Kolumnen

Trilogien in der UFC

Große Champions brauchen große Gegner.

Da ein dritter Kampf zwischen Cain Velasquez und Junior Dos Santos inzwischen unausweichlich ist, wird es Zeit, einen Blick auf vergangene Trilogien in der UFC zu werfen.

Tito Ortiz vs. Ken Shamrock

Die Duelle zwischen Tito Ortiz und Ken Shamrock stellen die Mutter aller Trilogien in der UFC dar, obwohl kaum eine so einseitig war, wie die Kämpfe zwischen dem „Huntington Beach Bad Boy“ und dem „World's most dangerous Man“.

Den ersten Kampf bei UFC 40 dominierte der damals amtierende Halbschwergewichtschampion Ortiz über drei Runden. Nach dem Ende der dritten Runde hatte Shamrock genug und trat zur vierten Runde nicht mehr an.

Das zweite Duell fand bei UFC 61 statt. Diesen Kampf beendete Ortiz durch Ground and Pound bereits nach 78 Sekunden, da Shamrock allerdings der Meinung war, dass der Kampf zu früh gestoppt wurde, kam es zu einem dritten Duell, das nicht wesentlich anders verlief, als der zweite Kampf. Dieses Mal gelang es Shamrock lediglich eine Minute länger durchzuhalten, bevor der Ringrichter den Kampf abbrach.

Chuck Liddell vs. Randy Couture

Die zweite Trilogie zwischen zwei hochangesehenen UFC-Kämpfern begann bei UFC 43, als Randy Couture nach zwei Niederlagen in Folge im Schwergewicht die Gewichtsklasse wechselte und gegen die K.o.-Maschine Chuck Liddell in den Käfig stieg. Liddell war der hohe Favorit in dem Kampf, wurde von Couture aber immer wieder zu Boden gebracht und dort mit Ground and Pound bearbeitet, bis der Ringrichter in der dritten Runde schließlich genug gesehen hatte und den Kampf abbrach.

Zum Rückkampf kam es bei UFC 52. Liddell drehte hier den Spieß um, zwang Couture seinen Kampf auf und schlug den damaligen Champion nach 2:06 Minuten in der ersten Runde K.o. Auch im dritten Aufeinandertreffen der beiden UFC-Legenden lief es für Couture nicht wesentlich besser. Er schaffte es zwar in die zweite Runde, wurde dann aber schließlich doch von Liddell auf die Matte geschickt.

Tim Sylvia vs. Andrei Arlovski

Zu einer der merkwürdigsten Trilogien kam zwischen 2005 und 2006 zwischen Tim Sylvia und Andrei Arlovski. Bei UFC 51 kam es zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Schwergewichte. Nach wenigen Sekunden schickte Arloski Sylvia mit einem harten Schlag zu Boden, dort versuchte er zunächst, den Kampf mit Ground and Pound zu beenden, bevor er zu einem Heel Hook wechselte und Sylvia nach 47 Sekunden zur Aufgabe zwang.

Bei UFC 59 lief es ähnlich dramatisch. Wieder gelang es Arlovski, Sylvia mit harten Schlägen zu treffen, aber gerade, als es so aussah, als ob Arlovski seinem Kampfrekord einen weiteren K.o. hinzufügen könnte, kam Sylvia seinerseits mit einem guten Treffer durch und schickte den Weißrussen ins Land der Träume.

Damit warteten alle gespannt auf das dritte Duell der beiden Schwergewichte bei UFC 61. Allerdings sollte dieser Kampf als einer der langweiligsten Titelkämpfe in die UFC-Geschichte eingehen, da keiner der Kämpfer ein Risiko eingehen wollte. Sylvia gewann schließlich einstimmig nach Punkten und verteidigte damit seinen Titel.

B.J. Penn vs. Matt Hughes

Eine weitere Trilogie zweier UFC-Champions zog sich von 2004 bis 2010. Matt Hughes war seit 2001 die dominante Kraft im Weltergewicht der UFC, bevor er 2004 seinen Titel überraschend an das Leichtgewicht B.J. Penn verlor. Nach 13 Siegen in Folge und fünf erfolgreichen Titelverteidigungen ging Hughes als der große Favorit gegen Penn in ihren Titelkampf bei UFC 46.

