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Felix Schiffarth: Wenn ich vom Ross falle, muss ich sofort wieder in den Sattel!

Felix Schiffarth (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Nur wenige Monate Pause gönnte sich Felix Schiffarth nach seinem harten Titelkampf bei GMC 18 in Hamburg Anfang des Jahres. Trotz mehrere Gesichtsfrakturen wollte der Düsseldorfer so schnell wie möglich wieder in den Käfig. Bei GMC 20 kam es nun in Berlin zum Comeback gegen Niko Serbezis, der Schiffarth jedoch die zweite Niederlage in Folge beibrachte.

„Es fühlt sich auf jeden Fall nicht schön an“, sagte Schiffarth im Anschluss im GNP1TV-Interview. „Ich tröste mich damit, dass ich wenigstens wie ein Mann gekämpft und verloren habe. Er war ein starker und erfahrenerer Gegner. Ich bin der Meinung, dass ich mich im Ringen und am Boden schon verbessert habe, der Ömer Solmaz hat mich ja noch härter bearbeitet, aber ich muss immer noch an meinem Bodenkampf arbeiten. Ich habe mich aber auf jeden Fall schon gesteigert.“

Gegen Niko Serbezis hatte Schiffarth schon in der ersten Runde eine knifflige Situation zu überstehen, als der Bremer mehrere Minuten auf seinem Rücken hing und an einem Rear-Naked Choke arbeitete. Zwar konnte sich Schiffarth aus dem Griff befreien, doch Serbezis zeigte sich im Anschluss als abgeklärter Gegner, der nicht nur am Boden, sondern auch im Stand gegen den Düsseldorfer Akzente setzen konnte.

Dass das Comeback im Käfig vielleicht zu früh kam, nachdem Schiffarth erst im März wieder mit dem Training beginnen konnte, sieht der junge Kämpfer jedoch nicht so. Für ihn war es sogar sehr wichtig, direkt wieder angreifen zu können.

„Ich bin nicht der Meinung, dass es zu schnell war“, so Schiffarth weiter. „Ich bin jemand, wenn ich vom Ross falle, muss ich sofort wieder in den Sattel steigen, sonst habe ich Angst davor. Ich hatte einfach die Befürchtung, dass ich diese Angst bekomme, wenn ich nicht schnell wieder kämpfe. Jetzt habe ich diesen Punkt überwunden, zwar wieder verloren, aber das war eine gute Entscheidung und für mich ist es wichtig, einen geilen Fight zu machen und wie ein Kämpfer gekämpft zu haben. Ich würde es auf jeden Fall wieder so machen.“

Mit wertvollen Lektionen im Gepäck will der „German Shaolin“ nun weiter an sich arbeiten und schon bald wieder in einer verbesserten Version seiner selbst im Käfig stehen, alleine schon für seine zahlreichen Fans:

„Ich bleibe am Ball. Ich will die Fans, die mich so heftig gepusht haben, ich hatte so einen Hype, nicht enttäuschen. Ich hoffe, ihr seid immer noch alle bei mir. Sorry, dass ich verloren habe. Ich kann nur sagen, dass ich weiter an mir arbeiten und stärker zurückkommen werde. Ich gebe nicht auf. Ihr werdet auf jeden Fall viel von mir hören. September ist ein schöner Monat“, so Schiffarth mit einem Augenzwinkern.

Das komplette Interview findet ihr hier: