Kolumnen

GnP Geschichtsstunde: Pancrase, Vitor Belfort und Frank Mir

GnP Geschichtsstunde

In unserer Rubrik „Geschichtsstunde" werfen wir jeden Montag einen Blick ins Geschichtsbuch des MMA-Sports und erinnern an die sportlichen und persönlichen Ereignisse, die in der jeweils vergangenen Kalenderwoche ihr Jubiläum hatten. Diese Woche mit: Pancrase, Vitor Belfort, Robbie Lawler und Frank Mir.

21. September 1993: Pancrase-Debüt mit Rutten und Shamrock
Pancrase ist eine der prägenden Organisationen in der MMA-Geschichte. Am 21. September 1993 hielt sie im japanischen Urayasu, Chiba ihre erste Veranstaltung ab. Sie trug den Untertitel „Yes, We Are Hybrid Wrestlers". Gegründet wurde Pancrase von den japanischen Profi-Wrestlern Masakatsu Funaki und Minoru Suzuki. Sie wollten auch „echte" Kämpfe veranstalten und schufen daher ihre eigene Organisation. Schläge auf dem Boden waren zunächst nicht erlaubt und man durfte im Stand nur mit der offenen Hand schlagen, nicht aber mit der Faust. Der legendäre Catch-Wrestler Karl Gotch schlug ihnen vor, ihre Organisation „Pancrase" zu nennen – in Anlehnung an den Kampfsport der alten Griechen, das Pankration. Selbstverständlich traten Suzuki und Funaki beim Pancrase-Debüt auch selbst an. Suzuki gewann mit einem Rear Naked Choke, Funaki unterlag dem amerikanischen MMA-Pionier Ken Shamrock durch denselben Würgegriff. Ein weiterer Debütant, der später legendäre Bas Rutten, gewann sein MMA-Debüt nach 43 Sekunden durch Knock-out.

19. September 2009: Belfort kehrt in die UFC zurück
Viereinhalb Jahre nach seinem letzten Auftritt im Octagon gab Vitor Belfort am 19. September 2009 sein Comeback in der UFC. Der ehemalige Halbschwergewichtschampion wurde nach dem Ende von Affliction Entertainment wieder von Zuffa unter Vertrag genommen. Im Hauptkampf von UFC 103 in Dallas, Texas nahm Belfort den einstigen Mittelgewichtschampion Rich Franklin in knapp drei Minuten mit einer Schlagsalve aus dem Kampf und verdiente sich damit direkt eine Chance auf den Titel von Anderson Silva.

17. September 2005: Lawlers einziger Aufgabesieg
Robbie Lawler hat in seiner dreizehn Jahre andauernden Profikarriere 35 Kämpfe bestritten, aber nur einen einzigen davon durch Aufgabe gewonnen. Das schlagkräftige Weltergewicht konnte Jeremy Brown am 17. September 2005 bei einer „King of the Cage"-Veranstaltung in Indianapolis, Indiana in der ersten Runde mit einem Armhebel zur Aufgabe zwingen. Seitdem zog er es lieber vor, seine Gegner mit wuchtigen Schlägen und Tritten zu bezwingen.

17. September 2004: Frank Mirs Unfall
Eines der tragischsten Ereignisse in der Geschichte der UFC geschah am 17. September 2004. Der 25 Jahre alte Frank Mir wurde auf dem Motorrad von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Er brach sich den Oberschenkelknochen und riss sich sämtliche Bänder im Knie. Ein herber Rückschlag, denn nur drei Monate zuvor hatte er Tim Sylvia in 50 Sekunden den Schwergewichtstitel der UFC abgenommen. Im Februar 2006 gab Mir sein Comeback, aber erst 2008 fand er zu alter Form zurück. In dem Jahr besiegte er sowohl Brock Lesnar als auch Antonio Rodrigo Nogueira vorzeitig und eroberte zum zweiten Mal den Schwergewichtstitel.