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Frage und Antwort mit Karl Amoussou

Karl Amoussou (Foto via prommanow.com)

Karl Amoussou ist ein französischer MMA-Kämpfer, der nach Auftritten bei M-1 Global, Strikeforce und DREAM im Mai einen Bellator-Vertrag unterzeichnete. Dort unterlag er in seinem Debütkampf gegen Sam Alvey und möchte nun seine Gewichtsklasse wechseln. Bei Bellator 54 sollte Amoussou auf Joey Kirwan treffen, musste den Kampf jedoch verletzungsbedingt absagen. Sein Comeback ist für November geplant.

GroundandPound: Danke für das Interview, Karl. Wie geht es dir?
Karl Amoussou: Es geht mir gut, danke. Ich bin aber im Moment leider am Fuß verletzt und kann deswegen nicht bei Bellator 54 teilnehmen.

Es ist noch ja noch nicht klar, wer dein nächster Gegner sein wird. Wenn du jemanden als Gegner auswählen könntest, wer wäre es?
Mein nächster Kampf wird bei 175 Pfund sein und danach gehe ich in die Gewichtsklasse bis 170 Pfund. Um ehrlich zu sein, kenne ich diese Gewichtsklasse noch nicht gut genug, also bin ich bereit für jeden Gegner.

Wie sieht deine Vorbereitung auf Kämpfe normalerweise aus?
Bis jetzt konnte ich wegen meiner Arbeit nie genug trainieren. Ich bin Polizist und arbeite nachts und kann nur fünf Mal in der Woche trainieren. Jetzt schaffe ich es aber mehr zu trainieren und ich arbeite hart an meinem Boxen und Ringen.

Zuletzt bist du gegen Sam Alvey unterlegen, was ist falsch für dich gelaufen?
Diesen Kampf hätte ich gewinnen müssen. Alle haben es so gesehen. Ich habe jede Runde gewonnen, aber die Punkterichter haben einen anderen Kampf gesehen.

Es war dein erster Kampf für Bellator, was denkst du über die Organisation?
Ich liebe diese Organisation. Das ganze Team ist wirklich großartig und bei meinen ersten Kampf habe ich mich wirklich Zuhause gefüllt.

Würdest du auch gerne einmal in einem Turnier kämpfen?
Mein Ziel ist es, im nächsten Weltergewichtsturnier teilzunehmen und es zu gewinnen. Ich war ein sehr leichtes Mittelgewicht und ich denke, ich werde viel stärker in dieser Gewichtsklasse sein. Ich finde es toll, dass Bellator ein Turnier in jeder Gewichtsklasse hat.

In deiner Karriere hast du in Europa, in Japan und in Amerika gekämpft. Wo liegen dabei die Unterschiede zwischen den Ländern?
In Europa ist alles nicht so professionell wie in den USA und in Japan. Ich finde, die Fans in Japan sind sehr respektvoll und die Fans in den USA sind wirklich cool, wie Freunde. Ich kämpfe wirklich gern in den USA und in Japan. Ich würde auch sehr gerne einmal in Deutschland kämpfen.

Wo hast du am liebsten gekämpft?
Bei DREAM in Japan, die Organisation ist wirklich wie ein kleines PRIDE. Es war für mich kaum zu glauben, dass ich gegen Nakamura kämpfen konnte. Ich erinnere mich, dass er einer von den Ersten war, die ich bei PRIDE kämpfen gesehen hatte, gegen Wanderlei [Silva] und so weiter. Diesmal kam ich dran.

Wie bekannt ist das MMA in deinem Heimatland Frankreich?
MMA ist sehr bekannt, aber leider verboten. Kämpfe finden im Pancrase, ohne Schläge am Boden, statt. Ich mag es nicht so. Es gibt aber sehr viele französische MMA-Fans.

Würdest du gerne wieder einmal dort kämpfen?
Warum nicht, aber bloß nach MMA-Regeln.

Was sind deine Ziele für die Zukunft?
Mein Ziel ist schon mal, das Weltergewichtsturnier bei Bellator zu gewinnen. Dann sehen wir weiter.

Hast du dienen Fans im deutschsprachigen Europa abschließend noch etwas zu sagen?
Ich möchte meinen Fans schon mal sagen, dass ich Deutschland liebe. Ich denke, niemand oder fast niemand weis, dass ich die deutsche und französische Nationalität habe. Meine Mutter ist Deutsche und Deutsch meine Muttersprache. Ich habe einen Teil meiner Familie in Deutschland und bin jedes Jahr dort. Ich hoffe, dass ich mal dort kämpfen kann. Danke an alle, für die Unterstützung und ich verspreche euch großartige KOs in meinen nächsten kämpfen.