Kolumnen

GnP Geschichtsstunde: Fedor, Hughes, Mousasi und Aufruhr in Rio

GnP Geschichtsstunde

In unserer Rubrik „Geschichtsstunde" werfen wir jeden Montag einen Blick ins Geschichtsbuch des MMA-Sports und erinnern an die sportlichen und persönlichen Ereignisse, die in der jeweils vergangenen Kalenderwoche ihr Jubiläum hatten. Diese Woche mit: Fedor Emelianenko, Randy Couture, Matt Hughes und Demetrious Johnson.

28. September 1976: Fedor wird geboren
Der Mann, der ein Jahrzehnt lang die Schwergewichtsklasse beherrschte, wurde am 28. September 1976 in Rubischne geboren, einer Stadt im Osten der Ukraine, damals noch Sowjetunion. Fedor Emelianenkos Karriere im MMA-Sport dauerte von Mai 2000 bis Juni 2012. Er feierte große Erfolge bei RINGS, PRIDE und Affliction Entertainment, ehe er bei Strikeforce drei Kämpfe in Folge verlor. Seine Karriere beendete der Sambo-Experte vor zwei Jahren in seiner russischen Heimat mit einem K.o.-Sieg über Pedro Rizzo.

27. September 1997: Gracie gegen Tadeu endet in Aufruhr
Seit Mitte der Vierzigerjahre bestand eine erbitterte Rivalität zwischen Vertretern des Gracie Jiu-Jitsu und des Luta Livre, die sich regelmäßig in besonders harten Vale-Tudo-Kämpfen entlud. Am 27. September 1997 fand in Rio de Janeiro ein solches Vergleichsduell zwischen Renzo Gracie und Eugenio Tadeu statt. Gracie dominierte zunächst den Kampf, wurde dann aber müde und Tadeu übernahm die Kontrolle. Zwischenzeitlich hatte sich ein Teil der Zuschauer immer mehr dem Ring genähert und schließlich damit begonnen, nach Gracie zu schlagen und zu treten. Gracie schlug einen Angreifer nieder, woraufhin seine Familie eingriff. Es entstand eine wilde Schlägerei inklusive umherfliegender Stühle – gut zu sehen im brasilianischen Fernsehen. MMA wurde anschließend in Rio de Janeiro vorübergehend verboten.

26. September 2003: Couture wird unangefochtener UFC Halbschwergewichtschampion
2003 gelang es einem 40 Jahre jungen Randy Couture, innerhalb von drei Monaten gegen Chuck Liddell und Tito Ortiz zu gewinnen. Nachdem Couture im Juni einen Interimstitelkampf im Halbschwergewicht gegen Liddell für sich entschieden hatte, traf er am 26. September 2003 bei UFC 44 in Las Vegas, Nevada auf Tito Ortiz. Couture dominierte den Kampf über fünf Runden und war anschließend unangefochtener Halbschwergewichtschampion.

25. September 2009: Daniel Cormier debütiert
Es ist erst knapp fünf Jahre her, dass Daniel Cormier zum ersten Mal im Käfig stand. Am 25. September 2009 gab der Olympiaringer bei einer Veranstaltung der „Challengers"-Serie von Strikeforce in Bixby, Oklahoma sein Profidebüt. Cormier besiegte seinen Gegner Gary Frazier in der zweiten Runden durch technischen Knock-out. Im September 2014 ist er noch immer ungeschlagen.

24. September 2011: Koscheck schickt Hughes in Rente
Eine Sekunde vor Schluss der ersten Runde schlug Josh Koscheck den langjährigen UFC Weltergewichtschampion Matt Hughes bei UFC 135 K.o. Hughes gab im Anschluss bekannt, er würde nicht zurücktreten, sondern erst einmal eine Weile aussetzen und sehen, was passiert. Es sollte dennoch sein letzter Kampf bleiben: Am 24. Januar 2013 trat er offiziell in den Ruhestand.

24. September 1999: Shamrock bezwingt Ortiz in denkwürdigem Duell
Der „Kampf des Jahrs 1999" fand am 24. September bei UFC 22 in Lake Charles, Louisiana statt. Der im Octagon unbesiegte Frank Shamrock verteidigte seinen Halbschwergewichtstitel (damals noch Mittelgewichtstitel) gegen den jungen Tito Ortiz, der mit elf Kilo Gewichtsvorteil in den Käfig stieg, da er einer der wenigen Kämpfer war, die bereits große Mengen Gewicht abkochten. Am Ende der vierten Runde zwang Shamrock, der als Außenseiter in den Kampf gegangen war, Ortiz mit einer Serie von Faustschlägen, Ellenbogenstößen und Hammerschlägen zur Aufgabe.

23. September 2008: Mousasi gewinnt Grand Prix und Titel von DREAM
Zwei Kämpfe musste der Niederländer Gegard Mousasi am 23. September 2008 bei DREAM.6 in Japan für sich entscheiden, um den Grand Prix im Mittelgewicht und damit den Titelgürtel des designierten PRIDE-Nachfolgers zu gewinnen. Erst zwang er Melvin Manhoef in unter 90 Sekunden mit einem Triangle Choke zur Aufgabe, dann knockte er Ronaldo Souza mit einem Upkick aus.

23. September 2006: Hughes bezwingt Penn vorzeitig, GSP unbeeindruckt
Dem dominanten UFC Weltergewichtschampion Matt Hughes gelang am 23. September 2006 im Hauptkampf von UFC 63 in Anaheim, Kalifornien die Revanche gegen BJ Penn. Hughes nagelte einen erschöpften Penn in der dritten Runde in der Kruzifix-Position auf die Matte und erzwang mit Schlägen den Kampfabbruch – Penns erste vorzeitige Niederlage. Anschließend betrat Georges St. Pierre, für den Penn kurzfristig eingesprungen war, das Octagon und äußerte gegenüber Hughes seine legendäre gewordene Kritik: „I am not impressed by your performance!"

22. September 2012: Johnson wird erster UFC Fliegengewichtschampion
Am Wochenende verteidigte Demetrious Johnson zum fünften Mal seinen Fliegengewichtstitel. Am 22. September 2012 schrieb er bei UFC 152 in Toronto, Kanada Geschichte, als er Joseph Benavidez geteilt nach Punkten schlug und damit der erste Fliegengewichtschampion der UFC wurde. Vorausgegangen war ein Vier-Mann-Turnier, in Zuge dessen Johnson sich im Halbfinale gegen Ian McCall durchgesetzt hatte.