Interviews

Koray Akbiyik über seinen ersten Filmeinsatz

Koray Akbiyik vor der Sat.1-Linse. (Foto via Sat.1)

Koray Akbiyik ist der Gebietsleiter der Firma „Olimp Sportnutrition“, die aktiv an der Entwicklung der deutschen MMA Szene beteiligt ist. Er selbst war immer bestrebt, sich für Kämpfer und deren Entwicklung einzusetzen, und eine Brücke zwischen Veranstaltern und Sponsoren zu schaffen. Wenn es um Fragen der Körpertransformation geht, in Bezug auf Training und Ernährung, zeigen seine  zahlreichen Projekte, dass Akbiyik seinen Namen bereits etabliert hat. Nach seiner Tätigkeit als Manager von Sebastian Risch, hat sich der 39-jährige Bremer in den letzten Jahren neuen Aufgaben gewidmet und dadurch insbesondere bei Olimp eine besondere Rolle als „Vermarktungsstratege“ eingenommen. Jetzt ist der Ernährungsspezialist demnächst auf Sat.1 zu sehen, im Pilotfilm der Serie „Im Namen der Gerechtigkeit“.

Groundandpound.de: Koray, nachdem du Dich als Manager von Sebastian Risch zurückgezogen hast und ihm überwiegend nur noch als Supplement-Experte zur Seite stehst, sieht man deine Person immer mehr als aktiven Sportler und Model. Wie kommt es zu dieser Wandlung?
Koray Akbiyik: Ich wollte mich mehr dem Kerngeschäft der Firma „Olimp Sportnutrition“ und der Marke „Live and Fight“ widmen. Unter anderem war es das  Ziel meiner Aufgaben, meine eigene Wandlung voranzutreiben, um so zu erkennen, wo die eigenen Ressourcen im Alter von 39 Jahren beginnen oder enden. Ich ging daran, aktiv ein  Ernährungsmodell und eine Trainingsstrategie zu entwickeln, welches  ich an mir selbst  testete. Ich denke die Ergebnisse sprechen für sich. Mit einer klaren Zielsetzung und insbesondere Disziplin, erreicht der Mensch seine Ziele, die er anstrebt. Zusätzlich habe ich mehrere Seminare zum Thema „Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln in der Anti-Aging Medizin“ gegeben.

Auf deiner Facebook-Seite kann man deiner Wandlung folgen und verstärkt Bilder als aktives Fitness-Model sehen. Wie kombinierst du das mit deiner Arbeit?
Ich spreche viel über Nahrungsergänzung und verkörpere sie mit der richtigen Zusammensetzung aus Sport, Ernährung und Einstellung meiner Person, selbst zu verschiedenen Sportarten wie Crossfit und MMA. Auf meiner Seite finde ich immer mehr Anhänger, und freue mich ganz besonders  über die Erfolge der Menschen, die dies auch umsetzen.

Wir haben vor ein paar Tagen die Nachricht erhalten, dass du jetzt auch als Schauspieler aktiv bist - in einem Film über einen Boxer. Kannst du uns näheres darüber erzählen?
Das ist richtig (lacht). Es war einfach ein Zufall, oder  ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Eine Kollegin, die als Moderatorin arbeitet, rief mich an, weil sie dringend einen Darsteller für eine Nebenrolle suchte und  hoffte, dass ich ihr evtl. jemand nahelegen könnte . Es gestaltete sich dann jedoch schwieriger als vermutet den passenden Darsteller für die Rolle als Fitnesstrainers zu finden.  Einige Tage später kam, wie aus der Pistole geschossen der Vorschlag, dass ich die Rolle spielen könnte. Am Anfang wiegelte ich etwas ab, da mich momentan die Arbeit bei Olimp sehr einspannt.

Nach kurzer Überlegung nahm ich an einem Casting teil. Ich musste zwei Szenen spielen, welche mich wirklich auf die Probe stellten.  Der Produzent sagte  mir, dass er mich in 30 Minuten anruft und mir dann mitteilt, ob ich die Rolle bekommen würde. Nun, nach 30 Minuten klingelte das Telefon, jedoch nicht mit der Ansage dass ich die Rolle als Nebendarsteller hätte, stattdessen vielmehr die Hauptrolle, in der ich einen Boxer spielen sollte, da der Hauptdarsteller kurzfristig ausgefallen sei.  In dem Moment war ich zugleich von dem Angebot überrascht, aber auch total euphorisiert. Die Story und das Drehbuch haben mir gefallen und so sagte ich zu.

Koray Akbiyik posiert nebenher als Model. (Foto: Pervin Inan-Serttas/Fotosevensport.com)

Hast du eigentlich schon mal vor der Kamera gestanden?
Ja, nach meiner Teilnahme am „Perfekten Dinner“ auf VOX im Jahre 2009 (dank meines Berufes als Personaltrainer und Nahrungsergänzungsexperte), nahm ich an mehreren kleinen Projekten als Moderator teil.

