr kurzfristig. Es ist also nicht komplett überraschend, dass ein Kämpfer in dieser Situation nicht perfekt vorbereitet ist. Zawada hat einen tollen Kampf gewonnen. Leider hat sich „Juras“ dabei verletzt. Der Kampf [mit Christopher Henze, Anm. d. Red.] war auch gut. […] Das Leben geht weiter. Ich möchte mir nicht nur wegen einem Kampf ein Urteil über einen Kämpfer bilden. Man braucht zwei, oder drei Kämpfe, um einen Kämpfer wirklich bewerten zu können. Abwarten, es gibt sicherlich eine zweite Chance. “

Ob die deutschen Kämpfer im Programm von KSW 42 wieder eingeladen werden:

„Es gibt keinen Grund, deutsche Kämpfer nicht weiter einzuladen. Manche, wie Zawada, haben die Geschichte von KSW mitgeschrieben, andere haben uns einen Gefallen getan. Das sind alles Dinge, die wir berücksichtigen werden.“

Über die Marke KSW:

„Ich glaube, dass wir in Europa die größte Organisation sind. Wir machen weltweit die beste Show. Im Mai haben wir den zweitgrößten Event der MMA-Geschichte abgehalten. Wir hatten 58.000 Zuschauer im Stadion in Warschau. Es geht uns also ganz gut. Wir stehen auf dem polnischen Markt sehr stark da, verfügen auch über viel Anerkennung außerhalb Polens. Unsere Zahlen steigen immer weiter. Wir waren in Irland, werden wieder nach England und Irland gehen und wahrscheinlich in der Wembley Arena in London veranstalten und wer weiß, bald vielleicht auch in Deutschland.“

Das komplette englische Interview könnt ihr euch hier anschauen: