Interviews

Aller guten Dinge sind drei

Bushido-Fighter Patrick Weikri will den Hattrick schaffen. (Fotomontage von GroundandPound)

Schafft im Fußball ein Stürmer einen Hattrick, ist der Jubel groß. Eine solche Leistung gelingt schließlich nur den wenigsten. Umso erstaunlicher ist das Vorhaben des erst 23-jährigen Leipziger Auszubildenden Patrick Weikri, der in den kommenden Wochen versuchen will, auf drei verschiedenen Veranstaltungen drei Siege in Folge einzufahren. Innerhalb von gut einem Monat wird er bei Respect FC.7, der III. la familia Fightnight und FFC: Bushido vs. Litauen in den Ring steigen.

National ist der junge Bushido-Kämpfer bislang kaum bekannt - das soll sich nun ändern. Zwar trainiert er bereits seit acht Jahren MMA, seine Wettkampf-Karriere begann aber erst 2010. Seitdem bestritt Weikri vier Kämpfe auf heimischem Boden, bei den FFC-Veranstaltungen seines Trainers Marko Zschörner. Von denen konnte er alle gewinnen und will nun den logischen Schritt auf die nationale Bühne wagen.

GroundandPound: Patrick, du wirst nun innerhalb von gut einem Monat gleich dreimal kämpfen. Das wird ein hartes Stück Arbeit, oder?
Patrick Weikri: Ja das wird es, aber wenn ich mir nicht sicher wäre, dass ich das bewältigen könnte, würde ich diesen Marathon nicht auf mich nehmen. Außerdem bereitet mich mein Trainer und die anderen Jungs von meinem Team auf diese drei harten Prüfungen sehr gut vor, so dass ich mir da kein Kopf mache.

Seit deinem MMA-Debüt 2010 hast du vier Fights bestritten, wie kommt es nun zu diesem plötzlichen Arbeitseifer?
Ich hätte gerne schon mehr Kämpfe bestritten, aber leider haben mich berufliche und private Gründe oft davon abgehalten. Aber so konnte ich meine Fähigkeiten im Training mehr verbessern und bin nun bereit, anzugreifen. Und solange ich noch jung bin, ist es glaube ich eine gute Zeit, um viele Kämpfe zu bestreiten und sie natürlich auch zu gewinnen.

Bislang fanden alle deine Fights auf heimischem Terrain, bei der FFC statt. Nun erwarten dich die ersten beiden Auswärtskämpfe. Bist du aufgeregter als sonst?
Das kann ich jetzt noch nicht sagen, das kommt bei mir immer erst eine Woche vor dem Kampf. Na klar bin ich jetzt schon ein wenig nervös, weil ich zum ersten Mal außerhalb kämpfe und so nicht den Heimvorteil auf meiner Seite habe. Aber trotzdem freue ich mich auf diese beiden Kämpfe, vor allem, dass ich die Chance habe, bei Deutschlands größter Veranstaltung Respect zu kämpfen.

Du wirst dort am 21. April auf den Polen Marek Janik treffen. Auf was stellst du dich ein?
Marek Janik ist ein guter Standkämpfer und trainiert auch noch bei Sparta Essen, also wird er auch ein guter Bodenmann sein. Dennoch werde ich mich davon nicht beeindrucken lassen und mein Ding im Ring durchziehen. Mehr kann ich leider nicht verraten (grinst).

Nur zwei Wochen später steigst du dann schon bei der III. la familia Fightnight in Halle/Saale gegen Hendrik Oschmann in den Ring. Hast du keine Angst, dich in Essen zu verletzen und den Rest der Fights absagen zu müssen? Viel Zeit zum Erholen bleibt ja nicht...
Verletzen kann man sich überall. Ich hoffe natürlich, dass es nicht passiert, so dass ich in Halle in den Ring steigen kann. Angst habe ich keine, denn ich konzentriere mich erst einmal auf den Kampf gegen Marek Janik.

Eine Strategie wirst du dir doch aber sicher auch für Oschmann schon zurechtgelegt haben?
Mein Strategie sieht wie folgt aus: gewinnen (grinst).

Du wirst Jonas Billstein, Deutschlands drittbestes Mittelgewicht, ersetzen. Lastet da zusätzlicher Druck auf deinen Schultern?
Nein, ich werde in den Kampf gehen wie immer, ohne dass ich mir Gedanken darüber mache, dass ich Jonas ersetze.

Der dritte Kampf findet schließlich am 27. Mai in Köthen statt. Hier kämpfst du um den FFC-Gürtel bis 90 Kilo. Ist nach diesem Fight-Marathon erst einmal relaxen angesagt oder muss der Gürtel direkt wieder verteidigt werden?
Darüber mache ich mir zur Zeit noch keine Gedanken, ich denke, dass ich mich bestimmt erst einmal ein paar Wochen erholen, aber dennoch trainieren werde. Mal schauen was kommt. Wenn was in Aussicht steht, werde ich natürlich nicht nein sagen.