Kolumnen

GnP Geschichtsstunde: Wand, Cro Cop und ein Ninja-Polizist

In unserer Rubrik „Geschichtsstunde" werfen wir jeden Montag einen Blick ins Geschichtsbuch des MMA-Sports und erinnern an die sportlichen und persönlichen Ereignisse, die in der jeweils vergangenen Kalenderwoche ihr Jubiläum hatten. Diese Woche mit: Wanderlei Silva, Mirko Cro Cop, Bas Rutten und einem ungewöhnlichen UFC-Turniersieger.

14. September 1998: Ruttens Abschied mit Ohrfeigen
Einer der größten Stars der japanischen Pancrase-Organisation verabschiedete sich am 14. September 1998 mit einem Knall in Richtung UFC. Der Niederländer Bas Rutten besiegte den Japaner Kengo Watanabe innerhalb von drei Minuten durch technischen Knock-out. Den Kampfabbruch führte Rutten mit Handballenschlägen zum Kopf herbei – Faustschläge waren bei Pancrase verboten.

13. September 2008: Nurmagomedov feiert Profidebüt
Der russische Senkrechtstarter Khabib Nurmagomedov bestritt am 13. September 2008 seinen ersten Profikampf. Bei einer CSFU-Veranstaltung in der Ukraine zwang er seinen Gegner Vusal Bayramov in der ersten Runde mit einem Triangle Choke zur Aufgabe. Sechs Jahre später ist Nurmagomedov immer noch unbesiegt. Seine Kampfbilanz: 22-0! Ein Mann, der auf Fedors Spuren wandelt. In der UFC hat er bislang sechs Kämpfe gewonnen.

12. September 1999: Wand debütiert bei PRIDE
Der 12. September 1999 war der Auftakt für die Legende des Axtmörders. Der Brasilianer Wanderlei Silva kämpfte an diesem Tag zum ersten Mal für PRIDE FC in Japan. Bei PRIDE 7 besiegte er den amerikanischen Profi-Wrestler Carl Ognibene einstimmig nach Punkten. In der Folgezeitentwickelte sich Silva dank seines rücksichtslosen Kampfstils zu einem wahren Superstar. Sechs Jahre lang regierte er die Halbschwergewichtsklasse als Champion.

12. September 1983: Johny Hendricks wird geboren
Am 12. September 1983 erblickte Johny Hendricks in Ada, Oklahoma das Licht der Welt. Nach einer erfolgreichen Karriere im College-Ringen, während der er unter anderem die Landesmeisterschaft in der höchsten Leistungsklasse gewann, wechselte er 2007 zum MMA-Sport. In diesem Jahr krönte er seine sportliche Weiterentwicklung mit dem Gewinn des Weltergewichtstitels der UFC.

10. September 2011: Rockhold wird Strikeforce-Champion
Luke Rockhold ist der letzte Mittelgewichtschampion von Strikeforce. Am 10. September 2011 nahm er dem BrasilianerRonaldo „Jacare“ Souza den Gürtel mittels einstimmiger Punktentscheidung ab. 2012 verteidigte Rockhold den Mittelgewichtstitel gegen Keith Jardine und Tim Kennedy. Anschließend wechselte er in die UFC.

10. September 2006: Cro Cop gewinnt Open Weight Grand Prix von PRIDE
Der 10. September 2006 ist mit Sicherheit einer der schönsten Tage im Leben von Mirko „Cro Cop“ Filipovic gewesen. An seinem 32. Geburtstag gewann der kroatische Kickboxer bei PRIDE Final Absolute in Japan den Grand Prix in der offenen Gewichtsklasse. An einem Abend knockte er Wanderlei Silva mit einem Headkick aus und zwang Josh Barnett mit Schlägen zur Aufgabe. Dies war Cro Cops größter sportlicher Erfolg und zugleich sein letzter Auftritt im PRIDE-Ring. Nur ein halbes Jahr später debütierte er in der UFC.

9. September 1994: Ninja-Polizist gewinnt Turnier bei UFC 3
Eines der kuriosesten UFC-Turniere fand am 9. September 1994 in Charlotte, North Carolina statt. Der große Favorit Royce Gracie gab nach dem Viertelfinale wegen Erschöpfung auf und Ken Shamrock verpasste das Finale aufgrund einer Verletzung. So kam es, dass der Ersatzkämpfer Steve Jennum, ein Polizist, der Ninjitsu trainierte, im Finale auf Harold Howard traf. Jennum besiegte Howard mit Ground and Pound und gewann somit das Turnier mit nur einem einzigen Kampf – eigentlich musste man dafür drei Kämpfe für sich entscheiden. Die UFC änderte daraufhin ihr Regelwerk dahingehend, dass auch Ersatzkämpfer einen Ausscheidungskampf bestreiten mussten.

8. September 2007: Erste Titelvereinigung zwischen UFC und PRIDE
Der erste Titelvereinigungskampf zwischen einem UFC-Champion und einem PRIDE-Champion fand am 8. September 2007 bei UFC 75 in London statt. Quinton „Rampage“ Jackson, Halbschwergewichtschampion der UFC, kämpfte gegen Dan Henderson, Halbschwergewichts- und Mittelgewichtschampion von PRIDE. In Japan war Jackson an Wanderlei Silva gescheitert – erst in der UFC gelang es ihm, einen PRIDE-Champion zu besiegen. Er bezwang Henderson nach fünf Runden einstimmig nach Punkten.