Kolumnen

GnP Geschichtsstunde: Rutten, Fedor, Couture und UFC 151

GnP Geschichtsstunde

In unserer Rubrik „Geschichtsstunde" werfen wir jeden Montag einen Blick ins Geschichtsbuch des MMA-Sports und erinnern an die sportlichen und persönlichen Ereignisse, die in der jeweils vergangenen Kalenderwoche ihr Jubiläum hatten. Diese Woche mit: UFC 151, Randy Couture, Fedor Emelianenko, Yuki Kondo, Rashad Evans und einem denkwürdigen UFC-Turnier.

7. September 1999: Barnett gewinnt SuperBrawl-Turnier
Im zarten Alter von 21 Jahren siegte Josh Barnett am 7. September 1999 beim SuperBrawl-Turnier auf Hawaii. An einem Abend besiegte er Juha Tuhkasaari und John Marsh durch Aufgabe in Runde eins sowie Bobby Hoffman einstimmig nach Punkten. Nach einem weiteren Sieg bei SuperBrawl, gegen Dan Severn, debütierte Barnett ein Jahr später in der UFC.

7. September 1996: Kondo kickt Shamrock aus dem Ring
Einer der kuriosesten Knock-outs überhaupt ereignete sich am 7. September 1996 bei einer Jubiläumsveranstaltung von Pancrase in Japan. Wenige Monate bevor Frank Shamrock anfing, die Halbschwergewichtsklasse der UFC zu dominieren, traf er auf Yuki Kondo. Als Shamrock an den Ringseilen stand und sich zu weit nach vorne bückte, trat Kondo ihm gegen den Kopf. Shamrock fiel K.o. nach hinten und purzelte durch die Ringseile hindurch auf den Hallenboden.

6. September 2008: Evans schlägt Liddell K.o.
Als Rashad Evans am 6. September 2008 bei UFC 88 gegen den langjährigen Halbschwergewichtschampion Chuck Liddell ins Octagon stieg, nahm ihn kaum jemand als potentiellen Titelherausforderer ernst. Liddell hatte seine Talfahrt bereits begonnen, aber Ringer wie Evans lagen ihm eigentlich, weswegen die meisten von einem klaren K.o.-Sieg ausgingen. Zu dem kam es dann auch in Runde zwei, allerdings erzielte ihn nicht Liddell, sondern Evans. Als Liddell einen Aufwärtshaken abfeuerte, konterte Evans mit einem rechten Schwinger und knipste Liddell damit die Lichter aus. Im darauffolgenden Kampf gewann Evans den Halbschwergewichtstitel.

6. September 2003: IFC-Turnier mit späteren MMA-Stars
Ob die Veranstalter der International Fighting Championship wussten, welche Talente am 6. September 2003 an ihrem Halbschwergewichtsturnier bei „Global Domination" teilnahmen? Renato „Babalu" Sobral gewann das 8-Mann-Turnier mit Siegen über Jeremy Horn, Mauricio „Shogun" Rua (seine erste Niederlage) und Trevor Prangley. Ein weiterer Teilnehmer war Forrest Griffin, der zuerst Chael Sonnen zur Aufgabe zwang, aber dann von Horn K.o. getreten wurde.

6. September 2002: Profidebüt von Condit
Einer der unterhaltsamsten MMA-Kämpfer der letzten Jahre feiert am 6. September 2002 im Alter von 18 Jahren sein Profidebüt. Carlos Condit zwang seinen Gegner Nick Roscorla bei der Aztec Challenge in Juarez, Mexiko in 52 Sekunden zur Aufgabe.

5. September 2000: Fedors erster K.o.-Sieg
Nach zwei Aufgabesiegen in seinen ersten beiden Profikämpfen bewies Fedor Emelianenko am 5. September 2000 erstmals auch seine gewaltige Schlagkraft. Bei einer RINGS-Veranstaltung in Japan schlug er den Lokalmatador Hiroya Takada in zwölf Sekunden mit einer Schlagsalve K.o. Seinen nächsten klaren K.o.-Sieg erzielte Emelianenko erst wieder am 24. Januar 2009, als er Andrei Arlovski bei Affliction 2 während eines Flying Knees abschoss.

4. September 2013: Benavidez gelingt Körper-K.o.-Rekord
Körpertreffer sind im Boxen seit langem eine beliebte Waffe, im MMA-Sport sind sie jedoch erst seit kurzem en vogue. Das Fliegengewicht Joseph Benavidez erzielte mit seinem Sieg am 4. September 2013 zum ersten Mal in der UFC zwei Kampfabbrüche durch Körpertreffer in Folge. Am 20. April hatte er Darren Uyenoyama mit einem Tritt zum Körper gestoppt, am 4. September legte er Jussier Formiga mit einem Kniestoß zum Körper lahm.

2. September 2008: Couture verlängert mit der UFC
Der fünffache UFC-Champion Randy Couture kündigte am 11. Oktober 2007 an, die UFC trotz eines gültigen Vertrags zu verlassen. Man würde ihm „zu wenig Respekt" entgegenbringen, sagte er, doch tatsächlich wollte er mehr Gehalt und einen Kampf gegen Fedor Emelianenko. Beides wollte oder konnte die UFC ihm nicht bieten. Monatelang kämpften Couture und die UFC über ihre Anwälte. Fast ein Jahr später, am 2. September 2008, gab die UFC bekannt, dass Couture einen neuen Vertrag über drei Kämpfe unterschrieben hat. Seinen nächsten Kampf würde er gegen den WWE-Superstar Brock Lesnar bestreiten – kein Fedor, aber immerhin ein großer Zahltag.

1. September 2012: UFC 151 abgesagt
Vor zwei Jahren sagte die UFC zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Veranstaltung ab. UFC 151 hätte am 1. September 2012 in Las Vegas, Nevada vom Titelkampf zwischen Jon Jones und Dan Henderson angeführt werden sollen. Eine Woche vor der Veranstaltung sagte Henderson seine Teilnahme aufgrund einer Knieverletzung ab. Chael Sonnen bot sich als Ersatz an, aber Jones und sein Team lehnten ab. Daraufhin ließ die UFC die komplette Veranstaltung platzen.

1. September 1995: Rutten wird King of Pancrase
Der niederländische MMA-Pionier Bas Rutten feierte am 1. September 1995 seinen ersten großen Titelerfolg. Bei der Jubiläumsveranstaltung von Pancrase in Japan zwang er Minoru Suzuki nach 15:35 Minuten Kampfzeit mit einem Guillotine Choke zur Aufgabe und wurde so King of Pancrase. Diesen Titel verteidigte er anschließend gegen Frank Shamrock und Masakatsu Funaki.