Interviews

Abu Azaitar: „UFC Hamburg war ein großer Schritt für MMA in Deutschland“

Abu Azaitar ist sehr zufrieden mit der Rückkehr der UFC nach Deutschland (Foto: Dorian Szücs)

Abu Azaitar hat sich einen Traum verwirklicht. Bei UFC Hamburg gab er nicht nur sein Debüt für den MMA-Weltmarktführer, sondern feierte auch seinen ersten Sieg. Der Kölner lieferte sich einen harten Kampf mit dem Brasilianer Vitor Miranda, den die Punktrichter allesamt für den Lokalmatador werteten. Auf der anschließenden Pressekonferenz zog der 32-Jährige eine positive Bilanz über den ersten UFC-Event auf deutschem Boden seit zwei Jahren.

„Wir hatten eine volle Arena, das war wie bei einem Fußballspiel“, beschrieb der 32-Jährige die Stimmung in der Hamburger Barclaycard Arena. „Ich bin sehr stolz. Das war ein großer Schritt für Deutschland. Nicht nur für mich, sondern für jeden, der mit MMA anfängt. Es ist sehr schön zu sehen, welchen Weg MMA über die Jahre gegangen ist. Es war ein schwerer Weg, den die Kämpfer in Deutschland gegangen sind, aber heute haben wir einen großen Schritt für die Zukunft gemacht.“

Zwei Jahre sind vergangen, seit Azaitar zuletzt im Käfig stand. Diese Auszeit hat seine Leistung laut eigener Aussage jedoch kaum beeinträchtigt. „Ich habe zwei Jahre nicht gekämpft“, so der Kölner mit marokkanischen Wurzeln. „Vielleicht habe ich etwas an Distanzgefühl verloren, aber ich bin sehr froh, dass ich einen harten Kampf über 15 Minuten bekommen habe. Eine Frage, die mir keiner beantworten kann, ist ‚Was machst du, wenn du im Kampf verletzt wirst oder in eine Submission gerätst‘? Gibst du auf oder nicht? Nur ich als Kämpfer weiß, wie ich reagieren werde. Er hat mich hart erwischt, manchmal habe ich weiße Lichter gesehen. Ich habe aber nicht aufgegeben. Ich bin sehr stolz darauf zu wissen, dass ich ein wahrer Kämpfer bin.“

Schon vor seinem Kampf hatte Azaitar im Interview mit GNP1 TV betont, schneller und explosiver als sein Kontrahent Vitor Miranda zu sein. Dies wurde ihm während des Gefechts mit dem Brasilianer bestätigt: „Ich weiß, dass ich hart schlage, ich bin sehr explosiv. Ich habe meinen Job gemacht. Er war sehr schwer, das habe ich gespürt. Selbst bei einem Gewichtsunterschied von sechs oder sieben Kilos spüre ich das. Ich habe zweimal versucht, seine Takedowns abzuwehren, aber einmal hat er mich erwischt. Ich habe den Druck seines Körpers gespürt. Ich habe ihn aber müde gemacht und mich auf dem Boden gut verteidigt.“

Für seine Zukunft in der UFC hat der 32-Jährige noch keine konkreten Pläne. Dies läge vor allem daran, dass man nie wisse, was die Zukunft bringt, wie er mehrfach betonte. „Vielleicht weiß mein Manager, was jetzt passiert. Man weiß nie, was morgen passiert. Ich bin für alles bereit. Die UFC weiß am besten, was am besten für dich ist. Die UFC baut ihre Kämpfer langsam zu Stars auf. Das gefällt mir sehr gut. Die UFC kann dich von heute auf morgen zu einem großen Star machen, daran arbeiten wir.“