Kannst du uns kurz inhaltlich etwas zu der Serie sagen und was du dort für eine Rolle spielst?
Die Charakterrolle von Ronny ist eine Art „Rohdiamant“. Er ist temperamentvoll, fair, verständnisvoll, idealistisch, treu, loyal und ein leidenschaftlicher Boxer und Trainer.

Die Story ist wie folgt: Ronny hat sich mit Hilfe des Boxen, aus einfachsten Verhältnissen hochgearbeitet und ist stolzer Besitzer eines Boxclubs. Er hat ein großes  Herz für Jugendliche mit problematischem Hintergrund und setzt sich engagiert für sie ein. Die Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe ist für ihn die Erfüllung eines Lebenstraums. Als Ronny kurz davor steht alles zu verlieren, weil ihn zwei seiner minderjährigen, weiblichen Zöglinge beschuldigen, sie sexuell missbraucht zu haben, reagiert Ronny verzweifelt, hilflos und ärgerlich.

Die Rolle war bestimmt eine Herausforderung für dich. Welche Eindrücke hattest du von den Dreharbeiten und dem Team?
Total Positive! Die Dreharbeiten haben im „IMPACT“ in München stattgefunden. An dieser Stelle nochmal Danke Slave! Das Team von Constantin Entertainment, sowie Pio Porciello, haben mich sehr stark unterstützt vor allem beim Text lernen. Als ich die Zusage bekam, musste ich für meine  Rolle, innerhalb von 3 Tagen 70 Seiten Text lernen. Bis zu dreimal am Tag hat der Realisator mit mir, die emotionale Charakteristik und Textwiedergabe geübt.

Uns blieb daher wenig Zeit. Hinzu kam auch, dass jede Szene bis zu viermal wiederholt werden musste, um die verschiedenen Kameraperspektiven einzufangen. Bei den Dreharbeiten habe ich mich einmal unglücklich verletzt. In der Szene, in der die Tür zugeschlagen wird, wo ich leider nicht meine Hand rechtzeitig wieder rausbekommen habe. Klemmt euch nie die Finger zwischen einer Tür, sag ich euch! Das Ergebnis werdet ihr ja am Montag, dem 7.Oktober 2013, um 15.00 Uhr auf Sat1 in dem Streifen „Im Namen der Gerechtigkeit“ mit der Folge: „Auf die 1“ sehen.

Was für ein Fazit kannst du jetzt, nach deinem Seriendebüt geben?
Aus meiner Sicht hat es natürlich auch etwas für meine Person gebracht. Im Nachhinein kann ich sagen, dass alles was ich in meinem Leben gelernt und auch gemacht habe, aus  beruflicher Sicht einen Sinn ergeben hat. Ich habe nie darauf hingearbeitet, sondern versucht anhand von Botschaften des Sports, Menschen zu erreichen, die noch nicht dem MMA oder Fitness-Wahn verfallen sind.  Aber das wichtigste war auch die Story, in Verbindung mit der Aufgabe des Kampfsportes, nach vorne zu treiben und nicht Menschen aus diesem Bereich zu werten - im negativen Sinne. Zwar spiele ich einen Boxer, aber im Streifen gibt es eine Szene, in denen ich von der Polizei verhaftet werde und in dieser ich ein T-Shirt trage mit der Aufschrift: „MMA IS NOT A CRIME“.

Eine Herzenssache von Akbiyik: Olimp. (Foto: Pervin Inan-Serttas/Fotosevensport.com)

Ich bin mir sicher, dass Eltern, die ihre Kinder zum Kampfsport schicken, immer eine Art Unruhe in sich tragen, und die Geschichte soll auch zeigen, dass man auch nicht immer richtig mit seinen Vermutungen liegt. Meine Tochter Asena trainiert seit 7 Jahren Wing Tsun, und ist das beste Beispiel dafür, dass es auch positiv verlaufen kann. Man stellt sich auch immer selber die Frage als Vater:  Was wäre wenn meiner Tochter so etwas passieren würde? Zum Ende wendet sich also alles natürlich zum Guten. Aber dies ist mein persönlicher Beitrag, um unsren Sport weiterhin nach vorne zu treiben und ich bin mir sicher, dass wir das auch bald mit dem Einzug der UFC in Deutschland ein Stück weit näher kommen werden.

Wir dürfen also gespannt sein auf die Serie, die heute Nachmittag auf Sat1 ausgestrahlt wird. Wie sind deine weiteren Pläne für die Zukunft?
Mein Hauptgeschäft bleibt und ist Olimp. Ich bin im Moment sehr stark engagiert bei der Umsetzung der Pharmalinie, die mit Erfolg in Deutschland gestartet ist. Das heißt für mich jegliche Energie und Disziplin dafür einzusetzen und das bis zum Knockout.

Vielen Dank für deine Einblicke.
Vielen Dank für das Interview. Ich bedanke mich bei allen Freunden und Bekannten, speziell Mustafa und Patrizia die mich in der letzten Zeit begleitet haben. Speziell auch bei Sebastian der viel zurückstecken musste. Danke mein Freund! Vielen Dank auch bei meinem Vorgesetzten Bernd Czabaun, der mir ebenfalls Support gegeben hat.