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Alexander Wiens und Maurice Adorf: Alles rein sportlich.

Alexander Wiens und Maurice Adorf im Interview (Fotos: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Am Samstag landete Alexander Wiens bei GMC 23 einen der heftigsten Knockouts des Jahres. Sein Gegner dabei: der polarisierende und bis dato unbesiegte Maurice Adorf. Die beiden hatten im Vorfeld verbal schon aufeinander eingedroschen, nach dem Kampf ist jedoch alles vergessen, sagten beide im Interview mit GNP1TV.

„Die Genugtuung…das ist jetzt nicht so gehässig, es geht mir eigentlich wie nach jedem Sieg“, sagte Alexander Wiens. „Natürlich ein bisschen mehr. Es war ein wenig mehr ‚Show‘, ‚Beef‘ und ‚Hate‘, aber das darf man nicht persönlich an sich rannehmen. Ich habe mich vorher gut gepusht, bin ein bisschen durchgedreht und das hat mir schon geholfen.“

Der Kämpfer vom Saiya Gym hatte in der Vorbereitung mit ein paar gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und wusste, viel Zeit, um das Duell zu gewinnen, würde er nicht haben, also musste er diese nutzen.

„Ich habe mir vor dem Kampf vorgenommen, wie ein Panzer durchzugehen. Von der ersten Sekunde an. Egal, was er macht, welche Aktion, ich gebe ihm keinen Spielraum. Bei der ersten Aktion haue ich alles rein, was ich habe.“

Belohnt wurde die Herangehensweise mit einem Knockout. Nachdem Wiens Adorf erst auf die Matte schlug, danach noch einmal durch die Luft segeln ließ, warf er ihn mit einem Schlag erneut um, bevor ein Head Kick den Kampf beendete. Rasante 67 Sekunden und eine der Überraschungen des Abends, insbesondere für Maurice Adorf.

„Ich habe mich besser denn je gefühlt, besser als in allen andren Kämpfen davor“, sagte der Lokalmatador anschließend. „Respekt an meinen Gegner, das hat er super gemacht. Das hätte ich nicht gedacht, er war schnell, er war hart, ich habe ihn nicht unterschätzt, aber er ist auf jeden Fall ein starker Typ.“

Nachdem Wiens den K.o.-Treffer landete, brüllte er Adorf noch für einen Moment an. Doch schon Sekunden später gaben sich beide die Hände und Wiens half seinem Gegner wieder auf die Beine. Auch für Adorf ist das Kapitel damit erledigt, zumal es für den Lokalmatador trotz großer Kampfansagen im Vorfeld nie eine persönliche Sache war.

„Da war nie Beef, wenn ich ehrlich bin. Das war nie persönlich, ich habe ihn nie gehasst oder so. So ist das einfach im Fight Game. Man pusht einen Kampf und danach ist alles gut. Ich habe ihn respektiert, wir haben uns vor dem Kampf die Hände geschüttelt. Seine Emotionen kamen raus, es war ein schöner K.o. Im Nachhinein haben wir uns die Hand gegeben, so wie es im Sport sein muss, der Respekt ist immer da. Ich gönne ihm den Sieg, er hat das super gemacht.“

Das Interview mit Alexander Wiens findet ihr hier:

Das Interview mit Maurice Adorf seht ihr hier: