Kolumnen

GnP-Prognosen für UFC 121

UFC 121

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe unserer hauseigenen Expertentipprunde. Ab sofort werden wir – in wechselnder Besetzung und vielleicht auch mit dem einen oder anderen Überraschungsgast – vor jeder Großveranstaltung einen Blick in unsere Kristallkugeln werfen und unsere Einschätzungen zu den einzelnen Kämpfen abgeben.

Für UFC 121, die am 23. Oktober in Anaheim, Kalifornien stattfindet, geben GnP-Gründer Tim Leidecker, die beiden Chefredakteure Mark Bergmann und Jan Großöhmigen sowie Playboy Elias Stefanescu ihre Prognosen ab.

Schwergewichtstitelkampf: Brock Lesnar (5-1 MMA, 4-1 UFC) vs. Cain Velasquez (8-0 MMA, 6-0 UFC)

Mark: Brock Lesnar ist der wichtigste Champion in der Geschichte der UFC – Velasquez seine bislang wohl größte Herausforderung. Er ist ein ebenso guter Ringer, konnte zuletzt Minotauro ausknocken und besitzt herausragende Kondition. Die Masse und Schnelligkeit Lesnars wird hier aber dennoch zum Sieg reichen. Und wenn es mal eng wird, gibt's zur Not ja immer noch den Champion-Vorteil. Brock Lesnar via TKO in Runde 2

Elias: Brock Lesnar müsste durch seinen Gewichtsvorteil den Kampf auf den Boden bringen können und damit gewinnen. Velasquez Chance ist der Knockout, da er der bessere Boxer sowie der beweglichere Kämpfer ist. Er muss den Kampf im Stand halten und Lesnars Takedowns auswechen. Gelingt ihm dies hat er große Chancen den Kampf zu gewinnen. Schafft er dies jedoch nicht, wird auch sein gutes Ringen nicht mehr helfen und Brock liegt, wie in den Kämpfen davor, auf seinem Gegner. Da Cain ein zäher Brocken ist, kann der Kampf durchaus über die volle Distanz gehen. Brock Lesnar nach Punkten

Tim: Nachdem sich die große Mehrheit bereits auf einen Sieg von Cain eingeschossen hat, muss ich gegen den Strom schwimmen. Zum einen, weil Lesnar mit Vollbart nun noch markiger und erdiger aussieht, zum anderen weil mein guter Freund Alan Omer auf den früheren WWE-Superstar gesetzt hat und Alans Tipprekord in der Vergangenheit absolut makellos gewesen ist. Prognose: Brock Lesnar gewinnt durch Abbruch des Ringrichters in Runde 2 nach Schlägen gegen den ins Käfiggitter gedrückten Velasquez.

Jan: Eine enge Kiste. Velasquez ist wohl der kompletteste Kämpfer im Schwergewicht: Ein guter Kickboxer mit erstaunlicher Bodenkontrolle, hartem Ground and Pound, ausgezeichneter Kondition und exzellenten ringerischen Fähigkeiten. Aber kann er so gut ringen wie Lesnar? Und wie wird er mit dessen Kraft- und Gewichtsvorteil fertig? Einstecken und austeilen können sie beide – fraglich ist nur, was Velasquez macht, falls Lesnar ihn auf den Rücken verfrachten kann. Aus dieser Position haben wir Velasquez noch nicht gesehen, können darüber als nur spekulieren. Im Stand fühlt sich Velasquez um einiges wohler als Lesnar: Er bewegt sich flüssiger, schlägt vielseitige Boxkombinationen und setzt auch Tritte ein. Velasquez wird Lesnar anfangs im Stand zusetzen, welcher ihn aber früher oder später zu Boden bringt und den Kampf dort mit Ground and Pound beendet, ähnlich wie im Rückkampf gegen Frank Mir. Brock Lesnar via TKO in Runde 3

Jake Shields (25-4-1 MMA, 0-0 UFC) vs. Martin Kampmann (17-3 MMA, 8-2 UFC)

Elias: Der ehemalige Strikeforce und EliteXC Champion Shields wird gegen Kampmann nicht den Fehler begehen und stehen bleiben, sondern den Kampf auf den Boden bringen und dort durch seine Kontrolle dominieren und eventuell mit einem Aufgabegriff beenden, sofern Kampmann ihm diesen gibt. Shields' Ground and Pound schien in seinen letzten Kämpfen sehr schwach, doch daran wird er in den letzten Monaten sicher gearbeitet haben, so dass auch dies eine Gewinnoption sein wird. Jake Shields via TKO in Runde 2

Tim: Der Kampf ist maßgeschneidert für Shields, seine Stärken (Ringen, Bodenkampf, Kontrolle) auch in der UFC zu demonstrieren. Kampmann ist ihm technisch, taktisch und körperlich in allen Belangen unterlegen. Jake Shields nach Punkten

Jan: Kampmann ist ein schlechtes Matchup für Shields: Er ist sehr variabel im Stand, kann sich gut gegen Takedowns verteidigen und auf dem Boden, wo er gerne unterschätzt wird, kann er mit fast allen Weltergewichten in der UFC mithalten, wie zuletzt im Kampf gegen Paulo Thiago gezeigt. Aber Shields ist einer der besten Ringer und Bodenkämpfer in dieser Gewichtsklasse und schafft es wie kaum ein Zweiter, diese Bereiche im Kampf zu verknüpfen. Er ist nicht so naiv zu glauben, er könnte mit Kampmann im Stand kämpfen und wird wohl von Beginn an den Bodenkampf suchen, was ihm nach anfänglicher Anstrengung auch gelingen sollte. Es ist schwierig, Kampmann zur Aufgabe zu zwingen, deswegen tippe ich auf Jake Shields nach Punkten.

Mark: Kampmann ist das Begrüßungskomitee für Neuzugang Jake Shields. Der Strikeforce Mittelgewichtschampion bekommt zum UFC-Debüt also kein Fallobst vorgesetzt. Shields sollte mit schnellen Takedowns und sicherer Bodenkontrolle jedoch die Nase vorn haben und den "Hitman" mit Ground and Pound eindecken, bis sich vielleicht die Chance für eine Submission bietet. Jake Shields nach Punkten

Diego Sanchez (21-4 MMA, 10-4 UFC) vs. Paulo Thiago (13-2 MMA, 3-2 UFC)

Jan: Dieses Duell sollte für einen engen und ausgeglichenen Kampf über drei Runden sorgen, mit vielen aufregenden Transitions und Scrambles. Das Potential für einen der besten Kämpfe des Jahres ist vorhanden, fraglich ist jedoch, wie Sanchez nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge auftreten wird. Aggressiv wie immer oder übervorsichtig? Beide sind sowohl im Stand als auch auf dem Boden gefährlich, wobei Thiago in beiden Bereichen leicht die Nase vorne hat, während Sanchez der bessere Ringer ist. Es ist fast unmöglich, einen von ihnen vorzeitig zu besiegen, weswegen ich von einer regelrechten Schlacht ausgehe, die Thiago in den Übergängen für sich entscheidet. Paulo Thiago nach Punkten

Tim: Diego sah bei seinem Kampf gegen Hathaway im Mai einfach schrecklich aus. Einen Monat später erwischte es dann auch Thiago, der gegen Kampmann überraschend auch am Boden keine Schnitte sah. Obwohl er dort 2005-2006 einige gute Erfolge für sich verbuchen konnte, hätte Sanchez bereits nach der Pleite gegen Hathaway das „Experiment Weltergewicht“ abbrechen sollen. Mit 77kg-Alltagsgewicht gegen Gegner mit 85-90kg anzutreten, ist keine gute Idee. Paulo Thiago nach Punkten

Elias: Sanchez braucht diesen Sieg und wird mit diesem Leistungsdruck alles geben, doch auch Thiago geht es nicht anders, denn er verlor zuletzt gegen Kampmann. Der Kampf könnte in einer Kickboxschlacht enden, doch beide Männer sind so gut wie unmöglich KO zu schlagen. Thiago müsste den Kampf auf den Boden bringen, sollte die Lage brenzlig werden. Paulo Thiago nach Punkten

Mark: Nach zwei Niederlagen in Folge benötigt Sanchez dringend einen Sieg. Mit Paulo Thiago hat er jedoch eine schwere Aufgabe vor sich. Der brasilianische Sondereinsatzpolizist besitzt gefährliche Submissions und ist auch im Stand nicht zu unterschätzen. Sollte Sanchez das Leistungstief des letzten Jahres noch immer nicht überwunden haben, wird er hier seinen dritten Fight in Folge verlieren. Paulo Thiago nach Punkten

Tito Ortiz (15-7-1 MMA, 14-7-1 UFC) vs. Matt Hamill (9-2 MMA, 8-2 UFC)

Mark: Die großen Tage des "Huntington Beach Bad Boy" sind vorüber. Von seinen letzten vier Fights konnte er keinen einzigen gewinnen. Sein früherer Schüler Matt Hamill hat zwar nicht die Klasse eines Machida, Evans, Griffin oder Liddell, aber für einen alternden Ortiz wird es dennoch reichen. Hamill ist – genauso wie sein früherer TUF-Coach – ein aggressiver Ringer, doch agiert im Stand etwas variabler. Es würde mich nicht wundern, wenn der Kampf auch dort entschieden wird. Wahrscheinlicher ist jedoch ein Punktsieg des tauben Ringers. Matt Hamill nach Punkten

Jan: Der Lehrling gegen seinen Meister... Ortiz ist ein körperliches Wrack: Zig Verletzungen und noch mehr Operationen haben ihn in den letzten Jahren geplagt. Richtiges Training war kaum möglich. In den letzten zweieinhalb Jahren hat er nur einen einzigen Kampf bestritten und wirkte dabei verständlicherweise eingerostet. Hamill gewann in derselben Zeit fünf von sechs Kämpfen. Im Stand erwartet uns Not gegen Elend. Was die körperliche Fitness, die Power und das Ringen betrifft, liegt Hamill klar vorne. Er wird diktieren, wo der Kampf stattfindet und Ortiz boxerisch auspunkten. Matt Hamill nach Punkten

Tim: Im Duell Lehrer gegen Schüler wird sich der Schüler am Ende klar durchsetzen. Obwohl sie fast gleich alt sind, hat der „Huntington Beach Bad Boy“ körperlich doch einige Kilometer mehr auf der Uhr. Explosivität und Killerinstinkt sind schon vor Jahren abhanden gekommen, eine Verbesserung im Standkampf ließ hingegen lange auf sich warten. Hamill ist ebenfalls beileibe kein starker Boxer, aber er hat sehr harte Hände und die ringerischen Qualitäten Titos Stärken zu negieren. Matt Hamill nach Punkten (geteilt)

Elias: Tito Ortiz braucht einen Sieg. Seine UFC-Rückkehr war bislang nicht besonders erfolgreich, seine Titelaspirationen werden inzwischen belächelt. Ein Sieg gegen den starken Ringer Hamill ist hier Pflicht. Tito sollte das tun, womit er monatelang die Nr. 1 in der UFC war: Seinen Gegner auf dem Boden mit Ground and Pound finishen. Wenn er dies nicht tut und Hamills Takedowns nicht abwehrt kann es eine weitere Niederlage kosten. Tito Ortiz via TKO in Runde 3

Brendan Schaub (6-1 MMA, 2-1 UFC) vs. Gabriel Gonzaga (11-5 MMA, 7-4 UFC)

Elias: Gonzaga verlor zuletzt gegen Junior dos Santos und sollte diesen Kampf gegen den Newcomer Brendan Schaub gewinnen, sofern er nicht zu den schwächeren Kämpfern der Gewichtsklasse abgestempelt werden will. Gonzaga muss hierfür seine BJJ-Künste anwenden, um den Kampf auf dem Boden zu gewinnen. Im Stehen wird Schaub seine Vorteile haben. Gabriel Gonzaga via Aufgabe in Runde 2

Tim: „TUF 10“-Finalist Schaub wurde zuletzt im vergangenen Dezember gewogen und nach dem Kampf gegen Roy Nelson nicht nur auf Grund seiner „nur“ 108kg sportlich für zu leicht befunden. Gegen Napao bekommt er nun, zehn Monate später, noch einmal die Chance sich zu beweisen. Auch wenn es für den Brasilianer zuletzt alles andere als gut lief, sollte er sowohl im Stand als auch am Boden zu viel für Schaub sein. Gabriel Gonzaga via Aufgabe in Runde 1

Mark: Seit dem Sensationssieg gegen Mirko Cro Cop hat Gonzaga jeden Kampf gegen ernstzunehmende Gegner verloren und ist mittlerweile nicht mehr als ein Gatekeeper für junge Talente. Schaub hingegen ist ein solches junges Talent. Er ist hungrig und er hat Dynamit in den Fäusten. Noch nie musste er in die zweite Runde – auch in diesem Kampf wird sich das nicht ändern. Brendan Schaub via TKO in Runde 1

Jan: Gonzaga wurde nach seinem schockierenden KO-Sieg gegen Mirko Cro Cop von vielen Menschen zum Weltklassekickboxer erhoben, doch das ist er nicht. Schaub zwar ebenfalls nicht, aber seine boxerischen Fähigkeiten sind besser als die von Gonzaga, und er kann schneller und härter zuschlagen. Wenn Gonzaga Schaub auf die Matte bringt, wird er leichtes Spiel mit ihm haben, aber Takedowns werden ihm gegen einen Spitzenathleten wie Schaub schwer fallen. Gonzaga zerbrach in der Vergangenheit öfters unter Druck, aber genau den wird Schaub von der ersten Sekunde an bringen und ihn damit überwältigen. Brendan Schaub via TKO in Runde 1

Court McGee (12-1 MMA, 1-0 UFC) vs. Ryan Jensen (15-6 MMA, 2-4 UFC)

Jan: Man merkt, dass die UFC ihren "TUF 11"-Sieger behutsam aufbauen und nicht sofort in herausfordernde Kämpfe stecken will. Jensen ist ein guter Bodenkämpfer, aber im Ringen und Stand zu schwach, um McGee gefährden zu können. McGee kann Jensen mit seinen schnellen Boxkombinationen zusetzen und dadurch den Kampf gewinnen. Court McGee via TKO in Runde 2

Elias: McGee hat die Vorteile im Standkampf, wobei Jensen ihm zum Teil Paroli bieten wird. Da McGees vermeintliche Schwäche im Bodenkampf liegt, wird Jensen den Weg dahin suchen. Doch McGee ist relativ bruchfest und wird diesen Kampf über die Runden bringen. Court McGee nach Punkten

Patrick Cote (13-6 MMA, 4-6 UFC)  vs. Tom Lawlor (6-3 MMA, 2-2 UFC)

Jan: Ein Kickboxer gegen einen Ringer, der sich seit kurzem für einen Kickboxer hält. Cote und Lawlor sind schlagkräftig und haben gute Nehmerqualitäten, aber Cote ist technisch weit überlegen. Beide brauchen dringend einen Sieg, aber der wird an diesem Abend nur dem Frankokanadier vorbehalten sein. Patrick Cote nach Punkten

Elias: Cote wird nach seinen letzten Niederlagen wieder angreifen müssen, wenn er zu den Besten seiner Gewichtsklasse gehören will. Lawler geht es genauso, denn er verlor auch seine letzten beiden Kämpfe. Cote wird den Kampf, wie gewohnt, im Stehen führen und seinen Gegner mit Schlägen malträtieren, während seine einzige Schwäche, und damit Lawlors Chance, der Bodenkampf ist. Patrick Cote via (T)KO in Runde 2

Mike Guymon (12-3-1 MMA, 1-1 UFC) vs. Daniel Roberts (10-1 MMA, 1-1 UFC)

Jan: Roberts machte in seinem Debüt gegen John Howard zwei Minuten lang auf dem Boden einen guten Eindruck, ehe er einem kräftigen Schlag seines Gegners zum Opfer fiel. Guymon ist ein widerstandsfähiger Veteran, doch ich sehe Roberts ihn auf die Matte werfen und anschließend zur Aufgabe zwingen. Daniel Roberts via Aufgabe in Runde 1

Elias: Ich sehe diesen Kampf als offenen Schlagabtausch mit ähnlichem Können. Beide Kämpfer haben den Großteil ihrer Siege durch Aufgabe gewonnen, vereinzelt mit einigen TKOs. Da Guymon der erfahrenere Kämpfer ist, denke ich, dass er den Kampf durch seinen Standupvorteil gewinnen kann. Roberts BJJ ist jedoch nicht zu unterschätzen. Mike Guymon via TKO in Runde 2

Sam Stout (15-6-1 MMA, 4-5 UFC) vs. Paul Taylor (10-5-1 MMA, 3-4 UFC)

Elias: Zwei Knockout-Künstler im Duell. Beide Kämpfer gehen stetig nach vorne, wie ein Terminator und leiden nicht an Konditionsproblemen. Dies könnte der Standup-Fight des Abends werden und kann, meiner Meinung nach, aufgrund der Eisenkinne beider Kämpfer über die volle Distanz gehen. Sam Stout nach Punkten

Jan: Stout ist einer der technisch besten, vielleicht sogar der beste technische Kickboxer im Leichtgewicht. Seine Angriffe sind extrem vielseitig, er ist schnell und beweglich, seine Beinarbeit ist hervorragend und er verfügt über gute Nehmerqualitäten. Taylor ist ein zäher Hund, aber technisch hat er Stout nicht viel entgegenzusetzen. Hinzu kommt, dass er erstmals ins Leichtgewicht runtergeht (beim ersten Versuch im April in Abu Dhabi ging es schief), was ihn zusätzlich belasten wird. Stout sollte den Kampf im Stehen kontrollieren können und Taylor Stück für Stück zerlegen. Sam Stout nach Punkten

Tim: Im Kampf des Abends ist Stout nach der knappen Niederlage gegen Jeremy Stephens im Mai mal wieder dran zu gewinnen. Taylors Abstieg ins Leichtgewicht stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Im April in Abu Dhabi schaffte er es nicht, dass Gewicht zu machen und nach einer Niederlage gegen Stout dürfte er wohl die Koffer packen. Prognose: Sam Stout gewinnt einstimmig nach Punkten.

Chris Camozzi (13-3 MMA, 1-0 UFC) vs. Dongi Yang (9-0 MMA, 0-0 UFC)

Elias: Dies wird ein typischer Kampf zwischen Boden- und Standkämpfer. Yang konnte seine Fights fast ausschließlich durch KO gewinnen, während Camozzi dies auf dem Boden tut. Die Frage ist, ob Camozzi den Kampf auf den Boden bringen kann. Sollte er dies tun, gewinnt er. Falls nicht, wird er KO geschlagen. Chris Camozzi via Aufgabe in Runde 1

Jan: Yang hat in Asien einiges an Fallobst verspeist, aber auch Camozzi hat in seiner bisherigen Karriere noch keine Bäume ausgerissen. Camozzi ist ein vielseitiger Kämpfer und hat durchaus das Potential, das Debüt des Südkoreaners zu verderben. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er weite Strecken des Kampfes auf dem Rücken verbringen und das Ground and Pound von Yang einstecken wird. Dongi Yang via TKO in Runde 2

Jon Madsen (6-0 MMA, 3-0 UFC) vs. Gilbert Yvel (36-15-1 MMA, 0-2 UFC)

Mark: Gilbert Yvels UFC-Karriere verlief bislang alles andere als erfolgreich. Von zwei Kämpfen verlor er zwei. Madsen hatte nach seiner Teilnahme bei "The Ultimate Fighter" etwas mehr glück. Er ist bislang ungeschlagen in der UFC. In der TUF-Serie verlor jedoch via KO gegen Brendan Schaub, Yvel hat also definitiv die Chance auf einen Knockout. Dennoch glaube ich, dass Yvels Kickboxen zuletzt weit weniger gefährlich war als noch vor einigen Jahren. Am Boden hat der Holländer sich zudem nie wirklich weiterentwickelt. Madsen wird hier den Kampf mit Ground and Pound entscheiden. Jon Madsen via TKO in Runde 2

Elias: Madsen will sich nach drei Siegen in der UFC einen Namen machen, während Yvel in den letzten Kämpfen nicht überzeugen konnte und alle in der UFC verlor. Yvels Kondition schwächelt bereits nach einer Runde und sein Ringen und Bodenkampf gehören zu den schwächeren der Gewichtsklasse. All dies spricht gegen ihn, doch ich denke er sieht die Zeichen der Zeit und ist in der Lage, diesen Kampf durch KO zu gewinnen und sich damit einen weiteren Auftritt in der UFC zu sichern. Gilbert Yvel via (T)KO in Runde 1

Jan: Madsen ist ein guter Ringer, Yvel ist kein guter Ringer. Brock Lesnars Trainingspartner wird es daher wieder so machen, wie er es immer macht und Yvel gegen den Käfig pressen und auf die Matte zerren, wo er ihn mit Ground and Pound bearbeitet, das dem Holländer zwar zusetzt, ihm aber nicht genügend Schaden zufügt, um ein vorzeitiges Ende herbeizuführen. Jon Madsen nach Punkten