Kolumnen

Heute vor fünf Jahren: 04. Oktober

Seit einem halben Jahrzehnt versorgt euch GroundandPound schon mit Nachrichten, Interviews und Kolumnen zum Thema MMA, K-1, Muay Thai und Boxen. Viel ist seitdem passiert - auf unserer Seite und in der weiten Welt des Kampfsports. Wir werfen anlässlich dieses großen Jubiläums einen Blick zurück in unser Archiv und fragen uns: Was passierte heute vor fünf Jahren?

Hier die bisherigen Rückblicke:

01. Oktober 2005
02. Oktober 2005
03. Oktober 2005

4. Oktober 2005

Im Jahr 2005 begann mit Ausstrahlung der ersten „The Ultimate Fighter“-Staffel im US-TV der Aufstieg der UFC in den Mainstream. Damit einhergehend änderte sich natürlich auch die Geschäftspolitik des Branchenriesen – allerdings nicht immer zugunsten der Fans und früherer Unterstützer. So vermeldete GroundandPound am 04. Oktober 2005, dass die UFC für ihre 55. Veranstaltung offiziell allen großen MMA-Webseiten die Akkreditierungen entzogen hatte. Jene Seiten, die noch wenige Monate zuvor die einzigen waren, die die Events der UFC überhaupt covern wollten.

Und heute? Nun, der Großteil der Webseiten hat mittlerweile wieder das Recht, sich während der Großveranstaltungen der UFC am Käfig aufzuhalten. Doch in der Zwischenzeit ist viel passiert. Vor allem zwischen UFC Präsident Dana White und Sherdog.com, der größten und traditionsreichsten MMA-Webseite im Internet, gab es in den vergangenen Jahren mehr als einmal heftigen Disput.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Seiten erhielt Sherdog erst im Jahr 2009 wieder Zugang zu den UFC-Events. Schon im März dieses Jahres wurde dieser aber wieder versagt – ohne Begründung. Unvergessen ist auch der öffentliche Streit zwischen Sherdog-Redakteurin Loretta Hunt und dem UFC-Boss, der die Journalistin in einem seiner Videoblogs aufs gröbste beleidigte , nachdem sie die Akkreditierungspolitik der UFC in einem Artikel kritisierte. Allgemein ist die UFC dafür bekannt, Medien als eine Art verlängerten Arm ihrer eigenen PR-Abteilung zu betrachten. Wer dort nicht mitspielt, darf nicht rein.

Ebenfalls keine Freunde machte sich Gracie-Sprößling Ryan Gracie im Oktober 2005. So berichtete GroundandPound, der Bruder und Renzo und Ralph Gracie sei von einer Polizeistreife verhaftet worden, nachdem diese ihn wegen überhohter Geschwindigkeit angehalten und er die Beamten aufs übelste Beschimpft hatte. Gracie versuchte daraufhin sich der Verhaftung zu entziehen und attackierte die Polizisten mit Tritten, Schlägen und Kopfstößen.

Ryan Gracie war schon immer das „Schwarze Schaf“ des legendären Gracie-Clans. Bereits fünf Jahre zuvor wurde er verhaftet, weil er jemanden in einem Nachtclub in Rio de Janeiro niedergestochen hatte. Auch nach der Verhaftung 2005 schien Ryan Gracie jedoch keinen Lebenswandel für nötig zu halten. Im Gegenteil: Im Jahr 2007 wurde er erneut verhaftet, weil er versuchte mehrere Wagen und ein Motorrad zu stehlen. Im Zuge dessen bedrohte er die Halter der Fahrzeuge, wurde vom Motorradbesitzer aber Niedergeschlagen und von der Gruppe Männer in Schach gehalten, bis die Polizei eintraf, die ihn in eine Zelle steckte.

In dieser Zelle verstarb Ryan Gracie noch in derselben Nacht. Die Obduktion ergab später einen Cocktail aus Marijuana Kokain und diversen Verschreibungspflichtigen Medikamenten im Blut des Pride-Veterans. Gerüchte besagen, er befand sich auf der Flucht vor dem hiesigen Drogenkartell, dem er angeblich Geld schuldete.

 

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