Interviews

Frage und Antwort mit Junior Assuncao

Junior Assuncao (Foto via UFC.com)

Junior Assuncao (12-4) ist ein brasilianischer MMA-Kämpfer, der heute in den Vereinigten Staaten lebt und im September sein UFC-Comeback geben wird. Im Jahr 2006 kämpfte er erstmals in der UFC, woraufhin zwei weitere Kämpfe in der Organisation folgten. Nach zwei Niederlagen in drei Kämpfen wurde er von der UFC entlassen und kämpfte in kleineren Veranstaltungen. Mit fünf Siegen in Folge ist nun bei UFC 135 eine Rückkehr und angesagt. Sein Gegner wird dabei der Hawaiianer Eddie Yagin sein, welcher nach seinem Sieg über Joe Soto sein UFC-Debüt geben wird.

GroundandPound: Du bist ja ein ausgezeichneter Brazilian-Jiu-Jitsu-Kämpfer, wann hast du dich entschlossen mit dem BJJ-Training zu beginnen?
Junior Assuncao: Ich habe begonnen Capoeira zu trainieren als ich 13 [Jahre alt] war, dann Jiu-Jitsu mit 17 [Jahren]. Zu dieser Zeit hatte ich einen Cousin, der trainierte, also war das mein größter Anreiz.

Von wem hast du deinen Schwarzen Gürtel verliehen bekommen?
Ich habe meinen Schwarzen Gürtel von einem brasilianischen Kämpfer und guten Freund, Diego Saraiva, einem UFC-Veteran, bekommen. Ich bin jetzt seit vier Jahren Schwarzgurt.

Wann hast du beschlossen, ein MMA-Kämpfer zu werden?
Ich war ein Violettgurt und der Mangel an professionellen Jiu-Jitsu-Events war ein großer Faktor für meine Entscheidung, zum MMA überzugehen. Leider ist Jiu-Jitsu ein Amateursport.

Du hast in der Vergangenheit mit “Black House” trainiert, welche Erfahrungen hast du dort gemacht?
Es war sehr gut. Ich war 2007 dort und habe mich auf meinen Kampf gegen Nate Diaz vorbereitet. Der Kampf verlief nicht, wie ich es wollte, aber es war eine große Erfahrung im Endeffekt.

Wie findest du Lyoto Machida und Anderson Silva?
Lyoto ist ein guter Freund, ich habe viel von ihm gelernt. Es gibt nicht all zu viel über Anderson Silva zu sagen, richtig? Er ist Anderson Silva (lacht).

Hast du irgendwelche Idole im MMA?
Lyoto Machida, Randy [Couture] und einige andere.

Wie entspannst du nach einem Kampf?
Ich lebe in den Wäldern, ich habe einen Hund, genieße meine Kinder und trainiere. [Das] hält meinen Kopf von den Ablenkungen frei, die die Welt bietet.

Im Jahr 2006 hast du dein UFC-Debüt im Leichtgewicht gegeben, jetzt bei deiner Rückkehr kämpfst du im Federgewicht. Welche Veränderungen hast du hinsichtlich Vorbereitung und Lebensstil gemacht?
Beides! Ich hatte damals einen ganz anderen Lebensstil, ich lag bei [einem Kampfrekord] von 4-1 als Kämpfer und war ein etwas jung. Jetzt bin ich ein Veteran, komme zur richtigen Zeit und bin in vielen Bereichen auch viel reifer.

Wie ist es, nach vier Jahren in kleineren Organisationen zurück zur UFC zu kommen?
Alles was ich sagen kann ist – glaube an deinen Traum. Niemals aufgeben.

Wo sind die Unterschiede, wenn du in Brasilien oder in den USA kämpfst?
Ich mag Beides. Hier bin ich Zuhause, während ich in Brasilien meine Familie habe. Ein ganz anderer Druck (lacht).

Welche Ziele verfolgst du im MMA?
Ich will der Beste in meiner Gewichtsklasse werden. Ein sehr realistisches Ziel, aber zuerst muss ich mit der Herausforderung am 24. September umgehen.

Im Hauptkampf von UFC 135 kämpft Jon Jones gegen Quinton Jackson. Wer glaubst du, gewinnt den Kampf?
Da bin ich auf der Seite des Jüngeren. Jones mit Sicherheit.