Interviews

Frage und Antwort mit Sauli Heilimo

Sauli Heilimo (Foto via tripod.com)

Der Finne Sauli Heilimo (13-3-1) zählte zu Europas Spitzenkämpfern, als er 2008 seine Handschuhe krankheitsbedingt an den Nagel hängte. Der heute 30-jährige ist noch immer eng mit dem Sport verbunden und arbeitet heute als Trainer und Botschafter des MMA-Sports in seinem Heimatland. Mit groundandpound.de unterhielt sich der ehemalige Shooto-Champion über seine Karriere und einen möglichen letzten MMA-Kampf.

GroundandPound: Hallo Sauli, wie geht es dir?
Sauli Heilimo: Hallo, alles im grünen Bereich. [Ich] arbeite viel und trainiere hart.

Wie ist das Leben in Finnland gerade so?
Gut, der Sommer ist jetzt vorbei und ich bereite mich auf einen langen und kalten Winter vor. Hoffentlich habe ich die Möglichkeit, irgendwo zu trainieren, wo es nett und warm ist, also [hoffe ich,] dass ich nicht den gesamten Winter hier verbringen muss (lacht).

Erzähle uns bitte etwas über dich, für die Leute, die dich nicht kennen.
[Im Jahr] 1996 habe ich mit traditionellen Kampfkünsten begonnen. [Im Jahr] 1998 habe ich mit BJJ begonnen, mit Shootfighing, Judo und den MMA. Ich bin über zehn Jahre lang überall auf der Welt angetreten, dabei in Japan, den USA, Russland und in ganz Europa. [Im Jahr] 2008 habe ich den Profititel bei Shooto Europa gewonnen. Ich bin auch bei vielen regionalen ADCC-Turnieren angetreten und bei den ADCC-Weltmeisterschaften 2007, wo ich auf dem Platz 5 bis 8 landete. Ich bin Schwarzgurt im BJJ und Judo. Im Moment konzentriere ich mich vorwiegend auf BJJ-Training und -Unterricht in meinem Finnfighters Gym in Turku.

Du warst ein ziemlich erfolgreicher MMA-Kämpfer, warum hast du aufgehört zu kämpfen?
Vor fünf Jahren wurde mir Diabetes Grad 1 diagnostiziert, was mein Leben drastisch verändert hat und es mir sehr schwer gemacht hat, in den MMA anzutreten. Ich möchte weiterhin im BJJ und im Submission-Grappling antreten und hoffe, dass ich dort sehr erfolgreich bin.

Was machst du heute?
Derzeit gebe ich viele Seminare und unterrichte BJJ und MMA im ganzen Land und verdiene mir damit den Lebensunterhalt.

Wenn du auf deine Karriere als MMA-Kämpfer zurückblickst, was war dein größter Erfolg?
Ich war einer der Pioniere in der finnischen MMA-Szene und ich bin froh, dass ich die Gelegenheit hatte, auf der ganzen Welt, für viele verschiedene Organisationen, zu kämpfen und viele verschiedene Leute kennen zu lernen, die ich als lebenslange Freunde bezeichnen kann. Wenn ich einen bestimmten Kampf wählen müsste, wäre es die Europameisterschaft, die ich vor einem beeindruckenden Heimpublikum gewinnen konnte.

Besteht die Möglichkeit, dich noch einmal in einem MMA-Kampf zu sehen?
Es wurde in letzter Zeit viel über einen letzten MMA-Kampf geredet, mal sehen, was passiert.

Verfolgst du auch die aktuelle MMA-Szene?
Ich verfolge die MMA-Szene weltweit und besonders die Entwicklung der MMA in Europa. Ich sehe auch vieles in Asien und freue mich darauf, MMA als den führenden Sport weltweit zu sehen.

Danke für das Interview, hast du deinen Fans abschließend noch etwas zu sagen?
Glaubt an euch selbst, trainiert hart und alles ist möglich.