Kolumnen

GnP Geschichtsstunde: Shogun, Wanderlei Silva und Fedor

In unserer Rubrik „Geschichtsstunde" werfen wir jeden Montag einen Blick ins Geschichtsbuch des MMA-Sports und erinnern an die sportlichen und persönlichen Ereignisse, die in der jeweils vergangenen Kalenderwoche ihr Jubiläum hatten. Diese Woche mit: Wanderlei Silva, Mauricio Rua, Fedor Emelianenko und Mike Brown.

9. November 2003: Silva gewinnt PRIDE Grand Prix
Im Jahr 2003 dominierte Wanderlei Silva den Grand Prix im Mittelgewicht von PRIDE FC. Im August hatte er das japanische Idol Kazushi Sakuraba im Viertelfinale K.o, geschlagen. Am 9. November 2003 fanden bei PRIDE Final Conflict in Tokio das Halbfinale und Finale statt. An einem Abend besiegte Silva erst den Judo-Olympiasieger Hidehiko Yoshida im „Kampf des Jahres" einstimmig nach Punkten und bezwang anschließend Quinton „Rampage" Jackson mit einer Serie von Kniestößen durch technischen Knock-out.

8. November 2002: Das Debüt von Shogun
Zwölf Jahre vor der bittersten Niederlage seiner Karriere bestritt Mauricio „Shogun" Rua seinen ersten Profikampf. In seiner Heimat Curitiba kämpfte der Brasilianer am 8. November 2002 bei der siebten Veranstaltung von „Meca World Vale Tudo" gegen seinen Landsmann Rafael Freitas. Nach exakt vier Minuten knockte Shogun ihn mit einem Headkick aus.

7. November 2009: Fedor debütiert bei Strikeforce
Das legendäre russische Schwergewicht Fedor Emelianenko hatte sich in den Verhandlungen nach dem Ende von Affliction Entertainment gegen die UFC und für Strikeforce entschieden. Am 7. November 2009 feierte der langjährige PRIDE-Champion sein Debüt. In Hoffman Estates, Illinois stand er dem damals unbesiegten Brett Rogers gegenüber. Rogers fand gut in den Kampf und setzte Emelianenko in der ersten Runde schwer zu, doch der kehrte im zweiten Durchgang stark zurück und schlug Rogers mit seinem berüchtigten rechten Schwinger K.o.

5. November 2008: Brown nimmt Faber den WEC-Titel ab
Mike Brown ging am 5. November 2008 bei WEC 36 mit einer sieben Kämpfe umfassenden Siegesserie in das Federgewichtstitelduell mit Urijah Faber, dem Aushängeschild und größten Star von World Extreme Cagefighting. Seine Kreativität und Unberechenbarkeit wurde Faber in diesem Kampf zum Verhängnis. Er wollte Brown aus der Drehung mit einem Ellenbogenstoß überraschen, aber der reagierte blitzschnell und empfing Faber mit einem rechten Haken. Faber ging zu Boden und Brown beendete den Kampf mit Ground and Pound. Ein Jahr später musste er den Titel an Jose Aldo abgeben.

3. November 2001: Silva gewinnt PRIDE-Titel
Eine der glorreichsten Titelregentschaften in der Geschichte des MMA-Sports begann am 3. November 2001. Der Brasilianer Wanderlei Silva kämpfte bei PRIDE 17 gegen den japanischen Superstar Kazushi Sakuraba um den Mittelgewichtstitel. Silva hatte Sakuraba bereits im März in 98 Sekunden auseinandergenommen und knüpfte im November an dieser Leistung an. Sakuraba hielt diesmal länger dagegen, aber in der Pause zwischen der ersten und zweiten Runde beendete der Ringarzt das Duell. Erst fünfeinhalb Jahre später, im Februar 2007, verlor Silva den Titel an Dan Henderson.

2. November 2001: Hughes nimmt UFC-Titel an sich
Was für Wanderlei Silva bei PRIDE FC gilt, gilt auch für Matt Hughes in der UFC. Am 2. November 2001 begann bei UFC 34 seine beeindruckende Titelregentschaft als Weltergewichtschampion. Als sein Gegner Carlos Newton ihn in der zweiten Runde einem Triangle Choke gefangen hatte, slammte Hughes ihn so hart auf die Matte, dass er ihn ausknockte. Hughes verteidigte den Weltergewichtstitel anschließend fünf Mal in Folge, bis BJ Penn ihn im Januar 2004 besiegte.