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Coenen: „Ich will unbedingt einen Rückkampf mit Cyborg!“

Marloes "Rumina" Coenen (Foto: Alise Telimi/GNP1.de)

Marloes „Rumina“ Coenen (23-6) gehört seit Jahren zu den besten MMA-Kämpferinnen der Welt. Die 34-jährige Niederländerin sammelte auf nahezu allen Kontinenten Erfahrung, kämpfte bereits für Organisationen wie Shooto, DREAM, Strikeforce, Invicta FC und aktuell Bellator MMA. Unsere Holland-Korrespondentin Alise Telimi sprach mit ihr in Amsterdam.  

Bei Strikeforce konnte Coenen ihren größten Erfolg feiern: Gegen Sarah Kaufman erkämpfte sie den Gürtel im Bantamgewicht durch Armbar. Ihre Erzrivalin ist allerdings Cristiane „Cyborg“ Justino. Die Brasilianerin stand ihr zweimal im Federgewicht gegenüber und beide Male siegte diese vorzeitig durch T.K.o. Im ersten Aufeinandertreffen 2010 gewann „Cyborg“ den Titelkampf  bei Strikeforce, 2013 gab es dasselbe Ergebnis: Erneut verlor die Niederländerin im Schlaghagel von „Cyborg“, diesmal im Duell um das Federgewichtsgold bei Invicta FC.

Seitdem sehnt sich Coenen nach einer Revanche, wie sie uns erzählte: „Ich würde einen Rückkampf absolut willkommen heißen. Ich lechze nach Wiedergutmachung. Das letzte Mal, als wir gekämpft haben, hatte ich einige Operationen geplant. Mein Hals, mein Knie, es musste viel gemacht werden und mental war ich ein Wrack. Ich will unbedingt einen dritten Kampf. Sie ist jedoch unter Vertrag mit der UFC und ich mit Bellator, das verträgt sich leider nicht so gut.“  

Neben dieser Wunschbegegnung fragen sich viele Experten als auch Fans, weshalb man die ambitionierte Holländerin nie in der UFC gesehen hat. Wir hakten bei Coenen nach, ob es am (in der UFC nicht vorhandenen) Federgewicht liegt und weshalb sie nicht im Bantamgewicht kämpft, schließlich war sie bei Strikeforce in jener Gewichtsklasse in Aktion: „Bei Strikeforce habe ich zwar im Bantamgewicht den Titel geholt, aber ich fühlte mich wie ein Schwächling mit 61 Kilogramm im Käfig. Ich wollte kämpfen, aber mein Körper spielte nicht mit. Das Abkochen war viel zu heftig für mich. Es ist eine Sache das Gewicht zu machen, eine ganz andere dann auch zu kämpfen.“

„Rumina“ äußerte sich auch über UFC-Championesse Ronda Rousey: „Natürlich will ich gegen Rousey kämpfen. Anfangs dachte ich, sie sei eine großmäulige Grapplerin, aber inzwischen hat sie gezeigt was sie drauf hat. Ich ziehe meine Kritik zurück. Sie knockt Gegnerinnen aus und erreicht große Dinge. (Falls wir kämpfen sollten), gewinne ich aber natürlich.“

Die Kämpferin aus dem R-Grip-Gym aus Amsterdam sprach des Weiteren über ihren erhofften Titelkampf gegen Julia Budd, gab ihre Einschätzung zum Duell zwischen Rousey und „Cyborg“ ab, äußerte sich über ihren Schützling, Muay Thai-Ikone Denise Kielholtz, die vor ihrem MMA-Debüt steht, und erklärte die Trainingsunterschiede zwischen Amerika und Europa.

Das gesamte Interview findet ihr anbei: