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Babalu Sobral will Comeback, Kampf gegen Fedor

Renato "Babalu" Sobral (Foto: Dorian Szücs)

Im Alter von 40 Jahren denkt Renato “Babalu” Sobral noch immer an eine Rückkehr zum MMA. Nachdem ein Comeback-Fight gegen Bellator-Kämpfer Volkan Oezdemir bei Strength and Honor im Februar ausfiel, weil der gesamte Event abgeblasen wurde, träumt der einstige Strikeforce-Champion nun von einem Kampf bei der großen Silvestershow in Japan.

“In Amerika heißt es, wer Frieden will, muss für den Krieg gewappnet sein. Ich wappne mich also während meiner gesamten Friedenszeit”, lacht Sobral. “Sollte sich aber etwas für mich ergeben, zum Beispiel am Ende des Jahres, wär ich sofort bereit. Ein Kampf in Japan wäre perfekt, dort würde sich der Kreis meiner Karriere schließen. Ich habe ja in Japan begonnen, bevor ich in die USA gewechselt bin. Dorthin zurückzukehren wäre das Highlight meiner Karriere, denn es gibt nichts schöneres, als in Japan zu kämpfen.

Sobral betonte, dass es nicht das Geld ist, dass ihn in den Ring zurücktreibt. Nur für eine große Herausforderung würde er wieder in den Ring steigen. Und welche Herausforderung könnte größer sein, als das “beste Schwergewicht aller Zeiten”, Fedor Emelianenko?
 
“Ich respektiere Fedor sehr, aber noch einmal gegen ihn anzutreten wäre eine tolle Chance für mich”, so Babalu.

Beide trafen vor 14 Jahren in der japanischen Rings-Organisation schon einmal aufeinander, damals gewann Fedor nach Punkten. Er blieb den Großteil seiner Karriere in Japan und wurde Pride-Schwergewichtschampion und einer der populärsten Kämpfer des Planeten. Er wird am Silvesterabend in Japan nach dreijähriger Abstinenz zurückkehren, ein Gegner wurde noch nicht benannt.

Babalu ging in die USA und trat für die UFC an, wo er unter anderem Gegen Chuck Liddell um den Titel kämpfte, aber verlor. Später wurde er entlassen, weil er sich weigerte, gegen David Heath einen Choke zu lösen. Seinen größten Erfolg feierte Sobral schließlich bei Strikeforce, wo er den Gürtel im Halbschwergewicht gewinnen konnte, den er später an Gegard Mousasi abgab. Einen seiner letzten großen Siege hatte er gegen den heutigen UFC-Champion Robbie Lawler, 2013 trat er nach zwei Niederlagen in Folge bei Bellator zurück.