Kolumnen

GnP Geschichtsstunde: PRIDE FC, Edgar vs. Maynard und Velasquez

GnP Geschichtsstunde

In unserer Rubrik „Geschichtsstunde" werfen wir jeden Montag einen Blick ins Geschichtsbuch des MMA-Sports und erinnern an die sportlichen und persönlichen Ereignisse, die in der jeweils vergangenen Kalenderwoche ihr Jubiläum hatten. Diese Woche mit: PRIDE FC, Vitor Belfort, BJ Penn, Cain Velasquez und Chael Sonnen.

11. Oktober 1997: Die Geburtsstunde von PRIDE FC
Ein Kampf zwischen dem japanischen Profi-Wrestler Nobuhiko Takada und dem legendären BJJ-Meister Rickson Gracie war der Anlass für die Gründung der PRIDE Fighting Championships, damals noch KRS-Pride. Die Debütveranstaltung lockte 47.860 Zuschauer in den Tokyo Dome. Sie sahen, wie Gracie den überforderten Takada mit einem Armhebel zur Aufgabe zwang, wie Kimo Leopoldo und Dan Severn sich bis zu einem Unentschieden zermürbten und wie Gary Goodridge Oleg Taktarov K.o. schlug. Durch ein anderes Regelwerk, eine andere Kampffläche (Ring) und ausgiebige Show-Elemente hob sich PRIDE FC zehn Jahre lang deutlich vom großen Konkurrenten UFC ab. Nachdem Verbindungen zu den Yakuza sowie wirtschaftliche Schwierigkeiten die Zukunft der japanischen Organisation trübten, fand am 8. April 2007 die letzte Veranstaltung statt.

11. Oktober 1996: Vitor Belfort debütiert mit Blitzsieg
Vitor Belfort ist einer der dienstältesten noch aktiven MMA-Kämpfer. Am 11. Oktober 1996 gab der Brasilianer bei einer SuperBrawl-Veranstaltung in Honolulu, Hawaii sein Profidebüt. Belfort benötigte nur zwölf Sekunden, um Jon Hess mit einer Schlagsalve auszuknocken. Anschließend ging es für ihn direkt in die UFC, wo er die Herzen der Fans dank seiner schnellen Fäuste im Sturm eroberte.

10. Oktober 2003: Penn bezwingt Gomi in seiner Heimat
Der 10. Oktober 2003 war ein wichtiger Tag in der Karriere von BJ Penn. Bei der vierten „Rumble on the Rock"-Veranstaltung kämpfte er zum ersten Mal außerhalb der UFC und zum ersten Mal in seiner Heimat Hawaii. Mit der geballten Erfahrung aus sieben Kämpfen traf er auf den Japaner Takanori Gomi, der schon damals als eines der größten Talente im Leichtgewicht galt. Penn dominierte Gomi drei Runden lang und zwang ihn dann zur Aufgabe.

8. Oktober 2011: Edgar und Maynard beenden Trilogie
Die Leichtgewichte Frankie Edgar und Gray Maynard waren die Hauptakteure einer der größten Trilogien in der Geschichte der UFC. Maynard hatte Edgar im April 2008 mittels einer einstimmigen Punktscheidung die erste Niederlage in dessen Karriere zugefügt. Im Januar 2011 trafen sie sich in einem Leichtgewichtstitelkampf wieder. Maynard schlug Edgar in der ersten Runde mehrfach nieder und hatte ihn kurz vor der Niederlage, aber Edgar bewies Kampfgeist und drehte den Kampf. Das unbefriedigende Ergebnis: ein geteiltes Unentschieden. Am 8. Oktober 2011 führte Edgar bei UFC 136 eine eindeutige Entscheidung herbei, als er Maynard in der vierten Runde K.o. schlug.

7. Oktober 2006: Profidebüt von Cain Velasquez
In seiner Heimat wird Cain Velasquez als erster mexikanischer Schwergewichtschampion in der Kampfsportgeschichte verehrt. Erstmals in Erscheinung getreten ist er am 7. Oktober 2006 bei einer Strikeforce-Veranstaltung in Fresno, Kalifornien. Er entledigte sich seines Gegners Jesse Fujarczyk in weniger als zwei Minuten. Einen Sieg später trat er bereits in der UFC an, da sich angeblich niemand mehr bereiterklärt hatte, gegen ihn zu kämpfen. Seine Trainer prophezeiten damals, er würde der dominante Schwergewichtschampion der UFC werden. Vier Jahre später sollten sie Recht behalten.

7. Oktober 2005: Sonnen debütiert in der UFC
Der Chael Sonnen, der am 7. Oktober 2005 bei UFC 55 zum ersten Mal ins Octagon stieg, war ein anderer als derjenige, der fünf Jahre später beinahe gegen Anderson Silva gewonnen hätte. Er klopfte weder Sprüche noch gab er unterhaltsame Interviews. Eine Eigenschaft fehlte ihm jedoch bereits damals: eine wirksame Defensive gegen Aufgabegriffe. Renato Sobral zwang ihn bei UFC 55 in der zweiten Runde mit einem Triangle Choke zur Aufgabe.

7. Oktober 2005: Sean Gannon wird in Debüt zerstört
Sean Gannon, ein schwergewichtiger Polizist aus Boston, fügte der Straßenkampflegende Kimbo Slice die angeblich erste und einzige Niederlage in einem Streetfight zu. Dieser Kampf verursachte so viel Wirbel, dass Gannon, damals 2-0 als Profi, von der UFC verpflichtet wurde. Er debütierte am 7. Oktober 2005 bei UFC 55. Dort zeigte ihm Branden Lee Hinkle schnell auf, dass ein großer Unterschied darin besteht, ob man einem überschätzten Straßenschläger oder einem erfahrenen MMA-Kämpfer gegenübertritt. Bereits in der ersten Runde war Schluss für Gannon.