Interviews

Kraniotakes vs. Poberezhets Teil 1

Dimitry Poberezhets (Foto: Anton Linder/ProFC)

Wie wir bereits berichteten, wird die britische MMA-Organisation Cage Warriors am 23. Februar ihren 46. Event in der Ukraine abhalten. Hierbei wird es zum Aufeinandertreffen zwischen German Top Five-Kämpfer Andreas „Big Daddy“ Kraniotakes (12-5) und dem 26 Jahre alten Ukrainer Dimitry Poberezhets (10-4) kommen.

GroundandPound sprach mit den beiden charismatischen Kämpfern über das bevorstehende Duell. In unserer zweiteiligen Interviewreihe findet ihr nun im ersten Teil das vollständige Gespräch mit Dimitry Poberezhets:

GroundandPound: Dimitry, du wirst bei Cage Warriors 46 auf Andreas Kraniotakes treffen. Wie schätzt du „Big Daddy“ als Gegner ein?
Dimitry Poberezhets: Andreas ist definitiv ein starker und intelligenter Athlet. Er verfügt über viel Erfahrung und ist alles andere als ein eindimensionaler Kämpfer. Ein großer, charismatischer Gegner. Kurz gesagt: Big Daddy!

Wie sind denn bislang deine Trainingsvorbereitungen für diesen Kampf verlaufen?
Gut! Ich habe mich auf nichts spezielles bzw. außergewöhnliches vorbereitet. Natürlich diente das Training dazu, meine Kondition weiter auszubauen.

Konntest du denn einige Schwächen von Andreas in seinem letzten Kampf gegen Tim Sylvia analysieren?
Also mit einem Kämpfer wie Tim Sylvia in den Ring zu steigen, ist weiß Gott keine leichte Aufgabe und ich denke, dass Andreas nur von dem Kampf profitieren kann. Es war mit Sicherheit eine sehr große und auch wichtige Erfahrung für ihn. Es gibt immer Schwächen, die man bei jedem Kämpfer ausmachen kann, aber dies ist die Aufgabe meiner Trainer, der sie auch nachkommen und dementsprechend einen Plan zusammenstellen werden. Im Schwergewicht kann jeder kleine Fehler bitter bestraft werden und deshalb braucht man auch immer etwas Glück in einem Kampf. Ich persönlich fand Andreas nicht gerade schlechter als Tim. Tim hatte lediglich das Glück auf seiner Seite, was ihm letzten Endes den Sieg gebracht hat. Ich kann nicht sagen, dass Andreas an diesem Abend wesentlich schwächer war als Tim.

Dimitry Poberezhets vs. Alexei Kudin (Foto: Anton Linder/ProFC)Es wird dein Debüt für Cage Warriors sein und dies auch noch vor heimischer Kulisse. Verspürst du diesbezüglich einen besonderen Druck?
Ich werde natürlich mein Bestes geben, um den Zuschauern einen spektakulären und spannenden Kampf liefern zu können. Einen gewissen Druck wird ein Kämpfer immer verspüren, unabhängig davon wie erfahren er ist. Also, um die Frage kurz und knapp zu beantworten: Ja, es ist natürlich ein großer Druck vor seinen heimischen Fans zu kämpfen.

Erzähle uns doch bitte etwas über die MMA-Szene in der Ukraine.
Der MMA-Sport wächst in der Ukraine stetig, aber nur in kleinen Schritten. Wir verfügen über gute und talentierte Kämpfer, die von unserem Management Combat Sambo Promotion (CSP) sehr gut unterstützt werden. Es ist unter anderem Elkhan Veliev, dem europäischen Präsident des Combat Sambo und CSP-Manager, zu verdanken, dass  der MMA-Sport hier in der Ukraine immer populärer wird und stetig wächst. Natürlich darf man an dieser Stelle die MMA-Organisation ProFC nicht vergessen, die hier in der Ukraine immer wieder hervorragende Events auf die Beine stellt.

In deinem letzten Kampf gegen Alexei Kudin, musstest du dich in der dritten Runde geschlagen geben. Was hast du aus dieser Niederlage mitgenommen?
Ich bin sozusagen ausgespielt worden. Der Kampf war auf zwei Runden angesetzt und ich war mir auch ziemlich sicher, beide Runden gewonnen zu haben. Am Ende der zweiten Runde teilten uns jedoch die Punktrichter mit, dass wir angeblich noch eine extra Runde, also eine dritte Runde kämpften müssen, um einen eindeutigen Sieger ermitteln zu können. Nun, ich hatte mich total ausgepowert und absolut keine Kraft mehr. Ich war mir so sicher, dass ich den Kampf bereits gewonnen hatte und musste sehr geschwächt in die dritte Runde gehen.

Solltest du gegen “Big Daddy” gewinnen, was wäre für dich der nächste Schritt?
Unabhängig vom Ausgang des Kampfes werde ich auf jeden Fall sehr viel Zeit mit meinem Sohn, meinen Freunden und meiner Frau verbringen. Natürlich werde ich auch weiterhin fleißig trainieren.

Dimitry, vielen Dank, dass du dir zeit für dieses Interview genommen hast. Hast du zum Abschluss noch etwas auf dem Herzen, dass du den Lesern oder vielleicht auch Andreas wissen lassen möchtest?
Ich freue mich darauf, Andreas kennen zu lernen. Ich hoffe, wir können den Zuschauern einen tollen Kampf zeigen.