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Dustin Stoltzfus: Ich bin bereit, international zu kämpfen!

Dustin Stoltzfus (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Dustin Stoltzfus ist der große Gewinner von GMC 20. Der gebürtige Amerikaner zeigte in Berlin gegen das international erfahrene Top-Mittelgewicht Jonas Billstein eine starke Leistung, die er mit einem satten Knockout in der zweiten Runde krönte. Dabei musste sich der Amerikaner beeilen, da er selbst durch einen tiefen Cut an der Augenbraue gehemmt wurde.

„Jonas hat sich im Stand viel besser bewegt, als ich gedacht habe“, sagte Stoltzfus im Interview nach dem Kampf. „Er hat auch gut getroffen, ein Jab ging genau auf den Knochen da oben, da ist sofort der Cut aufgegangen. Da wusste ich, ich muss Gas geben, weil das Blut runtergeflossen ist und ich teilweise nicht sehen konnte und die Refs mir schon gesagt haben, dass sie vielleicht abbrechen. Ich wusste, dass ich es so schnell wie möglich beenden muss, damit die Ärzte das nicht abbrechen und ich verliere.“

Und das tat Stoltzfus auch in der zweiten Runde. Nachdem sich der Amerikaner bereits in Runde 1 einen harten Schlagabtausch mit Billstein lieferte, bei dem er seine Fäuste sprechen ließ, profitierte er zu Beginn des zweiten Durchgangs von einer Situation am Käfig, an der Billstein kurz die Balance verlor und sich mit einer Hand abstützen musste. Das nutzte Stoltzfus geistesgegenwärtig für eine harte Rechte und den Knockout gegen Billstein.

Für den 27-Jährigen der wahrscheinlich größte Erfolg der bisherigen MMA-Karriere und mit hoher Wahrscheinlichkeit der Sprung aufs Treppchen in der German Top Ten, in der Billstein noch einen Platz vor ihm lag. Nun will der Amerikaner den Sprung in internationale Gewässer wagen.

„Ich habe mich schon an der Spitze gesehen, ich war die Nummer Vier und ich glaube, dass ich bewiesen habe, dass ich bereit bin für internationale Kämpfe. Wenn ihr das seht, bucht mich, ich bin bereit, ich trainiere weiter und ich bin gefährlich.“

Bereits im Käfig hatte Stoltzfus angekündigt, Deutschland international vertreten zu wollen. Der Kämpfer vom Frankers Fight Team hat hier seine zweite Heimat gefunden und hofft, dass ihn auch das deutsche Publikum als Botschafter des Sports wertschätzt.

„Ich fühle mich meiner Heimat in den USA natürlich sehr nah“, erklärt Stoltzfus weiter. „Ich wohne mein ganzes erwachsenes Leben in Deutschland und es ist mein Zuhause geworden. Ich habe auf jeden Fall ein Herz für meine Heimat, aber natürlich auch für mein Zuhause hier in Deutschland. Ich fühle mich auf jeden Fall wie ein deutscher Kämpfer, fast alle meine Kämpfe habe ich in Deutschland gemacht, mein Team ist hier. Das Publikum und meine Fans. Ich hoffe also, dass ich jetzt auch ein adoptierter deutscher Kämpfer bin und ich hoffe, das Publikum nimmt mich auch so an.“

Das komplette Interview mit Stoltzfus findet ihr hier: