Interviews

Der neue Fedor

Foto via m-1global.com

Magomed Shikhshabekov zählt zu den größten Talenten Europas und steht nun vor seinem Debüt bei Strikeforce. Der 24 Jahre alte Kämpfer des M-1 Teams „Russian Legion“ wird am 26. Juni in San Jose im Rahmen der Veranstaltung „Fedor vs. Werdum“ auf Ron Keslar treffen.

GroundandPound hatte die Möglichkeit, dem „neuen Fedor“ am Telefon einige Fragen zu stellen.

GroundandPound: Hallo Magomed! Danke, dass Du Dir so kurzfristig die Zeit für ein Interview mit uns nimmst.
Magomed Shikhshabekov: Überhaupt kein Problem. Legen wir los, ich bin jederzeit bereit.

Wie lange machst Du schon Kampfsport und womit hast Du angefangen?
Ich habe von kleinauf Kampfsport trainiert. Mein erster Trainer war mein Vater und ich begann mit Combat Sambo.

Den Schritt des klassischen Ringkampfes Sambo hast Du also komplett übersprungen?
Genau so ist es.

Also war der Sprung zum MMA-Sport kein besonders großer für Dich?
Nein, das war er wirklich nicht. Ich habe mich einige Zeit lang zusätzlich auf das Training meiner Schlag- und Tritttechnik konzentriert und bin dann ins MMA übergegangen.

Und nun bist Du seit zwei Jahren Profikämpfer, hast sechs Siege in sechs Kämpfen erzielt und alle Kämpfe waren bereits in der ersten Runde beendet. Bei Deinem Gegner sieht es anders aus. Er hat die Erfahrung, über die volle Kampfzeit zu gehen. Wie hast Du Dich darauf vorbereitet?
Ich bin natürlich auf die volle Kampfzeit vorbereitet. Aber mein Ziel wird es sein, den Kampf vorzeitig zu beenden. Ich werde die Möglichkeit dazu suchen und wenn sie sich dann ergibt, gebe ich mein Bestes, sie zu nutzen.

Wann geht es denn in die USA?
Wenn alles klappt, reise ich am 24. Juni an.

Das bedeutet, zwischen der sehr weiten Anreise und dem Kampf ist nur sehr wenig Zeit.
Ja, das stimmt. Ich mache mir allerdings absolut keine Sorgen, dass die lange Reise irgendwelche negativen Auswirkungen auf mich haben wird. Ich bin nur auf diesen Kampf eingestellt und werde um den Sieg kämpfen.

Du wirst als großes Talent gehandelt. Wie sehen denn Deine weiteren Pläne für die Karriere aus? Wie viele Kämpfe hast Du dieses Jahr geplant?
Ich werde so oft kämpfen, wie man mir die Gelegenheit dazu gibt. Ich bin bereit, alle zwei drei Monate anzutreten. Solange ich ein wenig Zeit für eine individuelle Vorbereitung bekomme und die körperliche Verfassung stimmt, ist alles im Lot.

Bist Du auch bereit mit jedem Gegner in den Käfig zu steigen, nach dem Motto „Hauptsache kämpfen?“
Ich mache mir keine Gedanken darüber, wer mein Gegner ist. Wen mir mein Management organisiert, gegen den trete ich auch an. Ich bin davon überzeugt, dass man jeden Gegner schlagen kann. Man muss nur genau wissen, wie man an die Sache ranzugehen hat. Jeder Gegner hat seine Stärken und Schwächen und auf diese bereite ich mich vor.

Das ist eine sehr selbstbewusste Einstellung.
MMA ist ein unberechenbarer Sport. Der stärkste Kämpfer kann verlieren, nur weil er die kleinste Chance ungenutzt lässt.

Was hältst Du von dem Vergleich mit Fedor?
Natürlich schmeichelt mir das sehr, mit einem Sportler verglichen zu werden, der schon jetzt absolut legendäres in unserem Sport erreicht hat. Das ist eine große Ehre für mich. Ich will die Erwartungen an mich so gut es geht erfüllen und meinen Kampf gewinnen.

Ich bedanke mich nochmals für Deine Zeit.  Das GnP-Team wünscht Dir viel Erfolg für den Kampf und ein glückliches Debüt in den USA!