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Jerry Otto: „Lucky Punch“ war Grund für K.o. bei MMA Gladiators

Am Sonntagabend stieg der Magdeburger "Bomber" Jerry Otto wieder einmal unter MMA-Regeln in den Käfig. Im Hauptprogramm von MMA Gladiators unterlag er dem kurzfristig eingesprungenen Polen Michal Reissinger durch T.K.o. in Runde eins - hat für das letzte Jahr seiner Wettkampfkarriere aber trotzdem noch einiges vor.

Der Kampf war bis dahin die wilde Schlacht, die jeder erwartet hatte. Die beiden Super-Schwergewichte feuerten aus allen Rohren, mit wenig Deckung und dafür viel Feuer in den Handschuhen. Nach einer Rechten ging Otto plötzlich zu Boden.

"Wir waren zwei Standkämpfer und da hat der Lucky Punch entschieden. Und er hatte den Lucky Punch", erklärte er wenige Minuten darauf im Interview mit Groundandpount-TV. "Er hatte das Glück auf seiner Seite und hat mich zuerst getroffen."

K.o. war Otto zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Dennoch wurde der Kampf abgebrochen, bevor Reissinger die Möglichkeit hatte, mit Folgetreffern am Boden den Sack endgültig zuzumachen. Für Otto kam der Abbruch jedoch zu früh.

"Ich habe das noch nie verstanden. Wenn man beim K-1 getroffen wird, wird man angezählt. Hier wird der Kampf gleich abgebrochen, ich weiß nicht warum", so Otto. "Wenn man getroffen wird und liegt am Boden, sollte man doch die Chance bekommen, wieder aufzustehen."

Für den 38-jährigen Magdeburger ist der Niederlage gegen Reissinger ein herber Rückschlag. Seine Bilanz im MMA lautet nun 2-5. Im Interview vor dem Kampf hatte Otto noch versichert, in diesem Jahr noch einmal die ganz großen Duelle angehen zu wollen, bevor er schließlich tatsächlich die Handschuhe an den Nagel hängt. An diesen Plänen hat sich offenbar trotz der K.o.-Niederlage nichts geändert.

"Wie jeder weiß, ist K-1 doch mehr oder weniger meine Domäne", so Otto. Er ist sich sicher: Ein K-1-Duell gegen Reissinger hätte er gewonnen. "Davon bin ich fest überzeugt. Das hier war Glück. [...] Ich werde in diesem Jahr auf jeden Fall noch weitermachen im K-1, gehe dem MMA deswegen aber nicht aus dem Weg."

Das komplette Interview: