Kolumnen

GNP1-Matchmaker: Rodriguez' Comeback des Jahres

Bekommen Fans jetzt Yair Rodriguez gegen Zabit Magomedsharipov zu sehen? (Foto: ZUFFA LLC)

Die Show zu ihrem 25. Geburtstag mag kein PPV gewesen sein und weder Titelkampf noch viele Stars geboten haben. Yair Rodriguez und Chan Sung Jung sorgten dafür, dass der Event aus Denver dennoch in Erinnerung bleiben wird, und auch Donald Cerrone schrieb sich mit einem beeindruckenden Sieg gleich doppelt in die Geschichtsbücher der Liga ein.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

 

Yair Rodriguez

Noch nie ist ein Kämpfer in der UFC einer Niederlage so knapp von der Schippe gesprungen wie am Wochenende Yair Rodriguez. Der zeitweise bei seinen Bossen in Ungnade gefallene Shootingstar wurde zwar weder dominiert, noch beinahe gefinisht, aber eine Sekunde vor Ende des Kampfes lag er auf den Punktrichterzetteln zurück.

Mit dem vertikal eingedrehten Ellbogen, der Chan Sung Jung ausknockte, holte sich Rodriguez dann nicht nur den Sieg, sondern gleich auch den Bonus für den „Fight of the Night“ und den für die „Performance of the Night“ sowie den Respekt Dana Whites, der anschließend twitterte, das Finish sei das „krankeste“ gewesen, „das ich je gesehen habe.“

Besser hätte es also kaum laufen können für „El Pantera“, der noch vor wenigen Monaten kurzzeitig aus der UFC geflogen war, angeblich, weil er nicht gegen Zabit Magomedsharipov kämpfen wollte. Anschließend wurde der Kampf doch ausgesetzt, fiel jedoch wegen einer Verletzung Rodriguez' ins Wasser.

Der gab vor UFC Denver zu Protokoll, erst dann gegen Magomedsharipov kämpfen zu wollen, wenn dieser sich in der Federgewichtsrangliste hochgearbeitet habe. Da die UFC sich aber meist wenig um solche Befindlichkeiten schert, ist fraglich, wie viel Mitspracherecht Rodriguez in dieser Frage hat. Zudem verspricht das Duell Feuerwerke wie aktuell kaum eine andere Ansetzung in der Gewichtsklasse.
Nächster Gegner: Zabit Magomedsharipov

 

Donald Cerrone

Gleich zwei Rekorde brach Donald „Cowboy“ Cerrone am Wochenende in seiner Heimatstadt mit dem Erstrunden-Armbar gegen Mike Perry: Den für die meisten Siege in der UFC und den für die meisten Finishes. Cerrone mag seine Aufs und Abs haben, worauf man sich bei ihm aber verlassen kann, ist ein harter Kampf. Nicht zuletzt deshalb ist der 35-Jährige einer der größten Fan-Favoriten der Liga und dürfte dort einen Job haben, so lange er will.

Nach dem Sieg kündete Cerrone an, aus dem Welter- zurück ins Leichtgewicht zu wechseln und dort bereits einen „sehr spannenden“ Gegner mit einem „aufregenden Kampfstil“ vorgeschlagen bekommen zu haben. Nach Spekulationen, es könnte Justin Gaethje sein, wurde der kürzlich gegen Anthony Pettis gebucht. Nun überlegen einige laut, ob es nicht Conor McGregor sein könnte.

Wenn es einen Zeitpunkt gibt, diesen Kampf anzusetzen, dann ist er jetzt gekommen. McGregor braucht nach seiner Niederlage gegen Nurmagomedov einen möglichst prestigeträchtigen Comeback-Kampf und der allseits populäre Cerrone würde ihm aller Voraussicht nach liebend gerne eine Schlacht im Stand liefern. Zudem haben die beiden eine auf diversen Pressekonferenzen bestens dokumentierte Mini-Fehde am Laufen. Die Gelegenheit, diesen Kampf anzusetzen, sollte man nicht verstreichen lassen.
Nächster Gegner: Conor McGregor

 

Maycee Barber

Das UFC-Debüt auf dem Hauptprogramm vor heimischer Kulisse und dann ein vorzeitiger Sieg. Maycee „The Future“ Barber hätte sich kein besseres Wochenende als das vergangene wünschen können. Mit ihrem technischen Knockout gegen Hannah Cifers stellte sich die 20-Jährige der MMA-Welt gebührend vor.

Die UFC braucht junge Talente wie Barber im Strohgewicht, um die Gewichtsklasse auch mittel- bis langfristig interessant zu halten. Sie sollte die UFC nicht zu schnell zu hoch pushen, mit 20 Jahren hat die junge Amerikanerin noch jede Menge Zeit, ohne großen Mediendruck auf kleineren Events Erfahrung zu sammeln.
Nächste Gegnerin: Emily Whitmire