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Kaitlin Young: „Es fühlt sich großartig an, zurück zu sein!“

Kaitlin Young (Foto: Esther Lin/Invicta FC)

Sie hat Miesha Tate ausgeknockt, gegen Gina Carano, Leslie Smith und Liz Carmouche gekämpft. Kaitlin Young ist eine begnadete Thaiboxerin, die sich sieben Jahre lang im MMA ausprobiert hat und jetzt zum puren Standkampf zurückgekehrt ist. Am 3. Dezember wird sie bei der 20. Mix Fight Gala auf Johanna Kruse treffen. Wir haben uns vor dem großen Abend in Frankfurt mit ihr unterhalten.

GNP1: Dein Hintergrund ist olympisches Taekwondo sowie Muay Thai. Warum hast du mit dem MMA angefangen – und warum kehrst du jetzt zurück zu deinen Wurzeln?
Kaitlin Young: Ich bin ursprünglich nur zum MMA gekommen, weil es schwer war, Thaiboxkämpfe im Mittleren Westen zu finden und meine Trainer der Ansicht waren, dass ich bereit sei, ins Profi-Geschäft einzusteigen. Ich habe das auf deren Rat hin getan. Außerdem gab es zu der Zeit eine Menge mehr Möglichkeiten im MMA.

Ich habe mich dann dazu entschieden, zum Muay Thai und Kickboxen zurückzukehren, weil es mich glücklicher macht und gut zu meinem Temperament passt. Und es gibt jetzt weitaus mehr Möglichkeiten als noch vor zehn Jahren. Seit dem Wechsel vom MMA zum Kickboxen letztes Jahr, habe ich sechs Kämpfe bestritten. Aktuell kämpfe ich für das WAKO-Team der USA unter K-1-Reglement. Das ist eine tolle Erfahrung gewesen und man hat mir dort mehrere Möglichkeiten gegeben, diesen Weg weiter zu gehen.

Warum hast du dich dazu entschieden, dem MMA-Sport den Rücken zu kehren?
Einfach gesagt: Ich habe es nicht mehr genossen. Neben meiner Niederlagenserie konnte ich mich nicht mehr so sehr für das MMA-Training begeistern. Ich habe hart gearbeitet, aber ich hatte nicht so viel Spaß dabei wie beim Thai- und Kickboxtraining. Ich hatte ein paar gute MMA-Kämpfe, aber meine Kick- und Thaiboxkämpfe haben sich absolut großartig angefühlt.

Deine letzten MMA-Kämpfe liefen nicht so, wie du erwartet hattest. Was war anders als in den Kämpfen davor?
Nein, das sind sie tatsächlich nicht. Ich denke, es war eine Kombination aus falschem Training und zu vielen Dingen außerhalb des Sports, die ich mir aufgebürdet habe. Ich habe hart trainiert, aber möglicherweise war ich nicht in die richtige Richtung fokussiert. Ich war mental nicht am richtigen Ort, und das hat sich in meinen Leistungen niedergeschlagen. Ich habe während meiner Zeit als Kampfsportler eine Menge gelernt. Manchmal denken wir, wir seien fokussiert, obwohl wir uns tatsächlich einfach auf zu viele verschiedene Dinge auf einmal festlegen.

Mittlerweile ist mein Fokus nicht mehr so weit verteilt. Ich habe mein Leben neu geordnet und ein Stück kürzer getreten. Ich habe realisiert, dass wir nur ein kurzes Zeitfenster haben, in dem wir an der Spitze mithalten können. In jedem Sport, aber besonders in diesem. Mein Leben außerhalb des Kämpfens wird noch lange nach dem Ende dieses Zeitfensters verfügbar sein. Mein Leben ist dadurch weniger komfortabel geworden, aber ich stehe mir nicht länger selbst im Weg. Bis auf weiteres ist der Wettkampf meine oberste Priorität im Leben, und ich glaube, dass das einer der Hauptgründe ist, warum ich aus vier aufeinanderfolgenden Niederlagen im MMA eine Siegesserie von fünf gewonnenen Kämpfen am Stück im Kickboxen machen konnte.

Werden wir dich irgendwann eventuell trotzdem zurück im MMA sehen?
Das ist nicht der Plan, aber ich werde niemals nie sagen.

Deine Kämpfe gegen Leslie Smith waren richtige Schlachten - evlt. reizt dich das für ein MMA-Comeback? Würdest du ein drittes Mal gegen sie antreten wollen?
Ja, natürlich..

Wie hat sich das Frauen-MMA in den letzten zehn Jahren weiterentwickelt? Du warst von Anfang an mit dabei, welche Hindernisse sind noch immer da, deiner Ansicht nach?
Frauen-MMA ist so stark gewachsen über die letzten zehn Jahre. Als ich meinen ersten MMA-Kampf hatte, 2007, durften Frauen in vielen Ligen noch lediglich Drei-Minuten-Runden absolvieren, nicht die sonst üblichen Fünf-Minuten-Runden. Viele in der Szene haben geglaubt, dass Frauen nicht vermarktet werden könnten, oder dass sie überhaupt echtes Können hätten. Heute ist MMA eine der wenigen Sportarten, in denen die Bezahlung von Frauen mit der der Männer verglichen werden kann.

Eines der größten Hindernisse ist noch immer, dass es wenige Gewichtsklassen für Sportlerinnen gibt. Deswegen sehen wir häufig, dass sie in Gewichtsklassen antreten, die nicht ideal für sie sind, oder wir sehen sie überhaupt nicht. Das ist nicht nur im MMA so, sondern in vielen Kampfsportarten. Es gibt häufig Gewichtsbegrenzungen. Wenn eine Frau das Bantam- oder Federgewicht nicht erreichen kann, kann sie nicht auf dem höchsten Level antreten. Die Männer haben nicht nur mehr Gewichtsklassen, sie haben so gut wie immer auch eine Schwergewichtsklasse, die nicht nach oben begrenzt ist. Man könnte jetzt sagen, dass es nicht genug Frauen für diese Gewichtsklassen gibt, aber dieses Argument wurde auch gegen das Frauen-MMA als solches ins Feld geführt. Und schau es dir jetzt an…

Du bist jetzt Co-Matchmaker bei Invicta FC. Wie ist das, mit den Kämpferinnen von dieser Seite aus zu interagieren und für interessante Kämpfe zuständig zu sein?
Der Kontakt mit den Athletinnen ist der beste Teil des Jobs. Es gibt nichts besseres, als jemandem zu helfen, seine Träume zu erfüllen.

Worin liegen in Sachen Popularität und Möglichkeiten für Frauen die Unterschiede zwischen K-1, Muay Thai, Boxen und MMA, deiner Meinung nach?
Ich glaube, Kickboxen und Muay Thai sind in Europa und Asien sehr viel populärer, aber ich glaube, es gibt auch genug Platz für diese Sportarten in den Staaten. Zum Glück hat der Bekanntheitsgrad weiblicher MMA-Kämpfer wirklich die Tür dafür aufgestoßen. Jetzt ist es an uns als Kämpferinnen anderer Disziplinen, darauf aufzubauen und zu helfen, unsere jeweiligen Sportarten zu etablieren.

Wie war es, nach Monaten bzw. Jahren außerhalb der Wettkampfschiene zurückzukehren? Wie war deine mentale Einstellung?
Es fühlt sich großartig an, zurück zu sein. Meine Pause war nicht beabsichtigt, es sind einfach eine Reihe Kämpfe ausgefallen. Im vergangenen Jahr so oft in den Ring steigen zu können fühlt sich wie ein wahrwerdender Traum an. Einige grundlegende Dinge in meinem Leben haben sich geändert, als ich nicht gekämpft habe. Ich habe angefangen mit einem Coach zu arbeiten, der mich nicht nur technisch und körperlich weitergebracht hat, sondern mir auch mental geholfen hat. Vor meinem Comeback-Kampf war ich ein wenig nervöser als sonst. Aber es fühlt sich super an, jetzt wieder mittendrin zu sein.

Kaitlin Young (r.) gegen Leslie Smith (Foto: Esther Lin/Invicta FC)

Dir gefällt der Standkampf sehr, man sieht also, warum du wieder zum Kickboxen gewechselt hast. Du hast auch schon in Thailand gekämpft und jetzt kommst du nach Deutschland. Was sind deine Erwartungen?
Ich freue mich auf Deutschland. Ich denke, die Punktrichter werden anders werten, weil es K1- und keine Thaiboxregeln sind, aber ein Kampf ist ein Kampf. Die europäischen Fans scheinen Kickboxen wirklich wertzuschätzen und ich freue mich auf die Energie in der Arena.

Was sind die Unterschiede zwischen Thailand und den Staaten, was die Einstellung zum Training und zum Kämpfen angeht?
Vereinfacht gesagt hat Thailand eine Kämpfer-Kultur. Amerika nicht. Wut auf einen Gegner zu haben, nur weil er dein Gegner ist, ist mir immer dumm und erzwungen vorgekommen. Aus welchem Grund auch immer scheinen einige Leute in den Staaten das Kämpfen zu einer emotionalen Angelegenheit machen zu wollen. In Thailand sieht man viel weniger von diesem Poser-Mist. Aggression gibt es da schon, aber ohne diese Art von Emotion, und das sorgt für einen spürbaren Unterschied. Es ist drüben auch einfacher, häufig zu kämpfen, weshalb selbst der Durchschnitt dort jede Menge Erfahrung hat. Man schaut sich dort viel mehr an, wie jemand kämpft, wie derjenige sich entwickelt etc. und nicht nur auf die Bilanz, wie man das in den USA sieht. Ich glaube, die lange Pause zwischen den Kämpfen, Politik und fehlende Möglichkeiten zum Kämpfen machen uns da den Garaus. So viele Amerikaner versuchen die Rahmenbedingungen zu perfektionieren, bevor sie kämpfen wollen. In Thailand scheint die Betonung viel stärker auf der Erfahrung zu liegen – Lernen im Ring.

Der Trainingsumfang ist meist auch viel größer in Thailand und für viele Kämpfer dort ist es ihre primäre Einnahmequelle. Das ist in den Staaten so nicht der Fall, dort arbeiten viele Kämpfer und leben nicht im oder nah am Gym. Drüben ist es gleichzeitig entspannter und intensiver. Es gibt weniger Trainingsverletzungen, aber das liegt hauptsächlich daran, dass fast jeder im Gym unglaublich erfahren ist und so häufig kämpft. Man beweist sich im Ring, nicht so sehr im Gym. Man sieht ähnliches Training auch in den Staaten, aber es gibt hier eben weniger von diesen Kämpfern.

Kommen wir zurück zu deinem anstehenden Duell. Wie siehst du das Matchup gegen Johanna Kruse. Was bringt sie mit in den Kampf, was hältst du von ihr?
Ich mag die Ansetzung gegen Johanna. Sie ist groß und erfahren. Sie wird selbstbewusst in den Kampf gehen, nachdem sie bei der ISKA einen großen Sieg holen konnte. Ich hoffe auf die beste Version von ihr am 3. Dezember.

Beeinflusst es dich, dass sie die Zuschauer auf ihrer Seite haben wird oder ist jeder Kampf gleich für dich, egal in welchem Land du antrittst?
Ich mag das tatsächlich lieber so. Aber ja, ein Kampf ist ein Kampf. Ich werde die gleichen Dinge tun, die ich auch anderswo tun würde. Ich will den Zuschauern einen unterhaltsamen Kampf liefern.

Was ist den Ziel bei der Mix Fight Gala? Gib uns deine Vorhersage. Planst du eine Rückkehr nach Deutschland, falls du gewinnst? Immerhin ist es ja den erster Besuch. Wirst du Zeit haben, dir Frankfurt ein wenig anzuschauen?
Das Ziel ist es immer, mein Potential abzurufen. Wenn ich das tue, wird das Ergebnis von allein kommen. Ich wähle immer gerne eine Sache aus, die ich in jedem Kampf tun will, und das wird hier nicht anders sein. Ich würde Deutschland sehr gerne wieder besuchen. Ich hoffe, dass wir ein bisschen Zeit haben werden, uns Frankfurt anzuschauen, aber ich kenne unseren Zeitplan noch nicht. Ich habe wunderbare Dinge über diese Gegend gehört.

Eine letzte Frage: Was ist deine Meinung zum Gewichtmachen? Oft riskieren Sportler dabei ihre Gesundheit – ist das für Frauen eine noch schwierigere Angelegenheit?
Ich habe gemischte Gefühle zum Gewichtmachen. Es wäre am besten, wenn niemand es tun würde. Aber weil so viele es tun, würde ein Kämpfer meist einen Nachteil hinnehmen, wenn er in seiner natürlichen Gewichtsklasse antreten würde. Ich weiß nicht, was man tun könnte, um das einzudämmen. Ich denke, dass eine Waage am Kampftag noch gefährlicher wäre, weil einige sich trotzdem noch dehydrieren würde. Gewicht spielt vermutlich in Sportarten eine größere Rolle, die Ringen beinhalten, dort sieht man für gewöhnlich auch die extremsten Gewichts-Cuts. 

Wie wir schon besprochen haben, es gibt weniger Möglichkeiten für Frauen, deshalb sind sie manchmal gezwungen, viel Gewicht zu machen oder diese Chancen zu verspielen. Frauen sind kleiner und haben einen anderen Hormonhaushalt, das kann die ganze Sache ein wenig anders gestalten als für Männer. Es ist trotzdem die Verantwortung der Kämpferin, vor der Unterschrift auf einem Vertrag festzustellen, wie viel Gewicht sie realistisch verlieren können.

Das Interview führte Elias Stefanescu / Transkribiert von Florian Sädler

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The Original-Interview in English:

She has knocked out Miesha Tate and fought the likes of Leslie Smith, Gina Carano and Liz Carmouche. Kaitlin Young is a Thai boxer at heart who tried her hand in MMA for seven years. Now, she has returned to the art of fists and shins and is set to face Johanna Kruse at Mix Fight Gala 20 on December 3rd. We caught up with her before her big night at Frankfurt’s Fraport Arena.

Your background is Olympic-style Taekwondo and Muay Thai. Why did you get into MMA – and why are you back to your roots now?
I got into MMA originally because I was having a hard time finding Muay Thai fights in the Midwest and my coaches thought I was ready to start fighting professionally. I did MMA off of their suggestion, and there was a lot more opportunity at the time.

I decided to return to Muay Thai and Kickboxing because it makes me happier and fits my temperament. Additionally, there are many more opportunities now than there were 10 years ago. Since making the switch, I've had six fights in the last year. I am currently fighting for WAKO Team USA under K1 rules, which has been a great experience. They have given me several opportunities to continue down this path.

Kaitlin Young (Foto: Esther Lin/EliteXC)

Why did you choose to leave the sport of MMA?
In the simplest terms, I didn't really enjoy it anymore. Aside from having a string of losses, I wasn't all that motivated to do a lot of the MMA-style training. I worked hard, but didn't enjoy it the same way I do striking. I had some good MMA fights, but my kickboxing and Muay Thai fights have felt great.

Your last MMA fights did not go the way you expected. What was the difference to the fights before?
They did not! I think it was a combination of training incorrectly and allowing myself to have too many other responsibilities. I trained hard, but perhaps it wasn't focused in the correct way. I wasn't in the right place mentally, and it showed in my performance. I have learned a lot in my time in Martial Arts. Sometimes we feel focused when in reality we are striving for too many different things at once.

I have a singular focus now. I rearranged my life and took a step back. I realized that we only have a small window in our lives when we can compete well at the top level of any sport, but especially those as violent as pugilism. My career outside of fighting will be there long after that window closes. It has made my life less comfortable, but I am no longer getting in my own way. Competing is my top priority for the time being, and I think that is a big part of how I have come from a four-fight losing streak in MMA to a five-fight win streak in kickboxing.

Will you ever step into an MMA cage again?
I have no plans to do so, but I won't say never.

Your fight(s) against Leslie Smith were an absolute war. Would you be open to a third match?
Yes, of course.

How did women’s MMA evolve in the last 10 years? As you witnessed it from the beginning, what obstacles are still left in your opinion?
Women's MMA has grown so much in the past ten years. When I had my first MMA fight in 2007, many promotions were still making women fight three-minute rounds instead of the standard five-minute rounds. Many people didn't believe that women could be marketable, or that they had real skill. Now we see that MMA is one of the few sports where women's earnings can be comparable to men’s.

One of the biggest challenges left is the lack of weight class options for female athletes. Because of this, we are seeing many of them compete in a class that isn't ideal for them, or we don't get to see them at all. This is true, not just in MMA, but in several other combat sports. For females, there are often weight cutoffs. If she can't make 135, or 140, or 145, she doesn't get to compete at all at the higher levels. Men not only have more weight classes, but almost always have a heavyweight option - an unrestricted weight category. There is the argument that there wouldn't be enough women for those divisions, but that was the argument against women's MMA in the first place. Look at it now!

You joined Invicta Fighting Championships as Co-Matchmaker. How is it to interact with the athletes from that side and to be responsible for interesting matchups?
Interacting with the athletes is the best part of the job. There is nothing better than being a part of helping someone else pursue their dreams.

What is the difference between K1/Muay Thai/Boxing and MMA in regard of popularity and possibilities for female fighters in your opinion?
I think kickboxing and Muay Thai are much more popular in Europe and Asia, but I think there is room for them to be popular in the US. Luckily, the popularity of female MMA fighters has really opened the door. It is up to us as fighters in other disciplines to continue to build on that and help establish our respective sports.

Kaitlin Young (Foto: Esther Lin/Invicta FC)

How was it to come back after spending months, years even out of competition? How was your mental state?
It feels amazing to be back. My layoff was not intentional, but it was a series of fights falling through. Being able to compete so much over the last year feels like a dream come true. During my time off I had made some major life changes. I began working with a coach who not only improved my technical game and made me physically stronger, but I believe his approach has made me mentally stronger as well. I was a little more nervous my first fight back, but it feels great to be in a groove now.

You enjoy striking so much, it is pretty obvious why you switched back to standup fighting. You fought in Thailand before, now you’re coming to Germany. What are your expectations?
I am excited to experience Germany! I expect the scoring to be different, as this will be K1 rules rather than Muay Thai, but a fight is a fight. The European fans seem to really appreciate kickboxing, and I am looking forward to the energy in the arena.

What is the difference between Thailand and the US, in regards of training and fighting mentality?
Put simply, Thailand is a fighting culture. America is not. Anger at an opponent, simply for being an opponent, has always seemed silly and forced to me. For some reason people in the US often like to make fighting an emotional endeavor. In Thailand, I think you see far less of the posturing nonsense. Aggression is there, but the emotion seems to be lacking and that a noticeable difference.

It is much easier to fight often there, so even the average person has far more experience. There is a much heavier focus on how a person fights, how they are developing etc. rather than the heavy emphasis on wins and losses alone that you see in the US. I think the long time in between fights here, for political reasons or the fact that there is just less opportunity, is to our detriment. It causes so many Americans to try to make sure conditions are perfect before they are willing to fight. In Thailand, the emphasis seems to be more on experience - learning while in the ring.

The training load is typically much greater in Thailand, but for most fighters there it is their main source of income. That is not the case in the US. Many people are still working and do not live at or close to the gym. It is simultaneously more relaxed and more intense. There are less injuries in training, but that is primarily because nearly everyone in the gym is incredibly experienced and they fight so frequently. The space to prove themselves moves to the ring rather than the gym. You would see similar training with confident, experienced fighters in the US - there are just less of them here. 

Give us your impressions of how you match up with Johanna Kruse. What's your take on her and what she brings to the table?
I like the fight with Johanna. She's tall and experienced. She will be confident coming off of a big win with the ISKA. I am hoping for the best version of her on December 3rd.

Would it affect you if she had the audience on her side – or is every fight the same for you, no matter where you compete, as soon as the bell sounds?
I actually prefer it! But yes, a fight is a fight. What I am going in there to do is the same, no matter where we are. I am set on giving the audience a very exciting fight.

What is your goal for your fight at the Mix Fight Gala? Give us your prediction. And do you plan on coming back? This is your first time in Germany – will you have time to do a little sightseeing in Frankfurt?
The goal is always to fight to the best of my ability. When I do that, the outcome will take care of itself. I like to choose something to work on in each fight, and this one will be the same. I would love to visit Germany again. I am hoping we have some time to look around Frankfurt, but I am not sure what the schedule will be just yet. I have heard wonderful things.

One last question, as I am sure you have your difficulties yourself: What is your opinion on weight cutting in combat sports? Athletes try to make the most of whatever weight they are fighting, to be as big and strong as possible, and doing so often times puts their health at risk. Is this much more difficult for women?
I have a mixed opinion on cutting weight. It would be best if nobody did it. Because so many do, a fighter will be very small if they compete at their natural weight class a lot of the time. I am not sure what can be done to remedy this. I think same day weigh-ins would be more dangerous as some would still dehydrate anyway. The weight probably matters more in sports that involve wrestling, which is where we typically see the more extreme cuts.

As we discussed above, there are less options available to women so sometimes they are forced to cut large amounts or lose opportunities. Being smaller, with a different hormone profile, it can be a bit different for women. However, it is their responsibility to figure out what weight they can reasonably do prior to signing a contract.

Interview by Elias Stefanescu / Transcribed by Florian Sädler