Interviews

"Die DREAM-ONE FC-Zusammenarbeit stellt MMA auf den Kopf"

Lenne Hardt (Foto: FEG Inc.)

Mit ihrer schrillen Stimme kreischte sich Lenne Hardt als Ansagerin bei Pride FC in die Herzen der Kampfsportfans. In unserem exklusiven Interview spricht die "Crazy Pride Lady" über ihren Job, den japanischen MMA-Sport und ihren Wunsch, einmal nach Deutschland zu kommen.

GroundandPound: Erst mal vielen Dank für das Interview, Lenne.
Lenne Hardt: Es ist mir eine Freude!

Wie geht es Dir? Warst Du sehr beschäftigt in letzter Zeit?
In letzter Zeit nicht so beschäftigt wie vor dem großen Erdbeben und dem Tsunami im vergangenen Jahr. Schwer zu glauben, seit dem 11. März. ist es bereits ein Jahr her. Das Leben in der Katastrophenregion ist noch immer schwer, die Menschen der Region wären für jede Hilfe dankbar.

Du hast einen Vertrag als Ansagerin bei dem Veranstalter ONE FC unterschrieben. Wie ist es zu diesem Arrangement gekommen?
Auf der DREAM Silvesterveranstaltung „Gengi Desu Ka“ kam Victor Cui (Geschäftsführer v. ONE FC) auf mich zu und es kam zum Gespräch. Das war direkt nach Fedors Knockout-Sieg über Satoshi Ishii gegen Mitternacht.

Lenne Hardt (Foto: DSE)Rechnest Du damit, bald wieder für DREAM am Ansagepult zu sitzen?
Natürlich, ich fühle mich zuallererst dem originalen Pride FC- und heutigen DREAM-Team angehörig.

Was erhoffst Du Dir von der Zusammenarbeit zwischen DREAM und ONE FC sowie dem ONE FC Network?
Ich erwarte nichts anderes, als dass es den internationalen MMA-Sport auf den Kopf stellt! Es wird eine Kraft mit der man rechnen muss und historische Werte wie Ehre Astäthik und die eigentliche Stärke der Kampfkunst, die Kunst zur geltung bringen.

Bevorzugst Du MMA im Ring oder im Käfig?
Eigentlich kann ich diese Frage noch nicht wirklich beantworten, da ich mich noch nicht an den Käfig gewöhnt habe. Bitte fragt mich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal. Soweit habe ich aber wohl Unterschiede entdeckt für die Athleten.

Arbeitest Du noch oft als Synchronsprecherin in Japan oder füllt die Aufgabe als Ansagerin bei MMA-Veranstaltungen Deinen Zeitplan inzwischen komplett aus?
Ich habe noch andere Jobs, aber die meiste Zeit arbeite ich als Ansagerin und nicht mehr als Synchronsprecherin.

Bereitest Du Deine Stimme direkt vor Events mit speziellen Aufwärmübungen vor?
Nein, aber ich steuere meinen Stimmeinsatz ganz bewusst und trainiere regelmäßig.

Möchtest Du der deutschen MMA-Community zum Schluss noch etwas mitteilen?
Mein Vater kam aus Deutschland. Ich bin halb Deutsche, halb Irische Amerikanerin. Ich würde sehr gerne Deutschland besuchen und Zeit in dem Land meiner Vorfahren Zeit verbringen. Darf ich kommen? Wär ich Willkommen?