Interviews

5. la familia Fightnight: Alte Rechnungen

John Kallenbach

Vor zwei Jahren stieg John Kallenbach bei der 3. la familia Fightnight gegen Waldemar Wiebe in den Ring und verlor, knapp nach Punkten. Nur zwei von drei Punktrichtern sahen Wiebe als Sieger. Am 3. Mai will er diese alte Rechnung begleichen.

Groundandpound.de: John, bei der 5. la familia Fightnight am 3. Mai wird eine zwei Jahre alte Rechnung beglichen.
John Kallenbach: Ja, das kann man so sagen. Der Rückkampf gegen Waldemar ist mir und meinem Trainer-Team aus Halle ein großes Bedürfnis. Die Entscheidung der Punktrichter hat damals zu großen Diskussionen geführt, deshalb schreit es einfach nach einem Rückkampf, auf den ich mich wahnsinnig freue!

Seit 2012 habt ihr beide euch als Kämpfer weiterentwickelt, wie siehst du den Rückkampf?
Man entwickelt sich immer weiter, gerade im Sport. Ich denke, dass ich in den letzten zwei Jahren viel dazu gelernt habe. Ich hoffe, es wird einen spannenden und vor allem technisch hochwertigen Kampf geben!

Wie wird der enden?
Das Ende des Kampfes wird an dem Abend entschieden. Vorher zu sagen wie der Verlauf sein wird, ist falsch und könnte einem das Genick brechen. Man darf niemals vergessen, das ist Kampfsport und da kann alles passieren. Jeder unaufmerksame Moment kann das vorzeitige Ende des Kampfes bedeuteten.

Du bist ein erfahrener Kämpfer, doch die la familia Fightnight ist eine der größten Veranstaltungen Deutschlands – überwiegt da eher der Druck oder die Vorfreude?
Da hast du Recht. Es ist eine der größten und vor allem schönsten Veranstaltungen in Deutschland und ich danke den Veranstaltern dafür, dass ich dabei sein darf! Erfahren ist ein großes Wort, ich kann noch sehr viel lernen. Ja, der Druck ist hoch, aber die Vorfreude überwiegt!

Seit über einem Jahr schon leitest du in Saalfeld das dortige la familia-Gym. Wie funktioniert die Doppelbelastung als Trainer und Kämpfer?
Genauer gesagt ist es sogar eine Dreifachbelastung, nebenbei gehe ich auch noch meiner "normalen" Arbeit als Maschinenführer nach. Ich muss zugeben, es ist schon sehr viel im Moment, aber durch die wahnsinnige Unterstützung meines Trainer-Teams in Saalfeld und die meiner Familie bekomme ich das alles ganz gut geregelt. In der Zeit meiner eigenen Vorbereitung auf einen Kampf kann ich mich voll und ganz auf mein Team verlassen. Ich gehe in meiner Rolle als Trainer total auf und schaue voller Stolz zu, wie sich jeder Einzelne weiter entwickelt und so viel Spaß am Training hat.

Wird es auch in diesem Jahr wieder einen Event in Saalfeld geben?
Jawohl, es wird wieder ein großes Event in Saalfeld geben, und zwar am 20. September. Es sind viele spannende Duelle und Titelkämpfe geplant. Ich selbst werde um die Weltmeisterschaft kämpfen.

Du konntest bereits unzählige Meistertitel gewinnen, darunter auch mehrere WM-Gürtel. Wohin soll die Reise noch gehen?
Es ist schön, Erfolge zu haben und Titel zu gewinnen, aber noch wichtiger ist es, gute Kämpfe zu machen und noch besser zu werden. Egal, ob Siege oder Niederlagen, sie werden dich immer ein Stück weiter bringen. Ich bin gespannt, wo meine Reise noch hin geht (grinst).

Hast du abschließend noch eine Botschaft für Waldemar Wiebe?
Lass uns einen guten Kampf machen, ganz nach dem Motto der Veranstaltung: "Es kann nur einen geben"!