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David Zawada: „Ein Rückkampf um den Titel ist im Hinterkopf!”

"Sagat" David Zawada (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Am Samstag ist er wieder in Aktion: David Zawada (11-2). Deutschlands Top-5-Weltergewicht misst sich in Krakau mit dem Polen Kamil Szymuszowski (13-4) (GNP1.de berichtete) und kehrt damit zu jener Organisation zurück, in welcher der 25-Jährige vor einem knappen Jahr seine letzte Niederlage einstecken musste. GNP1.de hat ihn vor dem richtungsweisenden Duell gesprochen.

Bei KSW 29 bezahlte "Sagat" gegen den KSW-Champion und Polens Top-Weltergewicht Borys Mankowski noch Lehrgeld und gab in einem Arm-Triangle Choke in der ersten Runde auf. Nun, zwei Siege im Ausland später, will der Düsseldorfer eine Revanche. Am Samstag geht es vorerst aber noch gegen Kamil Szymuszowski. Ein Sieg könnte die erste Sprosse auf der Leiter zurück in den Titelkampf werden.

GNP1.de: Hallo David, am Samstag wirst Du zum zweiten Mal bei KSW kämpfen. Der erste Kampf gegen Borys Mankowski ging vor einem Jahr verloren. Kam der Titelkampf im KSW-Debüt damals vielleicht ein wenig zu früh?
David Zawada: Ob es zu früh war, darüber kann man diskutieren. Am Ende entscheide ich aber, ob ich da rein will oder nicht. Mein Team und mein Management haben es mir jedenfalls zugetraut. Das Veranstalter-Duo Martin Lewandowski und Maciej Kawulski haben mir diese Chance ja auch nicht einfach so geschenkt, die hätten zig andere Kämpfer wählen können. Auch wenn es am Ende nicht geklappt hat, das war eine tolle Erfahrung. Wer weiß, was passiert wäre, wenn ich gewonnen hätte? Alles hat seinen Grund.

Denkst Du vor Deinem Kampf am Samstag auch schon an einen Rückkampf gegen Mankowski?
Ein Rückkampf gegen Mankowsky bzw. ein neuer Titelkampf ist im Hinterkopf, klar. Aber ich muss mir den erst verdienen. Es gibt im Weltergewicht bei KSW einfach so viel Konkurrenz. Erst kommt Kamil, dann sehen wir weiter.

Was denkst Du über Deinen Gegner und wo hast Du Deine Vorteile?
Er ist gut. Ein großer Gegner mit mehr Reichweite. Ich denke, ich darf ihm keinen Platz geben. Wenn er die Möglichkeit bekommt, Druck auszuüben, wird er gefährlich. Er ist auf der Matte stark und hat ein stabiles Standup, aber ich bin top vorbereitet und sehe mich im Stand besser. Das werde ich zu meinem Vorteil nutzen. Wir werden sehen, was dann am Samstag passiert.

Szymuszowski hat sechs Siege in Folge vorzuweisen, wurde in seiner Karriere nur ein Mal gestoppt. Wie wichtig ist Dir ein Sieg über so einen Gegner?
Jeder Sieg ist mir wichtig, aber wie Du schon sagst, Kamil ist ein starker Gegner. Dieser Kampf kann mich weit nach vorne bringen, deswegen ist er etwas Besonderes.

Welchen Stellenwert hat der Auftritt bei KSW, schließlich hast Du polnische Wurzeln.
Ich freue mich riesig. Bei KSW kämpfen zu können, ist einfach unglaublich. Die Atmosphäre in der Halle und die Produktion sind in Europa einzigartig. Kurz gesagt, ich finde es super!

Du hast seit über einem Jahr nicht mehr in Deutschland gekämpft, zuletzt in Montenegro und Serbien. Warum sieht man Dich nicht mehr so oft in Deutschland kämpfen?
Ich kämpfe dort, wo das Angebot am besten ist. Das war in den letzen Monaten einfach die Balkanregion. Mein Manager Ivan Dijakovic passt dabei gut auf mich auf und hat sehr gute Kontakte in die Region.

Hast Du einen Gegner in Deutschland, der Dich momentan reizt?
Ich suche mir meine Gegner nicht aus, sondern kämpfe gegen jeden. In den Top-Ten sind sehr viele starke und ebenbürtige Kämpfer, da habe ich keinen Favoriten.

Wie bewertest Du das vergangene Jahr aus Karrieresicht und was für Ziele hast Du für 2016?
Das hängt alles von Samstag ab. Wenn ich Kamil schlage, dann würde ich es als gutes Jahr bezeichnen, schließlich habe ich alle meine Gegner besiegt. Ansonsten wäre es in meiner derzeitigen Lage immer noch ein "ausreichend". Für nächstes Jahr hoffe ich auf weitere Kämpfe bei KSW. Das Ziel ist, wie schon bisher, immer zu gewinnen. Ouss!

KSW 33 findet am 28. November im polnischen Krakau statt. David Zawada bestreitet dabei den zweiten Kampf des Hauptprogramms gegen Kamil Szymuszowski. Im Hauptkampf von KSW 33 stehen sich zwei von Europas Top-Mittelgewichten in Michal Materla und Mamed Khalidov gegenüber. Die Veranstaltung kann via Online-PPV unter diesem Link angesehen werden: KSWTV.com.