Interviews

Feuer frei!

Daniel Zeuner über WM-Kampf gegen Hakan Kilinc, bei der IV. la familia Fightnight. (Foto: Archiv)

Am 11. Mai wird Daniel Zeuner im Hauptkampf der IV. la familia Fightnight einen ISKA WM-Kampf gegen Hakan Kilinc, vom Team Ardalan bestreiten. Mit Groundandpound.de sprach der 27-Jährige über den anstehenden Fight, und die Doppelbelastung als Kämpfer und Trainer des la familia Fightclubs in Erfurt.

Groundandpound.de: Daniel, du stehst vor einem großen WM-Kampf im Mai. Was überwiegt, Vorfreude oder Aufregung?
Daniel Zeuner: Ich stehe natürlich im Fokus der Öffentlichkeit, mit einem WM-Kampf und dem Hauptkampf der 4. la familia Fight Night. Da ist es denke ich normal, dass auch gewisse Erwartungen erfüllt werden möchten. Wie auch bei der letzten la familia Fightnight, weiß ich dennoch, dass eine Masse an Fans und Menschen hinter mir stehen und mich durch den Kampf begleiten wird. Das schafft genug Vorfreude auf diesen Fight.

Zusätzlich eröffnet nun auch der la familia Fightclub Erfurt, dort bist du federführend. Spielt diese Doppelbelastung eine Rolle?
Zeitmanagement ist der Schlüssel (grinst). Das Gym ist zwar in den letzten Monaten zu meinem zweiten Zuhause geworden, aber neben meinem Freund und Studioleiter Marek Ljastschinskij, haben wir noch weitere drei Trainer im la familia Fightclub Erfurt, die mich bei der Vorbereitung auf diesen Kampf unterstützen wo sie nur können.

Die la familia fightnight war die Kickbox-Veranstaltung des vergangenen Jahres, eine ziemlich große Bühne. Dazu geht es um die WM. Ist dies der größte Fight deiner bisherigen Karriere?
Ich sage es mal so, es gibt viele Verbände im Kickboxgeschäft. Dadurch gibt es auch viele Titel. Gürtel hin oder her, es ist für mich eine Ehre, um die Weltmeisterschaft kämpfen zu dürfen. Der Hauptkampf gegen Hakan Kilinc auf der la familia Fightnight, vor ca. 5.000 Zuschauern, wird wohl die bisher größte Schlacht für mich werden.

Du warst lange Zeit mit einer verletzten Hand außer Gefecht, wie schwer war es, wieder in den Wettkampfmodus hineinzufinden, und seit wann bist du wieder zu 100 Prozent fit?
Die Operation an meiner Hand liegt zum Glück schon zwei Jahre zurück und seitdem schaue ich nur noch nach vorn. Ein unsauberer Schlag beim Sparring hat mich danach nochmals zur falschen Zeit zurückgeworfen. Dadurch musste ich auch leider den Rückkampf gegen Marko Aschenbrenner auf der Mix Fight Gala absagen. Aber was mich nicht umbringt, macht mich hart, und neben dem Kick-und Thaiboxen habe ich mich durch einige Oberligakämpfe im Boxen wieder fit gemacht.

Hakan Kilinc ist mehrfacher Deutscher Meister und Europameister. Wie schätzt du ihn als Gegner ein?
Mein Freund und Trainingspartner Enriko Kehl steht in derselben Auslage und fühlt sich ebenfalls wie Hakan in der Halbdistanz wohl. Dazu denke ich, dass er Druck machen wird, aber mit Druck kann ich in letzter Zeit gut umgehen (lacht).

Sicher hast du den Kampf vor dem geistigen Auge schon mehrfach durchgespielt – wie wird der Fight ablaufen?
Es ist immer ungewiss, wie ein Kampf ablaufen soll, und wie er wirklich ablaufen wird. Fest steht, dass ich mich dem gesamten la familia-Publikum in bester Form präsentieren werde. Am Ende will ich gewinnen, ob durch Punkte oder durch K.o., das wird sich zeigen.

Möchtest du Kilinc vor dem Kampf noch etwas mit auf den Weg geben?
Feuer frei….

Der letzte Satz gehört dem Kämpfer, falls du jemanden grüßen oder jemandem denken willst, dann bitte:
Viva la familia! Ich danke allen, die hinter mir stehen, und mich bei der Vorbereitung auf diesen Kampf unterstützen. Des weiteren bedanke ich mich beim gesamten la familia Fightclub, in Halle, Bernburg und Erfurt. Es macht mich immer wieder stolz, mit unseren Farben in den Ring zu steigen. Ich freue mich schon riesig auf den 11. Mai!