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Khalidov nach Materla-K.o.: „Habe Freundschaft abgestellt“

Mamed Khalidov (r.) und Michal Materla nach ihrem Kampf bei KSW 33 (Foto: Dorian Szücs)

Es war der vielleicht größte Kampf in Europas MMA-Geschichte, das KSW-Titelduell im zwischen Mamed Khalidov und Michal Materla. Zwei der besten europäischen 84-Kilo-Kämpfer, zwei Freunde - ein Gürtel. Am Ende benötigte Khalidov nur gut 30 Sekunden, um Materla mit einem Treffer zu Boden zu schicken und mit Ground and Pound zu stoppen. GNP1-TV hat anschließend mit ihm gesprochen.

„Das hätte ich natürlich nicht erwartet“, meinte Kahlidov zum Blitz-Sieg. „Aber ich habe mich auf viele Dinge vorbereitet und eines davon war dieser Schlag, der glücklicherweise auch gut getroffen hat. So konnte ich den Kampf schnell beenden.“

Schon lange wurde über einen Kampf zwischen Khalidov und Materla diskutiert. Khalidov gilt seit Jahren als bestes Mittelgewicht Europas, Materla wiederum hielt seit Jahren den Titel. Zum Duell kam es nie. Grund: Die Freundschaft beider Kämpfer. Die hat Khalidov nun zumindest 30 Sekunden lang vergessen, wie er erklärt.

„Ich habe wie ein Roboter für diesen Kampf trainiert und absolut nicht an unsere Freundschaft gedacht“, so Khalidov. „Dennoch war es nicht leicht, gegen Michal zu kämpfen. Wir haben versprochen, dass wir alles geben, uns nicht zurückhalten. Es ist mir gelungen, im Kampf einen Schalter umzulegen und die Freundschaft abzustellen. Trotzdem war ich anschließend nicht glücklich über das, was passiert ist. Und das hat man, denke ich, auch gesehen.“

Als nächster Herausforderer wartet nun theoretisch der Düsseldorfer Aziz Karaoglu, der am selben Abend bei KSW 33 UFC-Veteran Maiquel Falcao besiegen konnte - ebenfalls durch Blitz-T.K.o. nach wenigen Sekunden. Äußern wollte sich Khalidov dazu nicht.

Zu vielem Kämpfern im KSW-Zirkus pflegt der Champion ein eher freundschaftliches Verhältnis, wenn auch kein so inniges wie mit Materla. Auch zu Karaoglu. Das dürfte künftige Kämpf nicht einfacher machen. „Ich werde einfach versuchen, nicht mehr so viele Freunde zu haben“, lacht Khalidov. Wann er seinen Titel verteidigen wird, ist bislang nicht bekannt.

Das gesamte Interview mit Mamed Khalidov gibt es hier zu sehen.