Interviews

Fünf Fragen an Daniel Weichel vor Bellator 210

Daniel Weichel (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Deutschlands Bester Daniel Weichel steht in der Nacht zum Samstag wieder bei Bellator im Käfig. In Oklahoma trifft der zweifache Herausforderer auf den Federgewichtstitel nun zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder als Leichtgewicht im Käfig und stellt sich Goiti Yamauchi.

Der Weg auf der Leiter nach oben geht für Daniel Weichel wieder eine Sprosse tiefer los. Der Frankfurter hatte sich im Sommer zum zweiten Mal einen engen Kampf mit Federgewichts-Champion Patricio Freire geliefert und nur haarscharf nach Punkten verloren. In den anschließenden Monaten wurde es ruhig um Weichel, der aber stets auf einen weiteren Kampf bis Jahresende gehofft hatte.

Dieser Wunsch wurde ihm nun durch ein Duell im Leichtgewicht gegen Goiti Yamauchi kurzfristig noch erfüllt. Der Kampf läuft im Vorprogramm von Bellator 210. Die Vorkämpfe können über die Bellator-App live angesehen werden.

Wir haben Weichel vor seinem Kampf gegen den Bodenspezialisten noch schnell fünf Fragen zugesteckt:

Hallo Daniel, nach fünf Jahren kämpfst du wieder einmal im Leichtgewicht. Wie fühlt sich diese Veränderung an?
In erster Linie war es mir sehr wichtig, dass ich in diesem Jahr noch einen Kampf mache. Und da war es mir im Prinzip egal, ob es im Leicht- oder im Federgewicht stattfinden. Selbstverständlich ist der Weight Cut ein bisschen anders, wenn man vier Kilo weniger zu cutten hat, aber der Fokus liegt bei mir auf dem Kämpfen und ich freu mich auf jeden Fall, dieses Jahr nochmal in den Käfig steigen zu können.

Goiti Yamauchi ist ein gefährlicher Bodenkämpfer, was hältst du von ihm und wie hast du dich auf ihn vorbereitet? Wie wird der Kampf ausgehen?
Ich respektiere Goiti Yamauchi sehr, wie ich auch jeden meiner Gegner respektiere. Ich weiß, dass er ein sehr kompletter Kämpfer ist und mit Sicherheit einer der besten Kämpfer im Leichtgewicht. Trotzdem kann ich durch das Training mit meinem Team beim MMA Spirit und meinen Trainingspartnern mit großem Selbstvertrauen in den Kampf gehen und ich bin mir sicher, dass ich in allen Bereichen stärker bin als er.

Könntest du dir vorstellen, auch langfristig bei Bellator im Leichtgewicht zu kämpfen und vielleicht irgendwann um den Titel anzutreten? Oder bleibt das Federgewicht deine Heimat?
Das wird die Zukunft zeigen. Das Wichtigste für mich ist, aktiv zu bleiben und das zu tun, was ich am meisten liebe und das ist Kämpfen. Da ist mir die Gewichtsklasse fast egal, wie gesagt, das wird die Zukunft zeigen. Derzeit liegt dieser Kampf vor mir und auf dem liegt auch mein hundertprozentiger Fokus.

Patricio Freire hat zuletzt seinen Titel gegen Emmanuel Sanchez verteidigt. Du hast selbst auch zwei Mal sehr gut gegen ihn ausgesehen. Wie siehst du deine Chancen auf einen dritten Titelkampf gegen den „Pitbull“?
Für den Moment konzentriere ich mich auf den Kampf der vor mir liegt, das ist am Freitag Goiti Yamauchi und was danach kommt, wird man sehen. Meine generelle Einstellung ist, ich möchte an die Weltspitze und natürlich ist auch mein Ziel, Champion meiner Gewichtsklasse zu sein. Und darauf werde ich natürlich hinarbeiten und alles dafür geben.

Du hattest dich darauf gefreut, dass dir deine Fans aus Deutschland ab Herbst auf DAZN zuschauen können. Ärgert es dich jetzt, dass du schon im Vorprogramm kämpfen musst?
Leider war es die letzten Jahre etwas schwierig, meine Kämpfe live zu verfolgen, deswegen freue ich mich, dass es jetzt die Möglichkeit gibt, meinen Kampf live zu sehen, jetzt am Freitag eben über die Bellator-App. Und ich bin mir sicher, dass ich in Zukunft auch im Hauptprogramm mit exklusiven Hauptkämpfen auf DAZN zu sehen sein werde. Auf jeden Fall freue ich mich, dass meine Fans die Möglichkeit haben, meine Kämpfe zu sehen und ich werde am Freitag auf jeden Fall für eine Show sorgen.