Kolumnen

GNP1-Matchmaker: Junge Wilde und alte Hasen mit großen Siegen

Grund zum Grinsen: Kelvin Gastelum holte sich in Brasilien den größten Sieg seiner Karriere (Foto: Tobias Bunnenberg).

Solide Action bot am Samstag die UFC Fight Night 106 aus Fortaleza. Mit einer Reihe bekannter Namen auf dem Programm versprach der Kampfabend aus Brasilien schon im Vorfeld einiges und enttäuschte auch in der Praxis nicht: Von alten Hasen mit großen Siegen bis hin zu einem starken Kandidaten für den Knockout des Jahres gab es jede Menge zu sehen.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends.

Kelvin Gastelum

Wirklich überraschend war das Ergebnis nicht, überzeugt hat Kelvin Gastelum trotzdem mit seinem Knockout gegen Vitor Belfort. In seinem zweiten Kampf im Mittelgewicht ist das der zweite Sieg, und nach den beiden Erfolgen in der neuen Gewichtsklasse denkt der 25-Jährige darüber nach, in der 85-Kilo-Klasse zu bleiben.

Seinen nächsten (Wunsch-) Gegner hat Gastelum auch schon. Nach Belfort wird Gastelum bei UFC 212 am 3. Juni in Rio de Janeiro die nächste alternde Legende vor die Fäuste bekommen. Gegen Anderson Silva kann der TUF-Sieger manifestieren, dass er auch im Mittelgewicht an die Spitze gehört. Nächster Gegner: Anderson Silva

Mauricio Rua

Als altes Eisen kann man Mauricio „Shogun“ Rua nicht bezeichnen. Obwohl der Brasilianer über die Jahre jede Menge Meilen angesammelt hat, ist er mit 35 Jahren noch vergleichsweise jung. Dass er gerade den Herbst einer illustren Karriere durchlebt, dürfte trotz drei Siegen in Folge klar sein.

Gegen Gian Villante zeigte der Chute Boxe-Alumnus wieder sein brachiales Thaiboxen, das ihm bereits bei Pride FC beste Dienste geleistet hat. Nach Corey Anderson hat „Shogun“ mit diesem Sieg den nächsten Vertreter der nächsten Generation zurückgewiesen.

Ob es jetzt mal wieder gegen einen Veteranen zur Sache geht? Optionen hat Rua jedenfalls einige. Als Nummer fünf der Rangliste dürfte es aber am wahrscheinlichsten sein, dass er als nächstes doch wieder einem jungen Wilden die Chance geben wird, seinen Platz einzunehmen. Nächster Gegner: Misha Cirkunov oder Volkan Oezdemir

Edson Barboza

Über Jahre hieß es zu Edson Barboza, er könnte der beste Kämpfer im Leichtgewicht sein, hätte er nur ein stärkeres Kinn. Nachdem seine Nehmerfähigkeiten ihn in der UFC tatsächlich gleich mehrfach Kämpfe gekostet haben, in denen er am Gewinnen war, hat der Thaiboxexperte nun einen Weg gefunden, Schaden von sich abzuhalten und seine Stärken effektiver einsetzen zu können.

Gegen Beneil Dariush hat ihn das in die Lage gebracht, wieder das zu zeigen, was ihn seit seinem UFC-Debüt zum Fan-Favoriten gemacht hat. Das eingesprungene Knie ist schon jetzt ein starker Kandidat für den Knockout des Jahres.

Als aktuelle Nummer fünf der Rangliste dürfte es seine Position kurz vor unmittelbarer Titelnähe nur weiter stärken. Khabib Nurmagomedovs Leid könnte dabei Edson Barbozas Freude sein, denn ob die UFC das dreimal ausgefallene Duell gegen Tony Ferguson noch einmal in näherer Zukunft ansetzt, dürfte fraglich sein.

Stattdessen wäre ein Rückkampf zwischen Ferguson, falls dieser nicht gegen Conor McGregor kämpfen sollte, und Barboza nicht die schlechteste Option. Letzterer hat diese Alternative schon selbst zur Sprache gebracht. Nächster Gegner: Tony Ferguson

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