Kolumnen

Orientierungslos?

Der 24. April kennzeichnet einen neuen Meilenstein in der Geschichte von World Extreme Cagefighting (WEC), der Schwestergesellschaft der UFC unter dem Banner von Zuffa. Die Organisation wird ihren ersten Pay-Per-View veranstalten, wobei es zum epischen Hauptkampf zwischen dem WEC Federgewichtschampion, Jose Aldo und dem früheren Champion Urijah Faber kommen wird.

Den bekannten Rahmen der WEC-Veranstaltungen wird man dabei jedoch nicht ins Pay-Per-View-Geschäft übernehmen, denn Kommentatoren und Ringsprecher werden quasi von der UFC übernommen, womit Joe Rogan, Mike Goldberg und Bruce Buffer die Umrisse der Veranstaltung bilden werden.

Generell wird die WEC als Marke in den Hintergrund geschoben. Während es noch verständlich ist, dass auf dem Poster des Events ein "UFC presents" platziert wurde, werden einige Fragen durch die Tatsache aufgeworfen, dass im gesamten Trailer nichts von der WEC zu hören oder zu lesen ist. Lediglich in den letzten Sekunden wird mit einem relativ unscheinbaren „WEC.tv“ auf den eigentlichen Veranstalter hingewiesen.

Anscheinend möchte Zuffa damit verhindern, die Fans mit verschiedenen Namen zu verwirren und dennoch durch die Marke UFC in punkto Verkaufszahlen profitieren. Dieser Schritt könnte jedoch das Gegenteil bewirken und selbst Verwirrung stiften. Außerdem ist das ganze wie ein Schlag ins Gesicht für diejenigen Personen, die bisher hinter den WEC-Veranstaltungen standen und dabei gute Arbeit geleistet haben.

Im Grunde scheint es, als hätte man keine eindeutige Strategie, wie man die WEC von Seiten Zuffas in Zukunft weiter führen möchte. Mit dem Einbringen der UFC-Gesichter in die Veranstaltung und der Vermeidung der Marke WEC im Trailer schwächt man allerdings die Glaubwürdigkeit der Organisation als allein stehende Entität. Vielleicht gibt es auch Überlegungen, die WEC innerhalb der UFC einzugliedern und man möchte daher den Namen WEC nicht weiter stärken.

Derzeit wirkt Zuffa jedenfalls orientierungslos im Hinblick auf die Zukunft von World Extreme Cagefighting und es ist fraglich, ob man sich damit selbst einen gefallen tut. Es wäre wohl für alle Beteiligten besser, wenn man sich für eine klare Linie entscheidet...

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