Penn, der zuvor zweimal vergeblich versucht hatte, den Leichtgewichtstitel zu gewinnen, ließ sich davon jedoch nicht beirren und schickte Hughes bereits in der ersten Runde mit einem Schlag zu Boden. Penn sicherte sich schnell den Rücken seines Gegners und zwang den Champion 21 Sekunden vor Schluss der ersten Runde mit einem Rear-Naked Choke zur Aufgabe.

Penn verließ anschließend die UFC und es dauerte über zwei Jahre, bis es zu einem Rückkampf kam. Inzwischen hatte sich Hughes den vakanten Titel wiedergeholt und wollte sich bei UFC 63 für die Niederlage revanchieren. Nachdem Penn die ersten beiden Runden kontrolliert hatte, zog er sich Ende der zweiten Runde eine Rippenverletzung zu, was Hughes dazu nutzte, ihn in der dritten Runde zu Boden zu bringen. Dort kam Hughes in die Kurzifix-Position und bearbeitete Penn so lange mit Schlägen, bis der Ringrichter den Kampf abbrach.

Weitere vier Jahre später kam es schließlich zum letzten Kampf der beiden ehemaligen Champions. Bei UFC 123 ließ Penn Hughes keine Chance. Bereits nach 21 Sekunden musste der Ringrichter den Kampf abbrechen, nachdem Penn seinen Gegner mit einer harten Rechten zu Boden geschickt hatte.

Georges St. Pierre vs. Matt Hughes

Für Matt Hughes sollte die Fehde mit Penn allerdings nicht die einzige Trilogie seiner Karriere sein. Auch gegen den amtierenden Weltergewichtschampion Georges St. Pierre stieg Hughes dreimal in den Käfig.

Bei UFC 50 lieferte er sich mit GSP zunächst ein ausgeglichenes Duell in der ersten Runde. Kurz vor Ende der Runde konterte er einen Kimura-Versuch von St. Pierre mit einer Armbar und zwang den Kanadier damit eine Sekunde vor Schluss der Runde zur Aufgabe.

Bei UFC 65 wollte St. Pierre sich nicht nur für seine bis dahin einzige Niederlage seiner Karriere revanchieren, sondern sich auch endlich den Weltergewichtstitel sichern. Dies schaffte er nach einem schönen Headkick, der Hughes zu Boden schickte, und anschließendem Ground and Pound, wodurch den Ringrichter den Kampf abbrach.

Ein Jahr später bei UFC 79 kam es zum dritten Aufeinandertreffen der beiden Weltergewichte, und erneut war es St. Pierre, der das bessere Ende für sich hatte. Er dominierte den ehemaligen Champion am Boden und brachte ihn schließlich kurz vor Ende der zweiten Runde mit einer Armbar zur Aufgabe.

Frankie Edgar vs. Gray Maynard

Die bisher letzte Trilogie in der UFC lieferten sich Frankie Edgar und Gray Maynard. Ihre Fehde begann 2008 bei UFC Fight Night 13, als die beiden ungeschlagenen Leichtgewichte sich zum ersten Mal gegenüberstanden. Damals bestimmte Maynard den Kampf über drei Runden durch sein Ringen und sicherte sich damit den einstimmigen Punktsieg.

Zum zweiten Kampf kam es bei UFC 125. Nach mehreren Niederschlägen durch Maynard in der ersten Runde, schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, wann Edgar K.o. gehen würde. Allerdings erholte dieser sich und bestimmte den Kampf ab der zweiten Runde, wodurch er sich nicht nur über die Zeit rettete, sondern auch noch ein Unentschieden auf den Punktrichterzetteln erwirkte.

Damit kam es bei UFC 136 zum dritten Aufeinandertreffen. Wieder dominierte Maynard die erste Runde und hatte Edgar kurz vor dem K.o. Allerdings gelang es diesem erneut, sich zu erholen und Maynard schließlich selbst in der vierten Runde K.o. zu schlagen.