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Daniel Dörrer: „Entweder er submittet mich, oder ich haue ihn K.o.“

Daniel Dörrer im Hauptkampf von "Fight Night Stuttgart".

Am 20. Dezember wird der mehrfache K-1-Champion Daniel Dörrer seinen nächsten MMA–Kampf bestreiten. Bei der „Fight Night Stuttgart“ wird der Karlsruher am kommenden Samstag im Hauptkampf des Abends auf den Franzosen Nicolas Djurdjevic vom American Top Team treffen. Wir sprachen zuvor exklusiv mit dem 29-jährigen Deutschen.

Groundandpound.de: Was weißt du über deinen 33-jährigen, französischen Kontrahenten?
Daniel Dörrer: Bei diesem Match kommt es zum klassischen Duell "Standkämpfer gegen Bodenkämpfer" - wie zu den Anfängen der UFC, als die Gracies alle anderen auf dem Boden kaputtgemacht haben (lacht). Nicolas ist ein sehr starker und erfahrener Bodenkämpfer. Ein Blackbelt im Judo und einigen internationalen Erfolgen im BJJ. Selbstverständlich werde ich nicht so naiv sein, und fälschlicherweise glauben, dass ich den kompletten Kampf im Stand führen kann.

Welchen Chancen rechnest du dir am Boden aus?
Nicolas ist ein schlauer Kerl und wird höchstwahrscheinlich keine Lust haben, sich die ganze Zeit mit mir im Stehen zu ballern. Ich freue mich total auf den Fight! Seit meinem letzten MMA-Kampf trainiere ich in Nürnberg unter der Leitung von meinem MMA-Coach Gabriel Tampu, dem "Panda", beim Hammers MMA Team. Dort arbeiten wir natürlich spezifisch an meinem Ringen und an meinem BJJ. Man wird sehen, wie sich das neu Gelernte im kommenden Kampf umsetzen lässt.

Glaubst du, dass du den Kampf auf den Beinen halten kannst? Diesen Gameplan erwarten wahrscheinlich alle von einem K-1-Champion.
Es ist natürlich kein Geheimnis, wer von uns beiden auf welche Art und Weise Kämpfen wird. Wenn meine Takedown-Abwehr stark genug ist, dann sieht es glaub ganz gut aus für mich. Trotz allem werde ich auch sein Striking nicht unterschätzen. In unserer Gewichtsklasse kann jederzeit alles passieren - genau das macht diesen Sport unter anderem so unheimlich attraktiv!

Welche Prognose gibst du uns zu dem Duell? Wie geht der Kampf aus?
Entweder er submittet mich auf dem Boden, oder ich hau ihn im Stand K.o. Es wird sich zeigen, wie sich mein Ringen und mein BJJ entwickelt haben. Wie schon erwähnt: ich hab tierisch Bock auf den Fight und freue mich! Ich wünsche Nicolas eine gute, verletzungsfreie Vorbereitung und wünsche uns beiden einen guten, harten und fairen Fight.

Wie du auf Facebook bekannt gegeben hast, planst du schon weiter. Was erwartet dich nach dem Duell?
Ja, genau. Ziemlich direkt nach dem Event geht es für mich auch schon wieder weiter: ich werde wieder für ganze zwei Monate nach Thailand ins Trainingslager fliegen und in dieser Zeit dort auch definitiv wieder mindestens einen oder zwei Kämpfe im Muay Thai absolvieren. Bei GnP-TV werde ich wieder aus Asien für euch einen Videoblog erstellen. Ende Februar komme ich dann wieder braungebrannt und fit aus Südostasien zurück (lacht).

Wie bewertest du einen Vergleich zwischen MMA und K-1, du hast ja inzwischen in beide Kampfsportarten mehr als nur reinschnuppern können – und gibt es diesbezüglich Zukunftspläne?
Meinerseits ist es nicht geplant, mich auf eine spezielle Richtung zu fixieren (MMA, Muay Thai, K-1). Ich habe schon immer alles gekämpft und möchte einfach authentisch bleiben und das machen, auf was ich wirklich Lust habe. Ich bin glücklich und lebe genau das Leben, welches ich liebe und welches ich leben will: Ich trainiere, kann kämpfen, reisen und machen was ich will. Ich darf meinen Traum leben. Danke dafür. Ouss!