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Frage und Antwort mit Flavio Alvaro

Flavio Alvaro

Flavio Alvaro ist ein brasilianischer MMA-Kämpfer, der es sich als Ziel gesetzt hat, in die UFC zu kommen, um dort den Champion zu fordern. Daher möchte er schnellstmöglich 50 Siege erreichen, um die UFC auf sich aufmerksam zu machen. Mit groundandpound.de unterhielt sich der Brasilianer über seine Anfänge im Kampfsport, seine Karriere und Ziele für die Zukunft.

GroundandPound: Hallo Flavio, kannst du uns bitte etwas über dich erzählen, für die Leute die dich nicht kennen?
Flavio Alvaro: Hallo. Ich bin ein professioneller MMA-Kämpfer aus Brasilien, mit 46 Siegen und 9 Niederlagen. Ich wurde in einer sehr armen Nachbarschaft geboren und die MMA haben mir das Leben vor Banditen und Verbrechen gerettet. Heute kämpfe ich, um meiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen.

Wie ist es, in Brasilien zu leben?
Brasilien ist beeindruckend. Für mich ist es der beste Platz, an dem man sein kann. Hier habe ich alles, was ich liebe – meine Mutter, meine Frau, meine Freunde und mein MMA-Team. Ich kann allen Deutschen und Europäern nur empfehlen, nach Brasilien zu kommen, ihr Jungs werdet eine beeindruckende Zeit hier unten haben.

Wie große ist der MMA-Sport in deinem Land?
Heute wachsen die MMA in Brasilien jeden Tag. Der größte Sport hier ist Fußball, aber danach kommen mit Sicherheit die MMA. Die UFC hat heute bekannt gegeben, dass der größte TV-Sender in ganz Amerika jetzt Live-Events in öffentlichen Übertragungen zeigen wird, bisher gab es die UFC nur auf Pay-TV-Sendern. Wir hoffen alle, dass das MMA jetzt explodieren wird in Brasilien.

Wann und warum hast du dich entschieden, ein MMA-Kämpfer zu werden?
Als ich jung war, hatte ich viele Probleme in der Schule, weil ich mich oft geprügelt habe und dabei oft geschlagen wurde (lacht). Dann wollte meine Mutter, dass ich lerne, wie ich mich verteidigen kann. Zuerst hat mich meine Mutter zum Capoeira gebracht, aber ich hasste es. Ich ging zur Karate-Schule, aber es war eintönig und langweilig. Dann ging ich zur Kung Fu-Schule und es war schrecklich. Nichts konnte mir sofort helfen. Eines Tages brachte mich meine Mutter in ein Muay Thai-Seminar und ich sah, wie ein Typ vor mir mit einer gebrochenen Nase zusammenbrach. Ich drehte mich zu meiner Mutter und sagte: „Das will ich machen!“ (lacht). Danach besuchte ich ein Jiu Jitsu-Seminar und begann mit MMA-Training und –Kämpfen. Im Vordergrund lag aber, dass ich meiner Familie ein besseres Leben ermöglich wollte.

Hast du auch irgendwelche Idole?
Meine Mutter, sie ist eine Kriegerin. Sie hat mich und meine Brüder alleine aufgezogen. Sie hat uns alles gegeben, was sie konnte. Sie hat ein gutes Leben verdient und ich will es ihr geben. Ich liebe meine Mutter. Sie ist der Grund für meinen Erfolg.

Wie sieht dein Training aus?
Ich trainiere acht Stunden täglich – Jiu Jitsu, Muay Thai, Boxen, Ringen und Kondition. Ich will alle meine Fähigkeiten täglich verbessern. Ich will ein UFC-Champion werden.

Du hast im Vorfeld erzählt, dass du möglichst schnell fünfzig Siege erreichen willst, um die UFC auf dich aufmerksam zu machen. Wann steigst du nächstes Mal in den Käfig?
Ich bin schon fast dabei, ich benötige noch vier Siege. Am Samstag kämpfe ich bei Thai Fight MMA 3 gegen Edwards "El Matador" Gimenez in Brasilien, es ist aber ein internationaler Kampf, weil er aus Argentinien stammt. Ich werde fünfzig Siege erreichen!

Wenn du dein Ziel erreichst und in der UFC kämpfst, wer ist dein Wunschgegner?
Ich denke ich bin bereit dafür – Joe Silva, gib mir eine Chance! (lacht). Ich will ein Champion sein, natürlich muss ich davor einige andere Jungs besiegen, aber ich will gegen den Champion antreten um den Titel zu erringen.

Danke für das Interview, hast du abschließend noch etwas, was dir am Herzen liegt?
Zuerst einmal möchte ich  mich bei GroundandPound für die Gelegenheit bedanken, mit einem der besten MMA-Magazine zu sprechen. Ich würde gerne einmal in Deutschland kämpfen. Bei Gott möchte ich mich für die Unterstützung durch meine Familie und Freunde bedanken, ich werde bald in der UFC sein. Danke auch an alle meine Sponsoren.